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Mitsubishi Outlander 2.2 Di-D 4WD AT Instyle

Mitsubishi verfolgt mit der dritten Generation des Outlander eine vollkommen neue Formensprache. Das gerade für ein SUV dynamische Blechkleid wich einem außergewöhnlichen Maßanzug der für eleganten Komfort steht und nicht auf klassische Offroadattribute setzt. Der wahlweise als Fünf- oder Siebensitzer erhältliche Outlander wartet mit einem üppigen Innenraum und zahlreichen Komfortfeatures auf, einzig der Umklappmechanismus der Fondsitze sowie die Navigationsmenüführung erweisen sich als Kritikpunkte. Ein komfortables Fahrwerk sowie die effiziente Dieselmotorisierung machen den Cruiser-Wohlfühlfaktor perfekt. Das Crossover-Modell fährt auch erstmals mit Sicherheitsassistenten wie einer adaptiven Geschwindigkeitsregelung, dem Auffahrwarnsystem oder dem Spurhalteassistenten auf. Allerdings ist dieses aufpreispflichtige Safety-Paket nur in Verbindung mit dem von uns gefahrenen 2.2 DI-D 4WD Instyle mit Automatik-Getriebe bestellbar.

Der aktuelle Outlander baut zwar auf der Plattform des Vorgängers auf, präsentiert sich jedoch völlig anders. So verabschiedete man sich nicht nur von dem liebgewonnen Markenzeichen, dem „Jetfighter“-Kühlergrill.

Regelrecht glattgebügelt ist das Blechkleid des Outlander mehr auf Komfort, als auf Sportlichkeit ausgerichtet. Statt markanten Ecken prägen nun weiche Rundungen das SUV. Die elegante und zugleich futuristische Außenhaut wirkt zunächst eigenwillig, letztlich aber doch gefällig.

An der Front bildet der schmal gezogene Frontgrill eine Einheit mit den bis in die Seiten verlaufenden Scheinwerfern und ist angelehnt an die über die gesamte Fahrzeugbreite verlaufende Rückleuchtengrafik am Heck. Insgesamt wirkt das Crossover nun mehr wie eine höhergelegte Kombivariante als wieein Offroader.

Die optischen Veränderungen außen wie innen nehmen jedoch keinen Einfluss auf die großzügigen Raumverhältnisse.

Bevor wir auf diese näher eingehen, sehen wir uns aber das neu gestaltete Cockpit an. Dieses ist nun deutlicher auf den Fahrer zugeschnitten und hebt sich mit einer großflächigen Klavierlackapplikation und silberfarbenen Zierleisten auch optisch hervor. Weitere Dekors in geripptem Aluminium zieren außerdem die Armatureneinheit sowie die Türen.

Die Verarbeitung ist solide, die Materialien reichen von angreiffreundlichen Softtouch-Oberflächen bis hin zu hartem Kunststoff.

Die moderne Gestaltung trifft auf eine übersichtlich angeordnete Bedieneinheit, die wenigen Schalter sind groß dimensioniert und angenehm hoch positioniert. Nur wenige Bedienelemente tanzen hier aus der Reihe, wie beispielsweise die Tasten für die Sitzheizung, die leider wie auch das Navigationssystem altbacken gestaltet sind.

Die Menüführung des Navis erweist sich außerdem als kompliziert und in der Handhabung als recht unlogisch. Insgesamt umständlich, müssen zu viele Schritte abgehakt und unterschiedliche Tasten bedient werden, bevor die Navigation aktiviert wird. Auch der Verbindungsvorgang vom Smartphone mit dem Fahrzeug via Bluetooth ist bedingt durch die Sprachsteuerung und der fehlenden Anwähltasten zeitaufwendig.

Leider entsprechen auch die Sitze nur dem Durchschnitt, bieten zum Cruisen zwar ausreichend Seitenhalt, doch die Sitzauflage könnte gerne länger ausfallen und eine Lordosenstütze fehlt gänzlich.

Während der Basis-Outlander als Fünfsitzer konfiguriert ist, ist unser Testwagen in der Topausstattung stets mit sieben Sitzen versehen.

Die zweite Sitzreihe bietet im aktuellen Outlander mit einer Längsverstellung von nun 250 Millimeter nicht nur mehrFlexibilität gegenüber dem Vorgänger, sondern gibt in Verbindung mit der praktischen Einstiegshilfe auch einen etwas einfacheren Weg zur dritten Sitzreihe frei.

