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Nissan Juke Nismo RS

Ich geb Gas, ich will Spaß! Und den habe ich im neuen Nissan Juke Nismo RS, mehr als reichlich. Im vergangenen Jahr präsentierte Nissan den aufgefrischten Juke – Link – nun legen die Japaner eine noch schärfere Version nach, die zugleich die stärkste Juke-Variante darstellt. Einen Nissan Juke Nismo gab es bereits in der vorherigen Generation, das hinzukommende RS ist neu und steht für Racing Sport und 18 PS mehr Leistung. Was noch alles neu ist, verraten wir Ihnen in unserem Test.
Die roten Außenspiegelkappen, der markante rote Streifen, der sich um das gesamte Fahrzeug zieht und die LED-Tagfahrleuchten sind es zwar nicht, haben diese Applikationen doch bereits beim Juke Nismo für ein noch auffälligeres Äußeres gesorgt … doch warum darauf verzichten, machen sie sich doch auch jetzt absolut gut.

Wie auch der angedeutete Heckdiffusor, die tieferen Stoßfänger, die breiteren Seitenschweller und derDachkantenspoiler. Maßnahmen, die nicht nur die Optik schärfen, sondern zudem der Aerodynamik dienen und den Auftrieb reduzieren.

Ob in Pearl White, Silver Grey oder in Black Metallic lackiert, die roten Bremssättel stechen hinter den 18-Zoll-Leichtmetallfelgen rassig hervor und kennzeichnen den Nismo RS.

Der „rote Faden“ zieht sich dabei bis ins ansonsten sportlich schwarz gehaltene Cockpit, ob am Sportlenkrad, dem Schaltknauf, der Instrumenteneinheit oder den Sportsitzen.

Diese Ausstattungsmerkmale wurden jedoch nicht nur allesamt farblich aufgepimpt und sorgen somit für einen schicken Kontrast, sie präsentieren sich auch im eigens kreierten Nismo RS-Look, ebenso die Alupedale, die Dekoreinlagen in Carbon Black und die reichlich mit Velours bezogenen einzelnen Elemente.

Ja, bis hin zu dem knackig geformten und in Alcantara gehüllten Gestühl, das übrigens durch renntaugliche Recaro-Schalensitze ersetzt werden kann. Und wenn hierauch beim Ein- und Ausstieg die knackig hohen Seitenwangen wahrlich zu überwinden sind, so möchte ich auf diese Sitze nicht mehr verzichten und überhaupt, einmal im Nismo RS Platz genommen, möchte man ja so schnell auch gar nicht wieder aussteigen. Den Aufpreis von 1.500,- Euro würde ich persönlich gerne in Kauf nehmen.

Nennt der Nissan Juke Nismo RS erhältlich ab 28.200,- Euro doch dann bereits das NissanConnect Navigationssystem, die Metallic-Lackierung, eine Fahrtlichtautomatik, den Intelligent Key, die Klimaautomatik, eine Sitzheizung oder die elektrisch anklapp- und beheizbaren Außenspiegel sein eigen.

So finden Sie unter der Rubrik Extras einzig Xenon-Scheinwerfer, den Around View Monitor und das Nissan Safety Shield inklusive der Assistenzsysteme, zusammengefasst im Nismo RS Technology Paket.

Summa summarum kommen wir bei der frontangetriebenen Variante auf 29.350,- Euro. Mit All-Mode 4×4 und CVT-Getriebe ausgestattet sind2.800,- Euro drauf zu rechnen.

Doch nun endlich die rote Power-Taste gedrückt und die 218 PS zum Leben erweckt.

Die sechs Gänge jage ich durch die knackig-kurz geführte Schaltkulisse, im Hintergrund ertönt der 1,6-Liter-Turbobenziner zunächst mit einem sonoren Brummen, das sich mit zunehmender Leistung in ein animierendes Brüllen verwandelt.

Nissan entlockt dem Aggregat nicht nur mehr Leistung (+ 13 kW / 18 PS), sondern steigert auch das maximale Drehmoment um 30 Newtonmeter. Zumindest beim frontangetriebenen Renner, der Allradler geht weiterhin mit 250 Nm an den Start und kommt „nur“ auf 157 kW / 214 PS. Die daran gekoppelte Xtronic-M8 vermittelt auch nicht diesen Fahrspaß, den der Handschalter garantiert, wenn auch hier manuell per Schaltwippen oder dem Schalthebel eingegriffen werden kann.

Die Automatik muss auch auf das Start-Stopp-System verzichten, dennoch soll der Verbrauch laut Hersteller nur um 0,2 Liter differenzierenund so hat der Handschalter mit 7,2 Liter auf Hundert Kilometer nur knapp die Nase vorn. Dementsprechend stößt der Nismo RS 165 oder 169 g/km CO2 aus.

Der Nismo RS hängt zu jeder Zeit schön am Gas und animiert regelrecht, die Temposchilder sollte man stets im Blick behalten. Sieben Sekunden vergehen für den Spurt von Null auf Tempo 100, womit die neue Generation den Nissan Juke Nismo 0,8 Sekunden hinter sich lässt. Der Juke Nismo RS 1.6 l DIG-T ALL-MODE 4x4i mit Xtronic-M8-Automatikgetriebe genehmigt sich dagegen acht Sekunden und büßt auch bei der Topspeed 20 km/h ein und findet so schon bei Tempo 200 ein Ende.

Interessant ist aber doch gerade die Frage, wie geht der Fronttriebler mit all der Kraft um? Geht es auch ohne Allrad?

Wenig verwunderlich geht es beim starken Beschleunigen aus dem Stand heraus nur mit scharrenden Vorderrädern los, doch dann überrascht der frontangetriebene Nismo RS, geht er dennoch mit voller Kraft nachvorn. Und gerade beim schnellen Räubern von engen Kurven erstaunt die souveräne Haftung. Das erwartete Schieben über die Vorderräder bleibt ebenso aus, wie die noch beim Start weg deutlich spürenden Antriebseinflüsse in der Lenkung. Apropos, diese vermittelt nicht nur eine optimale Rückmeldung, sondern ermöglicht auch ein präzises Handling.

Absolut hervorragende Arbeit leistet aber zweifelsohne das neu verbaute mechanische Sperrdifferenzial an der Vorderachse, verdanken wir diesem doch den hohen Spaßfaktor und den ausbleibenden Traktionsverlust.

Die gesteigerte Leistung hat zudem den Verbau neuer Federn und Dämpfer sowie weitere Fahrwerksoptimierungen zur Folge. Dieses ist knackig straff, aber bei weitem nicht so hart wie vielleicht vermutet. Dann wäre da ja noch das Nissan Dynamic Control System inklusive der drei Fahr-Modi „Eco“, „Normal“ und natürlich „Sport“.

Mehr Kraft verlangt natürlich auch eine höhere Bremsleistung,die Nissan mit einer komplett überarbeiteten Bremsanlage garantiert. So sind die Bremsscheiben vorn nicht nur auf 320 Millimeter vergrößert worden, die hinteren Scheiben sind jetzt auch innenbelüftet.

Stand: März 2015; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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