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Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander

Er ist derzeit das einzigste permanent allradangetriebene SUV mit Plug-in Hybrid auf dem Markt. Zwar ist die Technologie an sich nicht neu, doch gepaart mit einem SUV präsentiert Mitsubishi mit dem Outlander PHEV als erster diese Kombination. Dabei bewahrt sich der Outlander auch in dieser Ausführung seine Alltagstauglichkeit sowie die On- und Offroadfähigkeiten und erreicht maximale Reichweiten von über 800 Kilometer, legt aber andererseits bis zu 52 Kilometer rein elektrisch zurück und kann außerdem als mobiler Stromspeicher für das Haushaltsnetz genutzt werden.

Natürlich spielt ein Plug-in Hybrid seine Vorteile rein in der City aus und wenn es bei Gründung des SUV-Segmentes auch noch undenkbar gewesen sein mag, dass ein Fahrzeug dieser Größenordnung sein Haupteinsatzgebiet in der Stadt sucht, so haben uns die Zulassungszahlen in der Vergangenheit eines Besseren belehrt.

Bevor es aber endlich losgeht wagen wir noch einen Blick unter das Blechkleid. Hier, unter der Motorhaube, finden wir neben einem 121 PS (89 kW) starken 2,0 l Benzinmotor auch einen Elektromotor mit 60 kW / 82 PS sowie einen Wechselrichter, den sogenannten Inverter plus den 70 kW Generator. Am Heck geht ein weiterer Elektromotor mit ebenfalls 82 PS Leistung + Wechselrichter ans Werk.

Doch nun die Start-Taste gedrückt, den Joystick auf Fahren gestellt und nahezu geräuschlos ziehen wir los. Denn zuBeginn arbeiten rein die Elektromotoren und wer es gelassen angeht, legt je nach Fahrbedingung und Batterieladezustand bis zu 52 Kilometer rein elektrisch zurück. Im Fahrprogramm „EV Drive Mode“ sind wir somit emissionsfrei und ohne Benzinverbrauch unterwegs und das bis zu einem maximalen Tempo von 120 Stundenkilometer.

Beim Betätigen der Bremsen und im Schubbetrieb arbeiten die elektrischen Antriebsmotoren als Generatoren und wandeln kinetische Energie in elektrische Energie zum Aufladen der Batterie um.

Durch Aktivieren der „Charge“-Funktion mittels Taste in der Mittelkonsole kann die Batterie durch die Generatorfunktion des Verbrennungsmotors auch bei langsamer Fahrt in 40 Minuten zu 80 Prozent geladen werden. Dank der Save-Funktion lässt sich mit nur einem weiteren Tastendruck diese Energie für spätere Einsätze speichern. Der dritte Schalter im Bunde verteilt außerdem die Kraft der Elektromotoren von Vorder- und Hinterachse im festen Verhältnis 50:50.

Verlassen wir die Komfortzone und müssen Leistung abrufen, beispielsweise um Steigungen zu meistern oder ein Überholmanöver zu starten, schaltet das System automatisch in den seriellen Hybridmodus „Series Hybrid Mode“. Gleiches gilt bei Überschreiten der Geschwindigkeitsmarke von 120 km/h.

Doch allein die unangenehme Geräuschentwicklung – was auch an der stufenlosen Automatik liegt! – lässt uns wieder schnell zu einer gelasseneren Gangart zurückkehren, das System schaltet dabei wiederautomatisch in den reinen Elektrobetrieb um.

Wer sich vom Motorlärm jedoch nicht beirren lässt und sich der Topspeed von 170 km/h nähert oder das SUV in möglichen elf Sekunden aus dem Stand heraus bis auf Tempo 100 beschleunigt, ist im „Parallel Hybrid Mode“ unterwegs. Nun stellt das Benzinaggregat die Hauptantriebskraft dar. Bei Bedarf unterstützen die beiden Elektromotoren und der Generator erzeugt zusätzliche Leistung. Auch hier schaltet das System, wenn nicht mehr notwendig, in den seriellen Hybrid-Modus oder in den reinen Elektrobetrieb zurück.

Wer eher die Beanspruchung auf der Langstrecke oder außerhalb der Großstadt sucht, sollte aber in jedem Fall zu einem der angebotenen Dieselmotoren greifen.

Sinn und Zweck eines Hybriden liegt nun mal im Einsatz in der City, so viel und weit wie möglich sich rein elektrisch zu bewegen. Ist die Batterie erschöpft und wird durch Rekuperation nicht mehr ausreichend genug geladen, benötigt der Outlander nur fünf Stunden an einer herkömmlichen 230-Volt-Steckdose oder an einer öffentlichen Ladestation und die Batterie ist wieder voll. Per Mode-3-Ladekabel gelingt es sogar in vier Stunden. Wenn es besonders schnell gehen muss, lädt sich die Batterie per Schnellladung innerhalb einer halben Stunde bis zu 80 Prozent auf.

Ist die Ladung bei einer längeren Etappe nicht möglich, verbraucht der Verbrennungsmotor um die sechs Liter. Im kombinierten Verbrauch gibt Mitsubishi dagegen 1,9 Liter und 13,4Kilowattstunden auf 100 Kilometer an. In der Praxis sind diese Werte aber so mit Sicherheit nicht 1:1 umsetzbar.

