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Mercedes-Benz V-Klasse

Die Kampfansage an den VW-Bus ist klar, und mit dem, was die Schwaben da auf die Räder gestellt haben, wird ihnen das auch absolut gelingen. Wo der Wolfsbürger mit schlichtem Charme und reiner Zweckmäßigkeit auftritt, brennt der Mercedes ein wahres Feuerwerk an Designhighlights, hochwertigsten Materialien auf Wunsch mit unendlich viel feinstem Leder, zahllosen elektronischen Helferlein vom Abstand haltenden Tempomat über einen Seitenwind- und Spurhalteassistenten bis hin zum Seitenneigungs-Unterdrücker. Drei Motoren stehen derzeit zur Wahl, wobei im Moment zumindest die Sechszylinder komplett wegfallen. Neben dem Einsteiger V200 sind der V220 CDI und der V250 CDI im Angebot, die wir beide für Sie gefahren sind.

Es gab mal eine Zeit, da nannte man diese Gattung Fahrzeug schlicht Lieferwagen, die neue V-Klasse ist davon meilenweit entfernt, und das war im Hause Mercedes volle Absicht. So lassen sich auch an allen Ecken Ähnlichkeiten zu den „normalen“ Limousinen aus Stuttgart erkennen, und die V-Klasse ist ganz klar der Mercedes unter den Großraumlimousinen.
Das größte Mitglied der Stuttgarter Personenwagen setzt in Sachen Design in seiner Klasse neue Maßstäbe, ohne dabei die praktischen Seiten und die Flexibilität außer Acht zu lassen. Dynamik gepaart mit einer gehörigen Portion Eleganz sollen all jene Kunden zum Stern locken, die zwar viel Platz benötigen (ob für bis zu acht Personen oder jeder Menge Gepäck bis hin zur umfangreichen Sportausrüstung) und trotzdem nicht auf Stil und Komfort, aber auch Sportlichkeit verzichten wollen.

So sorgt schon allein die Front mit dem großen Stern im mächtigen Kühlergrill für einen auffälligen Auftritt, tief senkt sich die Frontschürze auf den Asphalt und beginnt den Schwung, mit dem sich die Seitenlinie nach hinten aufschwingt. Große Fensterflächen, eine fast unsichtbar integrierte Führungsschiene für die hinteren seitlichen Schiebetüren, markante Sicken und dynamisch gezeichnete Außenspiegel, eine Dachreling und hinten abgedunkelte Scheiben schaffen ein gelungenes Gesamtbild, das geschickt die wahre Größe der V-Klasse verbirgt.

Und mit drei Fahrzeuglängen von 4.895 (kompakt) über 5.140 (lang) bis 5.370 Metern bei zwei Radständen von 3.200 bis 3.430 Millimetern hat die V-Klasse ganz schön was zu bieten. Je nach Ausstattung füllen bis zu 225/55er 17 Zoll große Rad-Riefenkombinationen die Radhäuser gut aus.

Unterschiede am Heck sind ebenfalls der Ausstattung geschuldet. So kann der Avantgarde mit einem größeren Heckfenster mit abschließender Chromleiste glänzen, das zudem separat geöffnet werden kann und auf Höhe einer einfach zu montierenden und auch wieder zu entfernenden Laderaumunterteilung endet.

Womit wir auch schon mitten drin im praktischen Teil des Innenlebens der neuen V-Klasse wären. Neben dem Nutzen einer zweiten Ladeebene kann damit vor allem in engen Parklücken auf das Öffnen der großen Heckklappe verzichtet werden.

