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Neuer Opel Meriva – Der Gesundheit zuliebe

Mit dem 2003 eingeführten Meriva gelang Opel wahrlich der Clou. Bis heute hält der Rüsselsheimer Konzern in diesem Segment Platz 1, und um diesen auch in Zukunft zu halten hat sich Opel einiges einfallen lassen und unserer Meinung nach auch in Zukunft den Platz an der Spitze sicher. Denn der neue Meriva ist nicht nur schöner und größer geworden, mit zahlreichen raffinierten Features – und dabei sprechen wir nicht nur von den hinten angeschlagenen hinteren Türen! – beweist der Neue Flexibilität und Ideenreichtum wie kaum ein anderes Fahrzeug und bietet dem Kunden praktische Variabilität stets mit Fokus auf die Gesundheit. Ein Konzept das derzeit seinesgleichen sucht.

Durch die veränderten Abmessungen möchte Opel dem Kunden nicht nur mehr Raum bieten, sondern zugleich in die anderen Segmentschichten übergreifen und damit die Käuferschicht vergrößern. Ansprechend ist die neue Optik in jedem Fall, wesentlich dynamischer, das Fahrzeug wirkt nicht mehr nur praktisch und bieder.

Der klassische Kühlergrill umrahmt von großen dynamisch geformten Scheinwerfern, wobei der obere Schwung als Tagfahrlicht fungiert, verläuft in die schwungvolle Seitenlinie. Sicht garantiert Opel dank einer schmalen A-Säule inkl. Dreieckfenster sowie dem raffinierten wellenförmigen Verlauf der unteren Fensterkante.

Nur die Türgriffe lassen erahnen, dass uns hier hinten angeschlagene FlexDoors erwarten. Ein System, das Opel derzeit nur mit einem Rolls Royce Phantom und dem Londoner Taxi teilt. Wir sind gespannt, wann diese Konstruktion auch bei anderen Herstellern zu sehen sein wird. Empfehlenswert ist das Türsystem allemal, doch dazu gleich mehr.

Mittlerweile zum markanten Detail eines Opels geworden, die untere scharf verlaufende Sichel an den Seiten, die deutlich ansteigende Seitenlinie wird durch die ebenfalls ansteigenden Türgriffe noch unterstrichen.

Frisch, eigenständig und dennoch vertraut präsentiert sich das Heck mit einer großen Heckklappe, bei der die große Fensterpartie mittels einer schwarz glänzenden Abdeckung förmlich nach unten fließt und das große Opel-Logo aufnimmt. Die breitverlaufenden und schwungvoll gezeichneten Rückleuchten ziehen den Blick auf sich.

Das Interieur hat nicht nur spürbar an Raum gewonnen, mitzahlreichen angreiffreundlichen und ansprechenden Materialien stieg auch die Wertigkeit erheblich. Moderner, in sich stimmiger, fühlen wir uns richtig wohl im neuen Meriva. Die Armaturentafel, nun abgesenkt und weiter nach vorn gewandert schafft Luft und verläuft optisch in die Türen hinein, was den Insassen das Gefühl von Cockpitatmosphäre verleiht. Diesen Eindruck untermalt die ansteigende Mittelkonsole.

Die hier allerdings verbauten Bedienelemente sind auf den ersten Blick zu viele und teilweise etwas klein ausgeführt, was der Übersichtlichkeit im Wege steht. Wiederum gut einzusehen, sind die groß dimensionierten Rundinstrumente umrahmt von breiten Chromringen.

Für weitere schöne Akzente sorgen die sechs möglichen Farbkombinationen sowie die verschiedenen Dessins in Form von Applikationen an Lüftungsdüsen, Mittelkonsole und Schaltkulisse.

Bereits bei den vergangenen Opel-Premieren waren wir von dem Gestühl begeistert. Und auch beim Meriva können schon die serienmäßigen Sitze überzeugen, doch wahrlich empfehlenswert sind die optionalen ergonomischen Sitze. Absolut zu Recht tragen sie das Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken e.V..

Wunderbar großzügig dimensioniert und vor allen Dingen körpergerecht geformt lassen Sie sich problemlos und vielfach verstellen und bieten optimalen Halt. Den Komfort perfekt macht die elektrisch verstellbare Lordosenstütze, die ausziehbare Oberschenkelauflage sowie die aktiven Vier-Wege-Kopfstützen.