Die Rückenlehnen der hier verbauten Einzelsitze, lassen sich zwar ebenfalls in der Neigung variieren, doch um wirklich bequem zu reisen, fehlt es hier Erwachsenen einfach an der nötigen Kopf- und Beinfreiheit. Nicht so in der zweiten Reihe, die drei Großgewachsene problemlos aufnimmt.

Werden die Sitze nicht von Passagieren genutzt, können Sie natürlich weggeklappt werden. Während die dritte Sitzreihe einfach umgelegt wird und sich vollständig im Boden versenkt, sollten die Verantwortlichen den Umklappmechanismus der Fondsitze allerdings noch einmal überarbeiten.

Denn um die Fondsitze vollständig verschwinden zu lassen, muss zunächst die Sitzfläche nach vorn geklappt und der dortig platzierte Hebel umgelegt werden, denn erst dann lässt sich auch die Lehne mittels Hebelbetätigung vollständig nach vorn legen. Die Kopfstütze kann hier aber in der Regel dranbleiben.

Je nach Nutzung, ergibt sich im Outlander ein maximales Ladevolumen von bis zu 1.625 Liter und eine ebene Ladefläche, die 1,69 Meter misst. Aber auch bei besetzter zweiter Sitzbank schluckt der Kofferraum tolle 550 Liter und die Ladekante ist für ein SUV angenehm niedrig. In einem weiteren Staufach unter dem Ladeboden finden wir außerdem eine praktische Ablagebox vor.

Eine elektrisch öffnende bzw. schließende Heckklappe ist an sich was feines, doch im Falle des Outlander genehmigt sich diese nicht nur viel Zeit, sondern tritt mit Ihrem geradezu störenden Piepen auch zu lautstark in Erscheinung.

Das Fahrwerk des Outlander setzt auf eine komfortable Note, ohne aber unangenehm schwammig zu sein. Und so filtert das SUV störende Querfugen undStraßenschäden vorbildlich weg, einzig die groben Unebenheiten dringen nach innen durch.

Dieser Mitsubishi ist ein wunderbarer Cruiser, allerdings leidet die Sportlichkeit unter der sehr komfortablen Fahrwerksauslegung. So beginnt sich das Fahrzeug bei schnellen Richtungswechseln aufzuschaukeln und bei höheren Geschwindigkeiten tritt je nach Fahrbahnbeschaffenheit regelrecht ein mulmiges Gefühl auf, man könnte nun von stärker werdendem Wellengang sprechen.

Hinzu kommt, dass auch die Lenkung dann etwas zu indirekt ist und um die Mittellage zu viel Spiel hat, schade, denn ansonsten bleibt der Offroader stets gut und leicht beherrschbar.

Unsere Modellvariante ist serienmäßig mit Allradantrieb versehen und verfügt über drei Antriebsmodi, diese lassen sich jetzt einfach mit nur einem Tastendruck wechseln.

Im Modus „4WD ECO“ sind wir im Frontantriebmodus spritsparend unterwegs, je nach Situation schaltet sich hier der Heckantrieb aber automatisch zu oder wieder ab. Im permanenten Allradmodus „4WD AUTO“ wird die Motorkraft variabel zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Im schwierigen Geländeeinsatz steht uns außerdem der „Lock“-Modus zur Seite und leitet das Drehmoment über ein Lamellen-Sperrdifferenzial erhöht an die Hinterachse. Eine serienmäßige Berganfahrhilfe ist ebenso an Bord.

Der 2,2-Liter Dieselantrieb nimmt auch weiterhin das größte Stück des Kuchens ein, wie schon beim Vorgängermodell, und wurde für die neue Generation entsprechend modifiziert.

Die 110 kW / 150 PS Leistung sowie das maximale Drehmoment von 380 Nm sorgen für souveränen Vortrieb. Wenn auch bei der Automatikvariante um 20 Nm reduziert und 1,5 Sekunden langsamer als der Handschalter, beschleunigt das Gefährt nach einer minimalen Anfahrschwäche in 11,7 Sekunden aus dem Stand heraus auf Tempo100.

Überraschend laufruhig zieht das SUV souverän weiter, bis schlussendlich bei 190 Stundenkilometer die Höchstgeschwindigkeit erreicht ist.