Die im AVANTGARDE bereits serienmäßige Laderaumunterteilung ist mit unempfindlichem Dilourteppich überzogen und verfügt über zwei Vertiefungen, in denen sich jeweils ein herausnehmbarer zusammenklappbarer Einkaufskorb befindet. Die rund 18 Kilogramm leichte Laderaumunterteilung ist bis zu 50 Kilogramm belastbar. Auf Wunsch ist die Heckklappe auch als EASY-PACK komfortabel elektrisch zu öffnen und schließen sowie in jeder Position anzuhalten. Um die Gefahr von Beschädigungen zu verringern verfügt sie über eine automatische Hinderniserkennung und individuelle Öffnungsbegrenzung.

Und was man da nicht alles rein bekommt. Je nach gewählter Bestuhlung reicht das Ladevolumen von 1.030 Liter inkl. Fondsitze bis hin zu gigantischen 4.630 Liter ohne Fondsitze – das alles bei der Version mit 3.200 mm Radstand und einer Gesamtlänge von 5.140 mm. Da kann die maximale Zuladung von 655 bis 905 kg schnell mal ausgereizt sein.
Allein mit den unzähligen Möglichkeiten zur individuellen Bestuhlung ließe sich ein ganzer Artikel füllen, wir wollen an dieser Stelle in aller gebotenen Kürze versuchen, die enorme Flexibilität aufzuzeigen. Die Bestuhlung im Fond erlaubt Konfigurationsmöglichkeiten für fast jeden Bedarf. Serienmäßig ist die Großraumlimousine mit vier Komfort-Einzelsitzen mit Armlehnen in zwei Sitzreihen ausgestattet. Sie lassen sich intuitiv nach vorn klappen und erlauben einen schnellen und einfachen Einstieg nach hinten. Auf Wunsch kannzwischen den Einzelsitzen ein klappbarer Tisch montiert werden – mit zwei 34 x 43 Zentimeter großen und kratzunempfindlichen Tischplatten sowie zwei Cupholdern.

Alternativ zu den Einzelsitzen stehen für die erste Reihe eine Zweiersitzbank mit zweiteiliger, einzeln umklappbarer Rückenlehne sowie eine Dreiersitzbank mit zweiteiligem Sitzkissen und dreiteiliger Rückenlehne zur Verfügung. Der äußere rechte Sitz der Dreierbank lässt sich nach vorn umklappen oder separat ausbauen, und die gesamte Bank ist umklappbar, um Platz für großes Gepäck zu schaffen. Diese Bank ist auf Wunsch auch für die zweite Sitzreihe erhältlich. Wenn man die V-Klasse mit diesen drei Sitzen in einer Reihe ordert, dann stört die Kopfstütze des Mittelsitzes aber ganz gewaltig die Sicht nach hinten, da kann sich ein ganzer Omnibus dahinter verstecken.

Wer eine Übernachtungsmöglichkeit in der V-Klasse haben möchte, kann die hintere Reihe auch mit einer Dreiersitzbank als Komfortliege ausstatten. Sie verfügt über eine einteilige Rückenlehne, die sich nach hinten klappen lässt, um eine Liegefläche von 2,03 x 1,35 Meter oder 1,93 x 1,35 Meter (je nach Aufbaulänge der V-Klasse) zu schaffen. Unter der Komfortliege, die sich auch als zweite Ladeebene nutzen lässt, befinden sich Schubladen. Alle anderen Sitzbänke sind ebenfalls unterladefähig.

In den weiter optimierten Sitzschienen mit Schnellverriegelung können Sitze und Bänke ohne großen Kraftaufwand vor- und zurückgeschoben und als Vis-à-vis-Bestuhlung platziert werden. Darüber hinaus sind sie alle herausnehmbar, sodass jederzeit eine bedarfsgerechte Ladefläche geschaffen werden kann.

Wenn man das so liest, könnte man meinen, die V-Klasse wäre doch ein Lieferwagen, doch allein schon die Anmutung der Materialien, in der Basis und erst Recht im AVANTGARDE lassen keinen Zweifel am absoluten Komfortanspruch aufkommen, von der schicken Ambientebeleuchtung ganz zu schwiegen, sie ist dimmbar und kann von weiß auf eisblau und bernsteinfarben verändert werden, beim Öffnen der Tür wird sie sofort aktiviert und sorgt so für einen gewissen Welcom-Home-Effekt.

