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Mitsubishi Outlander – Eine neue Ära beginnt.

Der neue Outlander läutet nicht nur eine neue Design-Ära bei Mitsubishi ein. mit dem SUV halten bei der Marke auch innovativen Technologien wie ein schon bald eingeführter Plug-In-Hybrid und optional verfügbare Assistenzsysteme Einzug. Der Kunde kann nicht nur zwischen vier Ausstattungslinien auswählen, zwei Sitzkonfigurationen, ein Front- oder Allradantrieb sowie ein 2,0-Liter-Benziner und ein 2,2-Liter-Diesel hat Mitsubishi außerdem im Angebot. Als 2.0 MIVEC 2WD startet der Outlander bei 27.840,- Euro, die höchste Ausstattungslinie ist für 39.890,- Euro zu haben.

Mit dem neuen Outlander verabschiedet sich Mitsubishi von dem bis dato markentypischen Jetfighter-Kühlergrill. Während das im Jahr 2013 eingeführte ASX-Facelift noch daran festhält, geht die neue Generation Outlander optisch völlig neue Wege.

Der dynamisch-ausdrucksstarke Offroad-Look wich einem eleganten aber durchaus progressiven Blechkleid. Laut Hersteller möchte man mit dem neuen Design vielmehr den Eindruck eines hochbeinigen Kombis erwecken.

Mit dem schmal verlaufenden und raffiniert gezeichneten Chromgrill sowie den Rückleuchten die verbunden mit einem Leuchtband über die gesamte Breite des Fahrzeugs verlaufen, zieht das SUV die Blicke auf sich. Die Scheinwerfereinheiten ragen dabei sowohl an Front wie auch dem Heck weit in die Seitenlinie hinein.

Eine ebenso moderne wie auch eigenwilligeFormensprache verfolgten die Verantwortlichen auch im Inneren des neuen Outlander.

Im Vergleich zur vorherigen Generation deutlicher auf den Fahrer zugeschnitten, ist das Cockpit auch optisch wesentlich fahrerorientierter. So hebt sich dessen Bereich mit großflächigen Applikationen in Klavierlack ab. Dennoch wurden an den übrigen Armaturen sowie dem Türverlauf nicht auf silberfarbene Dekoreinlagen verzichtet.

Leider lassen die neuen Sitze gerade in Verbindung mit dem Lederbezug den gewünschten Seitenhalt vermissen, dank der verschiedenen Justierungsmöglichkeiten sowie dem in Höhe und Weite verstellbaren Lenkrad finden wir aber rasch eine angenehme und stets erhöhte Sitzposition.

Wie auch beim Vorgänger hat der Kunde die Wahl neben einem reinen Fünfsitzer sowie einem Outlander, der bis zu sieben Sitzmöglichkeiten bietet. Die dritte Sitzreihe kann aber auch weiterhin nur kleineren Insassen einen wirklich komfortablen Reisekomfort bereitstellen.

In der 7-sitzigen Ausführung ist die mittlere Sitzreihe allerdings um 250 mm längsverschiebbar, was nicht nur den Einstieg zu den hinteren Plätzen erleichtert sondern es der zweiten Reihe auch ermöglicht den Fußraum flexibel anzupassen.

An Variabilität mangelt es dem Mitsubishi ohnehin nicht, bis zu den beiden Einzelsitzen in der dritten Reihe lassen sich die Lehnen individuell in der Neigung verstellen oder umlegen bzw. zusammenfalten und nach vorn klappen.

Je nach Nutzungbietet der Outlander ein Ladevolumen von 145 über 550 bis zu 1.754 Liter sowie einer Ladefläche, die maximal 1,69 Meter misst. Verzurösen und Haken halten die Ladung fest im Griff, kleinere Gegenstände lassen sich zudem im Fach unter dem Ladeboden verstauen.

Wenn sich auch der Großteil der verkauften SUVs nicht in das Gelände verirrt, was zwingend einen 4WD-Modus fordert, so greift der Käufer dennoch meist auf die Allradvarianten zurück. Dennoch überlässt Mitsubishi dem Kunden die Wahl zwischen Front- und Allradantrieb.

Das elektronisch geregelte 4WD- System stellt dem Fahrer drei Modi zur Verfügung. Im Modus 4WD ECO ist man in der Regel frontangetrieben unterwegs so wird die Kraft im 4WD Auto-Modus variabel und je nach Situation zwischen den Achsen verteilt. Sollte man letztlich doch den Weg in die Tiefen der Wälder finden, sollte mittels einfachem Tastendruck 4WD LOCK aktiviert werden. Hier wird die Antriebskraft gleichmäßig auf Vorder- und Hinterachse verteilt.

Eine Berganfahrhilfe verhindert in Steigungen das unbeabsichtigte Zurückrollen des Fahrzeuges und garantiert ein problemloses Anfahren.

Das Fahrwerk mit seiner grundsätzlich komfortablen Auslegung passt sehr gut zum Charakter des SUV. Das Wort „Sport“ in „SportsUtilityVehicle“ kommt aber beim Outlander bei weitem nicht so zum Tragen wie es etwa im BMW X3 der Fall ist.

Die bei Mitsubishi mit MASC abgekürzte elektronische Fahrstabiltitätsregelung bremst einen inschnell durchfahrenen engen Kurven spürbar ein und wenn auch das Gefühl in Verbindung mit der angenehm präzisen Lenkung nicht ungenau ist, so legt er sich doch wortwörtlich ordentlich ins Zeug.