Der neue Outlander setzt in allen Motor-/Getriebe-Varianten betreffend Spritverbrauch Maßstäbe, zumindest auf dem Papier. Mit einem angegebenen Durchschnittsverbrauch von 6,1 Litern verspricht Mitsubishi auch für unsere Variante mit Automatik und Allradantrieb einiges.

Auf dem Weg dieses Ziel zu erreichen, muss in jedem Fall der ECO Mode aktiviert werden. Dieser nimmt Einfluss auf die Motorcharakteristik, senkt die Klimatisierung und auch das Allradsystem arbeitet im Energiesparmodus. Je nach Ausstattungsvariante zeigt ein sechsstufiges Piktogramm mit Blättersymbolen oder eine Echtzeit-Balkengrafik dem Fahrer an, wie effizient sein momentaner Fahrstil ist.

Während diese Sparmaßnahme in allen Motorvarianten verbaut ist, müssen die Fahrzeuge mit Automatikgetriebe leider auf die ansonsten serienmäßige Start-Stopp-Automatik verzichten.

Anstelle des Sechsgang-Schaltgetriebes war unser Testwagen mit dem aufpreispflichtigen neuen Sechsgang-Automatikgetriebe versehen. Der Automat passt sehr gut zum Charakter des Outlander und schaltet zeitnah wie auch sanft. Ausschließlich via Schaltwippen am Lenkrad kann der Fahrer auch manuell die Gänge wechseln, die Elektronik greift hierbei nicht ein.

Wenn auch die Assistenzsysteme Adaptive Cruise Control (adaptive Geschwindigkeitsregelung), Forward Collision Mitigation (Auffahrwarnsystem) und Lane Departure Warning (Spurhalteassistent) nur im Paket gegen einen Aufpreis von stolzen 1.900,- Euro und ausschließlich für den 2.2 DI-D 4WD AT in der Topausstattung erhältlich sind, so stellt Mitsubishi diese aber doch erstmals überhaupt einem Fahrzeug zur Seite.

Anzumerken ist bei der adaptivenGeschwindigkeitsregelung jedoch das ständige Piepen, sobald das System ein Fahrzeug im gemessenen Bereich erkennt. Warum die Cruise Control dies tut, ist uns absolut unerklärlich und hoffentlich nur eine Fehleinstellung unseres Testwagens.

Ob Benziner oder Diesel, Basisausstattung oder höchstes Niveau, mehrstufige Frontairbags und Seiten- sowie Kopf-/Schulter-Airbags und der neue Fahrer-Knieairbag gehören ebenso zum serienmäßigen Umfang, wie Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer vorne, ISOFIX-Kindersitzverankerungen im Fond, die elektronische Fahrstabilitätsregelung MASC und MATC sowie das Bremssystem mit ABS, elektronischer Bremskraftverteilung und Bremsassistent.

Doch nicht nur in Sachen Sicherheit kann der Outlander mit zahlreichen Ausstattungsdetails aufwarten, so verwöhnt bereits die Basisvariante Inform beispielsweise mit einem Tempomat inkl. Geschwindigkeitsbegrenzer, einer Klimaautomatik, dem Multifunktions-Lenkrad, Radio mit integriertem CD-/MP3-Player, elektrischen Fensterhebern und verstellbaren Außenspiegeln sowie dem Tagfahrlicht.

Im Gegensatz zum Benziner steigt der Diesel für 30.690,- Euro bereits in der nächst höheren Ausstattung Invite ein und ist dann außerdem mit einer Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Regensensor, Xenon-Licht, der elektrisch bedienbaren Heckklappe, einem Lederlenkrad sowie -schaltknauf und Parksensoren ausgestattet.

Die darauf aufbauende Intense Variante verfügt sogar über eine Rückfahrkamera, wie auch das von uns gefahrene Topmodell für 39.890,- Euro. Für das Automatik-Getriebe werden weitere 1.800,- Euro fällig, einzig die Optionen wie das erwähnte Assistenz-Paket für 1.900,- Euro oder die Metallic-Lackierung für 580,- Euro können dann den Preis noch in die Höhe treiben.

Denn das Infotainmentsystem MMCS wie auch das SD-kartenbasierteNavigationssystem mit hochauflösendem 7-Zoll-Display oder das Premium-Audiosystem von Rockford Fosgate, das Glasschiebedach und die Ledersitze inklusive Sitzheizung vorn sind hier schon serienmäßig im Fahrzeug verbaut.

Stand: Februar 2014; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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