Und das findet in der erste Reihe seine Vollendung. Nicht nur, dass das Design absolutes PKW-Niveau besitzt, die Materialien vor allem in der Ausstattung AVANTGARDE sind über jeden Zweifel erhaben. Und das gilt natürlich auch für die Sitze in der ersten Reihe. Komfort und intuitive Bedienung standen im Vordergrund der Entwicklung, außerdem wurde der Seitenhalt optimiert. Erstmals in diesem Segment ist für Fahrer und Beifahrer eine elektrische 4-Wege-Lordosenstütze erhältlich. Auf Wunsch auch die gesamte Sitzverstellung vorne. Die löst dann auch den eher negativen Umstand, dass trotz der üppigen Fahrzeuggröße, eine gewisse Enge bei der manuellen Lehnenverstellung besteht.

Für Fahrer und Beifahrer werden zudem auch drehbare Sitze verfügbar sein, die auch höhenverstellbar sind. Für einen bequemen Ein- und Ausstieg lassen sie sich um 50 Grad nach außen drehen und für den Zugang zum Fahrgastraum oder die Kommunikation mit den Fondpassagieren um 180 Grad nach innen. Ein weiteres Highlight ist die aktive Sitzbelüftung mit reversierenden Lüftern für Fahrer und Beifahrer, da braucht man fast nicht mehr erwähnen, dass es natürlich auch eine Sitzheizung gibt.

Wenn sie sich die Bilder vom Innenraum ansehen braucht es fast keine Worte mehr. Ein schicker Materialmix am geschwungenen Cockpit, auf Wunsch mit reichlich Leder bzw. Lederoptik und edlen Ziernähten sogar an der oberen Armaturenbrettabdeckung. Dazu Holz- und Aluapplikationen, Klavierlack oder anthrazitfarbene Wellenoptik sowie ein großer, freistehender Monitor, das Zentraldisplay. In der Basis 17,8-Zentimeter groß mit Rahmen in Hochglanz schwarz. Als Sonderausstattung ist ein vollverglastes 21,3-Zentimeter-Display mit gebondetem Glas und einem Rahmen in Silvershadow galvanisiert erhältlich.

Und nicht zu vergessen die neue Bedieneinheit darunter. Die aus Mercedes-Benz Pkw bekannte zentrale Bedieneinheit mit Controller (Dreh-Drück-Steller) und erstmals einem multifunktionalen Touchpad. Größe, Design und Ergonomie wurden speziell auf die V-Klasse angepasst. Harmonisch fügt sie sich in die Dynamik der Instrumententafel ein und unterstreicht damit zusätzlich die sportliche Form und Leichtigkeit des Cockpits.

Alle Telematik-Funktionen können intuitiv über Gesten oder per Handschrift gesteuert werden. Die Multitouch-Sensorik erkennt 1- und2-Finger-Gesten, wie Scrollen, Wischen oder Zoomen, Fingerspreizen und Fingerzusammenziehen. Das von Mercedes-Benz neu entwickelte Touchpad ist ab der Ausstattung mit Audio 20 CD oder COMAND Online erhältlich.

Die neueste Generation von COMAND Online verfügt über eine schnelle 80-Gigabyte-Festplatten-Navigation, DVD-Laufwerk, Internetzugang und zahlreiche Zusatzfunktionen. Sie zeichnet sich aus durch eine verbesserte fotorealistische Kartendarstellung, die Übertragung von Verkehrsdaten in Echtzeit, nützliche Apps sowie ein zusätzliches Bluetooth® Profil, um beispielsweise per iPhone® auf das Internet zuzugreifen.

