// / Mit dem Living wird der 500L zum Mini-Van.

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Mit dem Living wird der 500L zum Mini-Van.

Das L in der Modellbezeichnung Fiat 500L steht bereits für Large, der jüngste Spross „Living“ erweitert dabei nicht nur die Modellfamilie, sondern zeichnet sich zudem durch das Prädikat „familienfreundlich“ aus. Noch funktionaler und mit deutlich üppigerem Raumangebot, besteht beim 500L Living außerdem die Option, das Fahrzeug mit bis zu sieben Sitzplätzen auszustatten. Womit der Italiener zu einer der kompaktesten 7-Sitzer im Segment wird. Ob das Innenraumkonzept schlussendlich hält, was Fiat verspricht, haben wir für Sie herausgefunden.

Der deutliche Längenzuwachs nimmt dem Living natürlich etwas die kompakten Proportion, dennoch haben die Designer versucht, den üppigen Anhang nicht wie einen Fremdkörper wirken zu lassen. So fügt sich das Heck im Grunde harmonisch in das Gesamtbild ein und trägt eindeutig die Charakter- und Designzüge des 500L.

Wenn auch dem Raum und der Flexibilität geschuldet, so verzichtet auch die „familientaugliche“ Variante nicht auf die von der 500er-Familie bekannten Personalisierungsmöglichkeiten.

Acht Karosseriefarben, elf Bicolore-Lackierungen wahlweise mit einem weißen oder schwarzen Dach wie auch die zwölf unterschiedlichen Raddesigns lassen auch den 500L Living absolut peppig und individuell dastehen.

Und auch im Innenraum bietet Fiat dem Kunden eine große Auswahl an Farbkombinationen, so kann in der Ausstattungsvariante Pop-Star zwischen den Varianten Schwarz/Rot und Grau/Schwarz und beim Niveau Lounge aus den Kombinationen Grau/Grau und Grau/Beige gewählt werden.

Auf Wunsch kann der Kunde auch auf inLeder gehüllten Sitzen Platz nehmen, hier stehen die Farben Nerz Grau oder Koala Beige im Angebot.

Doch was den „Living“ vor allen Dingen von seinen Schwestermodellen 500L und 500L Trekking unterscheidet ist das Raumangebot. Und darauf möchten wir nun unseren Fokus lenken.

Während der Käuferschicht schon die hohe Sitzposition auf den vorderen Plätzen zusagen sollte, so ist die üppige Beinfreiheit, die uns im Fond erwartet, absolut überzeugend. Sind die Sitze der asymmetrisch geteilten Rücksitzbank in der hinteren Einstellung, reisen wir selbst als Großgewachsener wie in einer Chauffeur-Limousine. Doch selbst bei ganz nach vorn gerückter Sitzbank können wir noch problemlos sitzen, ein Herunterklappen des praktischen Tisches aus der Rückenlehne ist dann ebenfalls möglich.

Um die Kopffreiheit ist es leider nicht mehr so großzügig bestellt, gerade das elektrische Panorama-Glasschiebedach Sky-Dome schränkt besagte spürbar ein. Letztlich können wir aber mit einer Körpergröße von 1,85 Metern auch noch aufrecht sitzen.

Serienmäßig als Fünfsitzer ausgeliefert, ist der Living optional auch mit sieben Sitzen erhältlich. Wenn auch von den Italienern als kompaktester Siebensitzer beworben, ist er schlussendlich aber viel eher ein 5+2 Sitzer, da auf den beiden zusätzlichen Plätzen in der dritten Reihe nur Kinder verweilen können, denn für Erwachsene steht einfach kein Beinraum zur Verfügung, und das selbst wenn die mittlere Sitzreihe in vorderster Position arretiert wurde.