Während natürlich die Optik immer noch Geschmackssache bleibt, so kann niemand dem neuen Meriva seinen enorm hohen Nutzfaktor streitig machen. Dieser beginnt bereits bei den kleineren Dingen des Lebens, denn diese finden in insgesamt 32 Ablagemöglichkeiten ihren Platz.

Doch die neue Generation hat noch so viel mehr zu bieten und irgendwie könnte man meinen, Opel hat ein neues Wort für Praktikabilität gefunden: Flex! Von FlexDoors über FlexSpace, FlexRail bis hin zu FlexFix … Die Rüsselsheimer haben so einiges in petto, was dem Käufer eines Opel Meriva das Leben um einiges leichter macht und vor allen Dingen auf die Gesundheit achtet und diese schont.

Gehen wir die diversen Flex-Features im Einzelnen durch:

FlexDoors – Die hinten angeschlagenen hinteren Türen machen nicht nur optisch was her. Neben dem sehr vereinfachten Ein- undAusstieg bzw. dem Zugang zu den hinteren Sitzplätzen, werden gerade Eltern beim an- und abschnallen, sowie rein- oder herausheben ihrer Kinder merken wie easy hier alles vonstatten geht. Ohne jegliche Verrenkungen oder ungesundes belasten Ihrer Wirbelsäule verläuft der Weg hier absolut geradlinig, praktische Haltegriffe an den B-Säulen entlasten zusätzlich den Rücken. Ob vorn oder hinten, die Türen öffnen allesamt zu 84 Grad und rasten in vier Öffnungsstufen ein. Ein rundum perfektes Türsystem!

FlexRail – Ebenso begeistern konnte uns das neue clevere FlexRail. Dahinter verbirgt sich eine Mittelkonsole, die sich auf den zwei Führungsschienen zwischen den Vordersitzen je nach Bedarf verschieben und fixieren lässt, wobei sich auf der oberen eine Armlehne inkl. Staufach für CDs befindet und auf der unteren eine Ablagemöglichkeit mit Becherhalter. Darunter finden wir zwei weitere Getränkehalter, Ablagen und die Anschlüsse für AUX, USB sowie eine 12-Volt-Steckdose. Dieses Abteil ist wiederum fest im Fahrzeug verbaut.

Wenn gewollt, können die zwei anderen einzelnen Module getrennt sowie auch zusammen simpel und schnell ausgebaut werden und mit Hilfe einer Adapterplatte auch im Fond auf dem mittleren umgeklappten Rücksitz befestigt werden.

FlexSpace – Der Name ist bekannt, das System jedoch verbessert! Das intelligente und pfiffige Sitzkonzept bietet rundum Flexibilität. Vom Fünfsitzer über Vier-, Drei- bis hin zum Zweisitzer lässt er sich spielerisch und mit nur wenigen Handgriffen variieren und das ganze ohne lästiges und schweres Ausbauen einzelner Sitze oder entnehmen der Kopfstützen. Neue, wunderbar zu erreichende Schlaufengriffe sorgen für eine noch leichtere Handhabung.

Die beiden äußeren Sitze im Fond lassen sich nicht nur, wie auch der Mittelsitz, in der Neigung verstellen oder um 190 Millimeter in Längsrichtung verschieben, sie schwenken in der Viersitzerauslegung auch zusätzlich 50 Millimeter in die Mitte was für noch mehr Bewegungsfreiheit sorgt.

Je nach Bedarf bietet das Fahrzeug ein Ladevolumen von 400 Liter über 920 Liter bis hin zu gigantischen 1.500 Litern. Des weiteren lässt sich der Gepäckraumboden verstellen und erleichtert bei erhöhter Position das Be- und Entladen und bietet zusätzlichen Stauraum. Einkaufstaschen lassen sich praktischerweise an einemHaken festmachen.

FlexFix – Ein Opel ohne den bewährten FlexFix-Fahrradträger ist mittlerweile undenkbar, daher kann nun auch der neue Meriva optional mit der in der Heckstoßstange integrierten Vorrichtung geordert werden. Ohne große Schwierigkeiten und vor allen Dingen ohne ein schweres nach oben aufs Dach heben, lassen sich hier zwei Fahrräder platzieren. So sieht das Fahrzeug bei Nichtgebrauch des Trägers gut aus und ein aufwendiges Montieren der Dachvorrichtung ist auch nicht nötig.