Das optionale Burmester® Surround-Soundsystem bietet Musikliebhabern ein akustisches Erlebnis, das nicht nur im Segment der Großraumlimousinen seinesgleichen sucht. Das optimal auf das Fahrzeug abgestimmte Soundsystem sorgt mit 16 Hochleistungslautsprechern inklusive einer Bassreflexbox und einem 10-Kanal-DSP-Verstärker mit einer Ausgangsleistung von insgesamt 640 Watt für erstklassigen „Wohlfühlklang“. Die Surround-Funktion generiert auf Wunsch einen virtuellen Rundumklang.

Gut ablesbar präsentieren sich schließlich die großen Rundinstrumente vor dem kleinen Multifunktions-Lederlenkrad. Leider sind die Glasabdeckungen von Tacho und Drehzahlmesser nicht ganz frei von störenden Spiegelungen/Lichtreflexen.

Und noch ein Highlight lässt sich bei der Klimatisierung entdecken, zumindest bei der optionalen Thermatronic. Nicht nur dass hier – für die Fahrer- und Beifahrerseite getrennt – verschiedene Modi angeboten werden und Sensoren die Sonneneinstrahlung erfassen und entsprechend reagieren, gibt es auch einen Beschlagsensor und wenn Sie in einen Tunnel fahren, wird – GPS gesteuert – automatisch auf Umluft geschaltet. Die Thermatronic ist als Front- und Heckklimaautomatik für drei Raumzonen ausgeführt.

Schon die hochwertige Innenausstattung der neuen V-Klasse sorgt mit für einen sehr großen Fahrkomfort, der durch die zahlreichen Assistenzsysteme, die wir diesmal im Punkt Sicherheit zusammengefasst haben, zusätzlich erhöht wird. Aber auch die niedrige Geräuschentwicklung trägt maßgeblich zum guten Gesamtkomfort bei.

Der geringe Luftwiderstand mit einem cw-Wert von 0,31 ist das Ergebnis intensiver Detailarbeit an der Fahrzeuggrundform über großflächige Unterbodenverkleidung bis hin zu aerodynamisch optimierten Radhäusern und Außenspiegeln. Damit wurden nicht nur die Windgeräusche verringert sondern auch dafür gesorgt, dass Scheiben und Außenspiegel auch bei schlechtem Wetter weitestgehend schmutzfrei bleiben. Neben den Geräuschen wurden aber auch die Schwingungen reduziert, man spricht von NVH – Noise Vibration Harshness (Geräusch, Vibration, Rauheit). So konnte der Innengeräuschpegel gegenüber dem Vorgängermodell fast halbiert werden.

Im Vergleich zum Vorgängermodell verfügt die neue V-Klasse über ein komplett überarbeitetes und rund 20 Millimeter tiefer gelegtes Fahrwerk. Dadurch fährt sie sich wie ein Pkw. Die V-Klasse AVANTGARDE verfügt serienmäßig über das AGILITY CONTROL Fahrwerk mit frequenzabhängiger variabler Dämpfung. Es vereint Agilität und Fahrkomfort, indem es durch ständiges Abtasten des Untergrunds das Abrollverhalten und die Dämpfungswirkung entsprechend der Fahrbahnbeschaffenheit optimiert. Bei normaler Fahrweise und geringer Anregung der Stoßdämpfer verringern sich automatisch die Dämpferkräfte, was den Abrollkomfort erhöht – ohne Einbußen bei der Fahrsicherheit. Werden die Stoßdämpfer stärker angeregt, beispielsweise bei dynamischer Kurvenfahrt oder bei Ausweichmanövern, wird automatisch die maximale Dämpfkraft aktiviert und der Fahrer wirkungsvoll bei der Stabilisierung des Fahrzeugs unterstützt.