Der Einstieg zu den Sitzen im Kofferraum gelingt uns allerdings ohne große Mühe und Verrenkungen, da sich das mittlere Gestühldank Fold&Tumble-Funktion mit nur einem Handgriff spielerisch zusammenklappen lässt. Ebenso einfach kann die dritte Sitzreihe aus- bzw. wieder eingeklappt werden. Clever gelöst hat Fiat die Frage „wohin mit der Gepäckraumabdeckung?“. Denn diese lässt sich auch bei Nutzung aller sieben Sitzplätze problemlos zwischen den Rücksitzlehnen der dritten Reihe und der Kofferraumklappe befestigen.

Je nach Sitzkonfiguration und -nutzung fasst das Gepäckabteil in der siebensitzigen Living-Variante 168 bis maximal 1.590 Liter. Beim Fünfsitzer variiert der Stauraum von 560 bzw. 638 Liter – je nach Einstellung der längsverschiebbaren Fond-Sitzbank – und fasst maximal großzügige 1.704 Liter.

Gegenstände bis zu einer Länge von 2,60 Metern lassen sich im Fiat 500L Living ebenfalls transportieren, hierzu muss einfach die Lehne des Beifahrersitzes umgelegt werden. Die Variabilität perfekt macht der in zwei Höhen verstellbare Ladeboden, der nicht nur eine Unterteilung des Gepäckraumes ermöglicht, sondern auch einen nahezu ebenen Ladeboden schafft.

Fixieren lassen sich Einkaufstaschen oder Gepäckstücke sowohl mittels Verzurrösen oder in den vorhanden Staufächern.

Das Fahrwerk des Living wurde rein in Bezug auf die angewachsene Karosserie sowie der möglichen höheren Zuladung von bis zu 640 Kilogramm modifiziert und kann dementsprechend auch in dieser Karosserievariante mit einem ausgewogenen Fahrwerkskomfort aufwarten.

Die von Fiat mittlerweile bekannte elektrisch unterstützte Servolenkung Dualdrive darf natürlich auch hier nicht fehlen und ermöglicht dem Fahrer mittels aktiviertem City-Modus ein nochleichtgängigeres Handling.

Wenn sich die Dachsäulen auch nicht unbedingt von ihrer „schmalen“ Seite zeigen, so ist das Heck aber dennoch gut abzuschätzen. Nichts desto trotz erleichtern die Parksensoren hinten sowie die Rückfahrkamera natürlich das Manövrieren in enge Parklücken. Warum sich die Verantwortlichen jedoch dazu entschieden haben, die Topausstattung sowohl mit den Parksensoren als auch der Kamera serienmäßig zu bestücken und der Variante Pop-Star diese Hilfen nur gegen Aufpreis von 300,- und 350,- Euro zur Wahl zu stellen, will uns nicht recht einleuchten.

Zu Beginn stehen dem 500L Living vier Motoren zur Seite, die allesamt über eine verbrauchsreduzierende Start&Stopp-Automatik verfügen.

Der Zweizylinder-Turbobenziner TwinAir mit 77 kW / 105 PS stellt den einzigsten Ottomotor im Portfolio dar. Mit einem kombinierten Verbrauch von lediglich 4,8 Litern auf 100 km sowie einem CO2-Wert von nur 112 g/km erfüllt der Motor aber nicht nur die Emissionsnorm Euro 6, sondern gibt sich effizient wie ein Diesel.

Dieser geht mit einer Leistung von 62 kW (85 PS) und in Form des 1.3 16V MultiJet an den Start. Laut Hersteller kommt der Turbodiesel mit durchschnittlich vier Litern aus und erfüllt dabei die Abgasnorm Euro 5+ , mit 105 g/km Emissions-Ausstoß kann der Living in seinem Segment Maßstäbe setzen.

Der 1.6 16V MultiJet ist sogar in zwei Leistungsstufen erhältlich und steht dem Käufer entweder in der 105 oder 120 PS-Version zur Wahl. Der kleinere der Beiden erreicht einen Durchschnittsverbrauch von 4,5 Litern sowie einen CO2-Ausstoß von 117 Gramm pro Kilometer. Mit 4,6 Litern pro 100 Kilometer undeinem CO2-Ausstoß von 120 Gramm pro Kilometer soll der stärkere Diesel aber nur minimal darüber liegen.