Zwar ohne Flex, aber dafür mit viel Fläche präsentiert sich das Panorama-Sonnendach, das sich über die gesamte Dachlänge erstreckt und für viel Licht im Innenraum sorgt. Vor zu starkem oder störendem Sonneneinfall schützt das elektrische Schutzrollo.

Auch im Bereich Fahrwerksauslegung/Fahrkomfort haben die Rüsselsheimer Ingenieure nichts beim Alten gelassen und verbesserten Bewährtes, in dem sie beide Achskonstruktionen des Zafiras abgeleitet haben. Mit neuer Radaufhängungsgeometrie wurden mehr Komfort und bessere Handlingeigenschaften erlangt. Eine neue elektrohydraulische Lenkung ersetzt das bisherige System und vermittelt angenehm leichtgängig und wunderbar direkt optimalen Straßenkontakt.

Mit seinem angenehmen Fahrverhalten macht der neue Meriva in der Stadt wie auch auf Langstrecken eine super Figur. Wunderbar komfortabel, sind es nur die kurz aufeinander folgenden Unebenheiten die ihn etwas zum Holpern bringen. Auch den flotteren Ritt um enge Kurven müssen Sie mit dem Familienvan nicht scheuen, die Wankbewegungen halten sich überraschend gut in Grenzen.

Apropos Grenzen, sollte man sich diesem Bereich nähern, hat die elektronische Stabilitätskontrolle ESPplus das Fahrzeug problemlos im Griff. Damit verbunden und ebenso serienmäßig, ist die Traktionskontrolle TCplus, die elektronische Bremskraftverteilung EBV, die Motorschleppmomentregelung EDC, die Bremsstabilitätskontrolle sowie der Bremsassistent BAS und die sich automatisch lösende elektrische Parkbremse EPB.

Womit jedoch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, auf Wunsch bietet Opel für den Meriva auch ein Reifendruckverlust-Überwachungssystem, den hydraulischen Fading-Assistent der automatisch den nach mehreren heftigen Bremsmanövern nachlassenden Systemdruck ausgleicht sowie den aktiven Überrollschutz ARP.

Auch aufdie Zweikreis-Bremsanlage können Sie sich verlassen, während sie im Alltag einfach zu dosieren ist und auf leichten Tritt schnell reagiert, sorgt Sie im Ernstfall für sichere Verzögerung auch aus hohem Tempo.

Zum Marktstart im Juni wird der neue Opel Meriva mit drei Benzin- und zwei Dieselmotoren kombinierbar sein, die allesamt die Euro 5-Norm erfüllen. Bei den Ottomotoren handelt es sich um einen Sauger und zwei Turbo-Triebwerke, die dank Downsizing im Vergleich zu den im Vorgänger noch verbauten hubraumstärkeren Versionen deutlich im Verbrauch gesenkt wurden, dafür aber mehr Leistung bringen.

So begnügt sich der 1,4-Liter-Saugmotor mit der auf 74 kW / 100 PS angestiegen Kraft und einem 4% höheren Drehmoment von 130 Nm mit 6,1 Liter im Mix.

Wobei unser Hauptinteresse, wie aber auch vermutlich das der Käufer, auf dem völlig neuen 1.4 ecoFlex mit 120 PS liegt. Angenehm kultiviert und stets mit dem nötigen Vortrieb harmoniert das Aggregat wunderbar mit dem Fahrzeug. Der ecoFLEX-Variante gelingt der Spurt aus dem Stand bis Tempo 100 in 11,5 Sekunden und sorgt mit einem maximalen Drehmoment von 175 Nm ab 1.750 U/min gerade in der Stadt für Fahrfreude. Wie sein kleinerer Bruder gönnt er sich im Schnitt 6,1 Liter Super Bleifrei pro 100 Kilometer und unterbietet diesen im CO2-Ausstoß sogar um ein Gramm und erreicht 143 g/km.