Die neue V-Klasse ist serienmäßig mit einer geschwindigkeitsabhängigen elektromechanischen Servolenkung ausgestattet. Der so genannte aktive Lenkungsrücklauf stellt nach erfolgter Kurvenfahrt das Lenkrad automatisch wieder in die Mitte zurück. Beim Rangieren und bei langsamer Fahrt mobilisiert die Lenkung ein Maximum an Lenkunterstützung und nimmt diese mit steigender Geschwindigkeit langsam wieder zurück. Das sorgt, je nach Bedarf, für spielend leichte Bedienung beim Rangieren und für ein sicheres Fahrgefühl bei höherem Tempo.

Mit serienmäßigem Antiblockiersystem, Scheibenbremsen vorn und hinten, Antriebsschlupfregelung, Bremsassistent BAS und dem ebenfalls serienmäßigen ADAPTIVE ESP® der jüngsten Generation ist dieV-Klasse auch hinsichtlich der Fahrsicherheitssysteme vorbildlich. Das ADAPTIVE ESP® wurde um wichtige Funktionen wie Brake Disc Wipe (streift regelmäßig den Wasserfilm von den Bremsscheiben) und Electronic Brake Prefill (legt bei einem plötzlichen und schnellen Loslassen des Gaspedals automatisch die Bremsbeläge leicht an, um das Luftspiel zwischen Bremsbelag und -scheibe vorab zu verringern) erweitert.
Die Zeit der Sechszylinder ist zumindest vorerst in der V-Klasse vorbei. So gehen drei 2,1-Liter Vierzylinder-Dieselmotoren mit 100 kW (136 PS), 120 kW (163 PS) und 140 kW (190 PS) an den Start. Und sie bieten ausreichend Leistung bei geringem Verbrauch.

So kann der 136 PS Motor mit seinen 330 Nm Drehmoment nicht nur einen Sprint von Null auf 100 in 12,8 Sekunden und eine Topspeed von 181 km/h sondern dabei auch einen günstigen Verbrauch von 6,1 Litern auf 100 km bieten (alle Werte mit Automatik). Der V220 CDI mit 163 PS und 380 Nm Drehmoment sorgt schon für eine Topspeed von 195 km/h und geht nach 10,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, sein Mixverbrauch liegt bei 5,7 Litern.

Fast schon sportwagenreife 9,1 Sekunden legt der V250 BLUETEC für den Sprint auf Tempo 100 hin, der mit seinem Drehmoment von 440 Nm nicht nur für stets optimalen Vortrieb sorgt und ggf. bis zu 206 km/h schnell wird, er begnügt sich im Mix mit 6,0 Litern Diesel auf 100 km und erreicht damit Fahrwerte wie zuvor der 3-Liter V6-Diesel. In den Beschleunigungsphasen steht eine zusätzliche Leistung von 10 kW und 40 Newtonmetern zur Verfügung („Overtorque“). Dadurch entwickelt das Spitzenmodell 150 kW und ein maximales Drehmoment von satten 480 Newtonmetern.

Gekoppelt an die 7G TRONIC kann er zudem einen hervorragenden Fahr- und Schaltkomfort an den Tag legen. Der V220 CDI mit dieser Kombination vollführt das Ganze ebenfalls sehr zufriedenstellend, im direkten Vergleich aber doch spür härter und ruppiger als der V250.
Zur Steigerung des persönlichen Fahrvergnügens bietet die V-Klasse in Verbindung mit dem Automatikgetriebe als einziges Fahrzeug im Segment den AGILITY SELECT Schalter an. Der Fahrer kann auf Knopfdruck zwischen vier Fahrprogrammen wählen: ökonomisch, komfortabel, sportlich und manuell. Das Ansprechverhalten von Motor, Fahrpedal und Getriebe wird entsprechend angepasst.