Mit zwei Motorvarianten hält sich das Angebot zunächst in Grenzen, wird aber schon im Sommer 2013 um einen innovativen Plug-in-Hybrid ergänzt. Bestehend aus einem Elektromotor und einem Benzinaggregat ist die Version stets an einen Allradantrieb gekoppelt.

Bei dem rundum neu konzipierten Zweiliter-Ottomotor sowie dem modifizierten 2,2-Liter Diesel kann der Kunde dagegen zwischen 2 WD bzw. 4 WD auswählen.

Die Leistung beträgt stets 110 kW (150 PS). Während sich der Verbrennungsmotor jedoch mit einem Drehmoment von 195 Nm begnügen muss, schöpft der Diesel aus maximal 380 Nm die zudem schon ab 1.750 Touren voll zur Verfügung stehen. Die ausschließlich für den 2.2 DI-D 4WD zur Wahl stehende 6-Gang-Automatik geht mit einem minimal geringeren Drehmoment (360 Newtonmeter) an den Start.

Bei der Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 benötigt diese Variante gute 1 ½ Sekunden länger als der handgeschaltete, ebenfalls allradangetriebene Diesel der die 100 km/h nach 10,3 Sekunden passiert. Die Höchstgeschwindigkeit differiert mit 190 zu 200 Stundenkilometer nur minimal.

Überraschend sind auch die vom Hersteller angegebenen Werte bezüglich des Verbrauchs. So unterliegt die Automatikversion mit 5,8 Litern nur gering den 5,4 Litern aufhundert Kilometer.

Um das volle Sparpotential auszuschöpfen, kann bei den Handschaltern die serienmäßige ECO Mode-Funktion aktiviert werden. Nicht nur die Motorcharakteristik, sondern auch das Allradsystem sowie die Klimatisierung werden dann in den Energiesparmodus versetzt.
Das Kapitel Getriebe umfasst zwei stets anstandslos arbeitende Schaltgetriebe, die je nach Aggregat im Benziner über fünf und beim Diesel über sechs Gänge verfügt.

Während man beim Selbstzünder in allen Varianten die Wahl hat auf eine Sechs-Stufen-Automatik zurückzugreifen, ist der allradangetriebene Benziner von vorne herein mit dem stufenlosen CVT-Getriebe ausgestattet.

Frontairbags und Seiten- sowie Kopf-/Schulter-Airbags wurden im neuen Outlander um einen Fahrer-Knieairbag ergänzt. Abgerundet wird das Sicherheits-Paket serienmäßig um Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer vorne, ISOFIX-Kindersitzverankerungen, die elektronische Fahrstabilitätsregelung MASC und MATC sowie das Bremssystem inklusive den Zusatzfunktionen ABS, elektronischer Bremskraftverteilung und Bremsassistent.

Erstmals wird dem neuen SUV auch eine adaptive Geschwindigkeitsregelung „Adaptive Cruise Control“ sowie das Auffahrwarnsystem „Forward Collision Mitigation“ oder ein Spurhalteassistent „Lane Departure Warning“ zur Seite gestellt.

Diese Assistenzsysteme können jedoch nur in Form eines 1.900,- Euro teuren Paketes und ausschließlich für den 2.2 DI-D 4WD Instyle mitAutomatik-Getriebe geordert werden.
Doch Mitsubishi baut noch einige weitere Beschränkungen in seine Preis- und Ausstattungsgestaltung mit ein.

So ist die höchste Ausstattungslinie (39.890,- Euro) wie aber auch der Intense nur in Verbindung mit dem allradangetriebenen Diesel (36.190,- Euro) erhältlich. Und da die Basis Inform einzig dem frontangetriebenen Benziner vorbehalten ist, steht ausschließlich die Invite-Ausstattung beiden Motorisierungen zur Auswahl.

Während der 2.0 MIVEC 2WD so ausgestattet bei 27.840,- Euro startet, verlangt die 4WD-Variante gekoppelt an ein 6-Stufen-CVT-Getriebe einen Aufpreis von 3.800,- Euro. Mit 30.690,- Euro veranschlagt Mitsubishi dagegen die frontangetriebene Dieselversion. Wer nicht auf den Allradantrieb verzichten möchte, muss mit 32.690,- Euro rechnen.

Während bereits das Einstiegsmodell mit einigem aufwarten kann, wie beispielsweise einer Klimaautomatik, einem Multi-Funktions-Lenkrad oder einer Tempoautomatik inkl. Geschwindigkeitsbegrenzer beinhaltet die nächst höhere Stufe Privacy Glass, Parksensoren, Tagfahrlicht, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung und eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik.

Ab Invite ist der Outlander nicht nur mit Xenon-Scheinwerfern, einer Rückfahrkamera sowie einer dritten Sitzreihe bestückt, auch der Zugang gelingt dank Smart-Key-System schlüssellos, die Heckklappe öffnet/schließt elektrisch und das Rockford Fosgate Premium Audio-System beschallt die Insassen mittollem Sound.

Mit dem Mitsubishi Multi Communcation System inklusive 7″-Farbdisplay und SD-Navigationssystem, einem Panoramadach sowie in Leder gehüllten Sitze stellt die Version Instyle zurecht das Topmodell dar.

Stand: Januar 2013; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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