Besonders interessant für Hausbesitzer mit Photovoltaikanlagen dürfte die Möglichkeit sein, den Plug-in Hybrid Outlander auch als mobilen Pufferspeicher im Stromnetz nutzen zu können. So kann die Batterie des Fahrzeuges nicht nur mit dem durch die Hausanlage gewonnenen und überschüssigen Strom aufgeladen und der Outlander Plug-in Hybrid ohne anfallende Stromkosten bewegt werden, auch die in der Fahrzeugbatterie enthaltene Energie kann bei Bedarf wieder zurück ins Hausstromnetz gespeist werden.

Hierzu ist einzig die voraussichtlich ab Ende des Jahres lieferbare Power-Box von Nöten, die den im Fahrzeug enthaltenen Gleichstrom wieder in Wechselstrom wandelt.

Äußerlich unterscheidet sich der Plug-in nur gering vom herkömmlichen Outlander. Eventuell in der neuen Lackierung „Aqua-Silber“ gekleidet, fällt dem, der genau hinsieht, die zusätzliche Tankklappe (jeweils eine auf der Fahrer und eine auf der Beifahrerseite), der spezielle Kühlergrill oder aber die eigens für den Hybriden entwickelten 18-Zoll-Leichmetallräder auf.

Ausstattungsmerkmale wie die Hochkontrastanzeigen mit Leistungsanzeige und der Joystick-Wahlhebel kennzeichnen zudem den Innenraum des Plug-in Hybrid.

Die Batterie, platziert unter den Vordersitzen, schränkt das Platzangebot nicht ein und so nimmt das Elektro-SUV fünf Großgewachsene bequem auf.

Trotzder im Heckabteil platzierten Antriebseinheit fasst auch der Kofferraum noch gute 463 Liter und lässt sich ohne große Mühe auf bis zu 1.472 Liter vergrößern. Im Vergleich zum konventionellen Outlander muss das Gepäck hier allerdings um eine 19 Millimeter höhere Ladekante gewuchtet werden, aber das ist geschenkt.

Höchste Sicherheitsanforderungen stellt Mitsubishi natürlich auch an ihre Plug-in Hybrid Version und belegt dies mit der 5-Sterne-Bestnote beim Euro NCAP-Crashtest und bietet dem Kunden zumindest in der höchsten Ausstattung eine adaptive Geschwindigkeitsregelung „Adaptive Cruise Control“ (ACC), das Auffahrwarnsystem „Forward Collision Mitigation“ (FCM) sowie den Spurhalteassistent „Lane Departure Warning“ (LDW) oder aber das Xenon-Scheinwerfersystem mit „Wide Vision“-Technologie.

Zwar muss die Basisvariante des Outlander Plug-in auf diese Assistenzsysteme verzichten, kann für 39.990,- Euro aber schon mit so einigen Komfortfeatures aufwarten.

Ob das schlüssellose Smart-Key-System, eine 2-Zonen Klimaautomatik, das Multifunktions-Lederlenkrad oder aber die elektrisch einstell-, anklapp- und beheizbaren Außenspiegel, Privacy Glass, ein Licht- und Regensensor, die Bluetooth Audio-Schnittstelle und Freisprecheinrichtung sowie das Multi-Informationsdisplay mit Energieflussanzeige und die Tempoautomatik inkl. Geschwindigkeitsbegrenzer sind hier bereits an Bord.

Für die nächst höhere Ausstattung Plus sind dann schon 44.990,- Eurofällig, ein im Preis enthaltenes Digitalradio, Lenkradschaltwippen zur Einstellung der Rekuperation, das Mitsubishi Multi Communication System (darin enthalten ist u.a. ein Navigationssystem), das Mitsubishi Remote System zur drahtlosen Steuerung via Smartphone App, eine Rückfahrkamera, die Xenon-Scheinwerfer und die enthaltene Warmwasser-Standheizung rechtfertigen allerdings diesen Aufpreis.

Bei der „Top“-Ausstattung ist der Name Programm und so verwöhnt das Spitzenmodell für 49.990,- Euro mit elektrisch verstellbaren Sitzen, die in feines Leder gehüllt sind und im Winter beheizt werden können. Während das Rockford Fosgate Premium Sound System den Insassen was auf die Ohren gibt, kommt über das elektrische Glas-Schiebe-/Hubdach Licht und Luft herein.

Als einzigste Option, bleibt hier nur noch die Metallic-/Perleffekt-Lackierung für 580,- Euro zu erwähnen. Denn das 5 Jahre Garantie-Paket inklusive Herstellergarantie bis 100.000 km sowie die 2 Jahre Anschlussgarantie bis 150.000 km zählen auch beim Plug-in Hybrid Outlander zum serienmäßigen Umfang.

Zusätzlich zu den innovativen Fahrzeugmodellen wie dem Outlander Plug-in Hybrid und den anderen Elektrofahrzeugen im Portfolio bietet Mitsubishi künftig passende Dienstleistungen, alternative Mobilitätskonzepte und verschiedene Kooperationen, beispielsweise mit Ökostromanbietern und regionalen Initiativen an.

Unter der Bezeichnung „Green Mobility“ fasst MMD Automobile umweltfreundlicheMobilität und die damit verbundenen Technologien, Produkte und Dienstleistungen zusammen. In speziellen Kunden-Centern können Sie sich dann über die richtungsweisende Technologie von Mitsubishi informieren.

Stand: August 2014; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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