Die beim Automatikgetriebe 7G-TRONIC PLUS serienmäßige ECO Start-Stopp-Funktion arbeitet mit starterunterstütztem Direktstart. Beim Abstellen des Motors wird die Winkelstellung der Kurbelwelle durch einen neuartigen Kurbelwellensensor erfasst, sodass das Motorsteuergerät weiß, in welcher Position sich die einzelnen Kolben befinden. Damit kann es zum Wiederstart den Zylinder zuerst zünden, der sich in der dafür am besten geeigneten Position befindet. So wird ein unmittelbares Anspringen des Motors sichergestellt. Die ECO Start-Stopp-Funktion ist Bestandteil des BlueEFFICIENCY-Pakets, das bei allen Versionen mit dem Automatikgetriebe 7G-TRONIC PLUS zum Serienumfang zählt und für die Varianten mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe optional erhältlich ist. Es umfasst außerdem die bedarfsgeregelte Kraftstoffpumpe sowie die vollständige Motorraum- und Unterbodenverkleidung, die dafür sorgt, dass der Fahrtwind verwirbelungsfrei unter der Karosserie durchströmen kann.

Es mutet fast banal an, bei diesem Fahrzeug davon zu reden, dass bereits die Basis-Ausstattung mit Front-Airbags für Fahrer und Beifahrer sowie mit Side- und Windowbags in Reihe eins ausgestattet ist. Optional sind dann Windowbags über alle drei Sitzreihen erhältlich.

Fahrer- und Beifahrersitz sind darüber hinaus mit höhenverstellbarem 3-Punkt-Sicherheitsgurt, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer sowie Gurtwarner und 4-Wege-Kopfstütze ausgestattet. Auch die Rücksitze bieten ein hohes Maß an Sicherheit. Sie verfügen auf allen Plätzen über integrierte 3-Punkt-Sicherheitsgurte mit Gurtkraftbegrenzern und 4-Wege-Kopfstützen.

Doch damit sind wir noch lange nicht am Ende unsere Aufzählung der wenn auch zum Großteil optionalen und somit aufpreispflichtigen Sicherheitselementen. Wir wollen mal versuchen Ihnen ein umfassenden Überblick zu geben, ohne uns zu sehr in ausschweifenden Details zu verlieren.

Die Unfallfrüherkennung ist möglich, weil PRE-SAFE® eine sinnvolle Synergie aus aktiver und passiver Sicherheit bildet: Es ist mit dem Bremsassistenten und dem Elektronischen Stabilitäts-Programm ESP® vernetzt, deren Sensoren potenziell fahrdynamisch kritische Situationen erkennenund dann entsprechende Informationen an die elektronischen Steuergeräte senden.

Außerdem nutzt das System die Informationen der Nahbereichs-Radarsensoren des auf Wunsch lieferbaren Abstandsregeltempomaten DISTRONIC PLUS in Verbindung mit dem COLLISION PREVENTION ASSIST, um im allerletzten Augenblick vor einem unvermeidbaren Unfall die vorderen Gurte straff zu ziehen und so die Belastungen für Fahrer und Beifahrer beim Crash zu vermindern. Die PRE-SAFE® Funktion ist buchstäblich die „Ultima Ratio“ des präventiven Insassenschutzes – rund 200 Millisekunden später passiert der Unfall. Der vorbeugende Insassenschutz wird bei Notbremsungen oder bei hoher Querbeschleunigung aktiv, zum Beispiel bei starkem Unter- oder Übersteuern oder bei schnellen, schreckhaften Lenkbewegungen des Fahrers.

Mercedes hat für das ADAPTIVE ESP® außerdem eine Steuerlogik entwickelt, die den Autofahrer in kritischen Kurvensituationen noch besser unterstützt. Die ebenfalls optionale ESP® Gespannstabilisierung, die bei Ausstattung der V-Klasse mit Anhängerkupplung aktiviert ist, erkennt gefährliche Pendelschwingungen des Anhängers und unterstützt den Fahrer dabei durch gezielte Bremsimpulse.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der V-Klasse in ihrem Segment ist die 360-Grad-Kamera. Sie schaltet sich auf Wunsch beim Einlegen des Rückwärtsgangs automatisch ein. Mit Hilfe von vier vernetzten Nahbereichskameras stellt sie das Fahrzeug im Zentraldisplay aus der Vogelperspektive dar und ermöglicht so einen realistischen Rundumblick beim Parken und Rangieren. Alternativ ist das Park-Paket für die V-Klasse auch in Kombination mit einer Rückfahrkamera erhältlich.