Mit einem maximalen Drehmoment von 320 Newtonmetern schafft dieser den Sprint zwischen 10,9 (Fünf-Sitzer) und 11,1 Sekunden (Sieben-Sitzer) auch spürbar schneller als die anderen Fiat 500L Living. Die Höchstgeschwindigkeit beläuft sich hier auf überraschende 192 km/h, somit sprintet diese Variante fast 30 Stundenkilometer schneller als der schwächste Motor im Portfolio, der 1.3 16V.

Während die anderen Motorvarianten dabei stets an eine Sechsgang-Handschaltung gekoppelt sind, ist der kleinste Turbodiesel mit einem Dualogic-Automatikgetriebe versehen.

Die gesamte Fiat 500 L Baureihe ist serienmäßig mit einem Fahrer- und Beifahrerairbag, sowie zwei Seitenairbags und durchgehenden Windowbags bestückt. Das Paket ist auf Wunsch um einen Knieairbag für den Fahrer erweiterbar.

Wiederum zum Serienumfang zählt das elektronische Fahrstabilitätsprogramm (ESP), die integrierte Antriebsschlupfregelung (ASR) und die Motorschleppmomentregelung (MSR). Über eine Berg-Anfahrhilfe (Hill Holder) verfügt der Fiat ebenfalls.

Nicht fehlen dürfen heut zu tage natürlich Dreipunkt-Sicherheitsgurte auf allen Sitzplätzen, vorn zudem mit Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer. Im Living außerdem enthalten: ein Anti-Schleudertrauma-System an den Kopfstützen der Vordersitze sowie Isofix-Verankerungen an den äußeren Sitzen der zweiten Reihe.

Wenn auch aufpreispflichtig, so aber innovativ, der wählbare City-Notbremsassistent inklusive automatischer Notfallbremse und LSCM, die eine Kollision verhindern oder zumindest denAufprall mindern können.

Während dem 500L vier Ausstattungsniveaus zur Wahl stehen, wurde das Angebot beim 500L Living auf die beiden sehr gut bestückten Varianten Pop-Star und Lounge reduziert. So startet der Fiat 500L Living Fünfsitzer erst bei 19.750,- Euro, kann dann aber bereits mit reichlich Ausstattung aufwarten.

Sei es eine Klimaanlage, die Geschwindigkeitsregelanlage, das höhen- und längsverstellbare Lederlenkrad und -schaltknauf, eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung oder elektrische Fensterheber.

Diese sind ebenso im Preis enthalten, wie die elektrisch verstell- und beheizbaren Außenspiegel, Chromapplikationen und 16-Zoll-Leichtmetallräder oder aber das tolle Multimediasystem Uconnect inklusive Fünf-Zoll-Touchscreen. Das System ermöglicht nicht nur die Steuerung und Kopplung von externen Mediaplayern oder Telefonen, es fungiert auch als Freisprecheinrichtung oder liest sogar erhaltene SMS vor.

Der Living Lounge – je nach Motorisierung zwischen 20.850,- und 22.850,- Euro teuer – kann sogar eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, den Regensensor inklusive automatischer Fahrlichtschaltung, elektrische Fensterheber hinten, eine Rückfahrkamera und Parksensoren hinten sowie Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht-Funktion und getönte Fond-Scheiben sein eigen nennen.

Für welche Variante Sie sich schlussendlich auch entscheiden, die Aufrüstung von fünf auf sieben Sitze preist Fiat stets mit 800,- Euro an. Weitere Aufpreise werden für die unterschiedlichen Style-Pakete oder einzelne Extras wie der beheizbaren Frontscheibe, einem höhenverstellbaren Beifahrersitz oder aber dem Panorama-GlasschiebedachSky-Dome fällig.
Einzigartige Highlights stellen aber zweifelsohne die vom Soundspezialist BEATS AUDIO entwickelte Premium-Audioanlage und die in Zusammenarbeit mit Lavazza entstandene Espresso-Maschine dar.

Stand: September 2013; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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