Das Topmodell bei den Benzinern bildet der 103 kW / 140 PS starke 1.4 Ecotec, der dann auch auf Überland- sowie Autobahnfahrten mit einem Drehmoment von 200 Nm zwischen 1.850 und 4.900 U/min für ordentlich Vortrieb sorgt, die 100 km/h in 10,3 Sekunden erreicht und bis 196 km/h hochbeschleunigt, die beiden anderen Ottomotoren haben ihr Ende bereits bei 177 bzw. 188 km/h erreicht. Der Durchschnittsverbrauch von 6,7 l/100 km sowie 156 g/km CO2-Emissionen sind dabei auch noch akzeptabel.

Auf der Dieselseite sind der mit 75 PS bestückte 1.3-Liter sowie der mit 100 PS und 1.7-Liter Hubraum starke Motor im Angebot, wobei letzterer mit einer adaptiven 6-Stufen-Wandlerautomatik versehen ist. Das andere Aggregat ist wie die kleineren Benziner auch mit einem gut geführten, angenehm zu schaltenden Fünfgang-Handschalter kombiniert. Leider verfügt nur der Top-Benziner über den auf Autobahnen nötigen sechsten Gang.

Das Motorenangebot wird im Laufe der Zeit jedoch weiterwachsen, u.a. um eine Sparvariante und erfreulicherweise auch um eine Autogas-Version. Zudem wird 2011 eine Stopp-/Start-Automatik folgen, die wir gerne schon jetzt im Meriva gesehen hätten.

Ganz auf Höhe der Zeit zeigt sich der neue Meriva auch in punkto Sicherheit. Hier sorgen Dreipunkt-Sicherheitsgurte auf allen Plätzen, zweifache Gurtstraffer und Gurtwarner vorn, aktive Kopfstützen, Front-, Brust-, Becken- und Seitenairbags sowie Kopfairbags (vorn und hinten), das patentierte Opel Pedal Release System (ausklinkende Pedale im Fall eines Frontalcrashs), eine verformbare Lenksäule sowie ISOFIX-Vorrichtungen auf der Rückbank für den Schutz der Insassen.

Außerdem wird bei Eintreten eines Crashs und dem somit verbundenen auslösen der Airbags und aktivieren der Gurtstraffer einige weitere Maßnahmen zu Ihrer Sicherheit losgelöst. Vom Aktivieren der Warnblinkanlage über die Entriegelung der Türen bis hin zum Einschalten des Fahrzeuginnenlichts und dem Abschalten des Heizungs- und Lüftungssystems sowie der Benzinpumpe. Die bereits im Kapitel „Fahrwerk“ erwähnten Systeme dienen selbstverständlich auch Ihrer Sicherheit.

Opel hat wahrlich seine Hausaufgaben gemacht und mit dem neuen Meriva ein vorbildliches Fahrzeug auf die Beine gestellt. Sie müssen sich auch nur noch wenige Tage gedulden, ab dem 12. Juni steht die neue Generation zu Preisen zwischen 15.900,- Euro und 23.050,- Euro bei Ihrem Händler. Mit einer Top-Serienausstattung bereits beim Einstiegsmodell Selection bleibt der Meriva auch preislich attraktiv.

Um den Rahmen nicht zu sprengen, hier nur die wichtigsten Features zusammengefasst:
Bereits die Basisvariante verfügt über eine elektrische Parkbremse, den Berg-Anfahr-Assistent, adaptive Bremsleuchten, in Höhe und Längsrichtung einstellbares Lenkrad, elektrische Fensterheber vorn sowie elektrisch verstellbare Außenspiegel die zudem beheizbar sind, das verbesserte FlexSpace-Sitzkonzept für die Rücksitze, die FlexDoors und eine Zentralverriegelung inkl. Funkfernbedienung.

Die Version Edition verwöhnt zudem mit der praktischen FlexRail-Mittelkonsole, einem Tempomat, Bordcomputer, einem Stereo-CD-Radio inkl. Lenkradfernbedienung im Komfortlenkrad und einer Klimaanlage.

Die Topausstattung Innovation umfasst außerdem das Halogen Kurven- und Abbiegelicht, den Parkpilotvorn und hinten, Sitz- und Lenkradheizung, ein Lederlenkrad und elektrische Fensterheber rundum. Diverse attraktive Pakete sowie praktische einzelne Optionen sind selbstverständlich in der Aufpreisliste zu finden.

Stand: Mai 2010; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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