Auf Wunsch wird mit der V-Klasse das Einparken zu einer leichten und entspannten Angelegenheit. Der Aktive Park-Assistent erleichtert sowohl die Parkplatzsuche als auch das Einparken in Längs- und Querparklücken. Auf Wunsch übernimmt er dabei die Lenkung und – in Verbindung mit dem Automatikgetriebe 7G-TRONIC PLUS – auch die Bremsarbeit. Darüber hinaus kann das System auch beim Ausparken aus Längsparklücken mit automatischen Lenk- und bei Automatikgetriebe Bremseingriffen behilflich sein, wenn zuvor automatisch eingeparkt wurde.

Weiter geht es mit dem radarbasierten Totwinkel-Assistenten und dem ATTENTION ASSIST, mit dem beim Fahrer frühzeitig Anzeichen von Übermüdung oder Unachtsamkeit erkannt werden. Und auch einen Seitenwind-Assistenten gibt es. Hat das System über die Sensoren des Elektronischen Stabilitäts-Programms ESP® Regelbedarf diagnostiziert, wird der Fahrer durch einen Bremseneingriff an Vorder- und Hinterrad auf der windzugewandten Seite unterstützt. Dieser Eingriff erzeugt ein Giermoment, das die Auswirkungen des Seitenwindes auf die Großraumlimousine reduziert. Der Seitenwind-Assistent ist ab 80 km/h bei Geradeaus- und leichter Kurvenfahrt aktiv.

Als weitere Neuheit im Segment der Großraumlimousinen bietet die V-Klasse eine radargestützte Kollisionswarnung mit adaptivem Bremsassistenten, die die Gefahr von Auffahrunfällen verringert. Der COLLISION PREVENTION ASSIST verfügt über einen Radarsensor, der hinter dem Frontstoßfänger angebracht ist. Er ist in einem Geschwindigkeitsbereich von 7 km/h bis 200 km/h aktiv. Bei einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h warnt die Sensorik auch vor einem in Fahrtrichtung stehenden Hindernis.

Mit dem Abstandsregeltempomat DISTRONIC PLUS mit COLLISION PREVENTION ASSIST debütiert ein radargestütztes Assistenzsystem, das den Fahrer entlastet und ihm gleichzeitig hilft, Auffahrunfälle zu vermeiden. Das System, das mit dem Tempomathebel aktiviert wird, regelt die Geschwindigkeit bei freier Fahrspur in einem Bereich von 0 bis 200 km/h auf die vom Fahrer vorgewählte Geschwindigkeit. Das automatische Abstandsradar hält sehr schön den Abstand zum Vordermann, bremst auch rechtzeitig und fest genug ab, nur wenn das Fahrzeug dann wieder einschert, lässt sich die Elektronik ein bisschen viel Zeit um wieder auf die ursprüngliche Geschwindigkeit hoch zu beschleunigen.

Ablenkungen, Unachtsamkeit oder Müdigkeit können beispielsweise auf langen Fahrten in den Urlaub zu einem unbemerkten Verlassen der Fahrspur führen. Dies kann der kamerabasierte Spurhalte-Assistent erkennen und den Fahrer der neuen V-Klasse durch gepulste Lenkradvibrationen haptisch warnen. Dafür wertet das System die Bilder einer hinter der Frontscheibe platzierten Kamera aus.

Kommen wir schließlich noch zum Thema Licht, das bei der neuenV-Klasse mit insgesamt 34 LEDs das bewährte Intelligent Light System mit dem Adaptiven Fernlicht-Assistenten verbindet. Die dynamische Leuchtweitenregulierung für die Landstraße verteilt das Abblendlicht so, dass auch der linke Fahrbahnrand gut ausgeleuchtet wird. Hauptaufgabe des Nebellichts ist eine breitere Lichtstreuung und -verteilung zur besseren Ausleuchtung der Randbereiche. Der linke LED-Scheinwerfer schwenkt um acht Grad nach außen und senkt seinen Lichtkegel gleichzeitig nach unten. Die neue Lichtfunktion wird automatisch aktiviert, sobald die Nebelschlussleuchte eingeschaltet ist. Oberhalb von 100 km/h schaltet sich das erweiterte Nebellicht automatisch wieder aus.

Die Aktivierung des neuen Autobahnlichts erfolgt automatisch. Ab 110 km/h bei Geradeausfahrt, spätestens bei 130 km/h verändert sich zusätzlich die Einstellung des fahrbahninneren Scheinwerfers, damit die Fahrbahn bis auf eine Entfernung von rund 120 Metern ausgeleuchtet werden kann.

Das Aktive Kurvenlicht arbeitet sowohl in der Abblend- als auch in der Fernlichtfunktion. Sein elektronisches Steuergerät nutzt aktuelle Informationen über Lenkwinkel, Gierrate und Fahrgeschwindigkeit. Die LED-Module folgen dem Lenkeinschlag des Fahrers und können sekundenschnell um bis zu 15 Grad zur Seite schwenken, wenn er die Großraumlimousine in eine Kurve steuert. Dadurch werden vor allem auch engere Kurven deutlich besser ausgeleuchtet. Bei leuchtenden Hauptscheinwerfern schaltet sich das integrierte Abbiegelicht automatisch zu, wenn der Fahrer den Blinker betätigt oder das Lenkrad einschlägt. Die maximale Geschwindigkeit für die Aktivierung beträgt 40 km/h.

Der Adaptive Fernlicht-Assistent passt die Reichweite der Scheinwerfer automatisch an die Entfernung vorausfahrender oder entgegenkommender Fahrzeuge an. So steht dem Fahrer automatisch eine optimale Verkehrsraumausleuchtung zur Verfügung. Ein weiterer Beitrag von Mercedes-Benz zur Unfallvermeidung ist der Verkehrszeichen-Assistent in der neuen V-Klasse, der in Verbindung mit COMAND Online erhältlich ist. Das System erkennt Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote und kann vor Einfahrverboten warnen.

Mit ihrem sportlichen Charakter und ihrer komfortablen Ausstattung nimmt die neue V-Klasse eine Spitzenposition ein. Bereits die Serienausstattung der Basisausführung V-Klasse fällt reichhaltig aus. Dazu gehören unter anderem das Audio 20 USB mit frei stehendem 7-Zoll-Zentraldisplay, Zierelemente in Klavierlackoptik, 3-Speichen-Multifunktionslenkrad und sportlichem DIRECT SELECT Wählhebel mit Lenkradschaltpaddles bei Automatikgetriebe, in Neigung und Höhe verstellbare Lenksäule, Komfortsitze für Fahrer und Beifahrer mit Thorax-Pelvis-Sidebag, elektrische Feststellbremse und aktiver Feststeller der Fondschiebetür.

Die Ausstattungslinie AVANTGARDE verfügt über weitere serienmäßige Highlights wie beispielsweise Ledersitze, Lederlenkrad, Ambientebeleuchtung, Zierelemente in Holzoptik (auch im Fond), Voll-LED-Scheinwerfer mit Intelligent Light System, separat zu öffnende Heckscheibe mit zweiter Ladeebene, zusätzliche Schiebetür links, Verbundglasscheiben zur weiteren Geräuschoptimierung und AGILITY CONTROL Fahrwerk mit selektivem Dämpfungssystem für noch mehr Agilität und Fahrkomfort.

Zum Marktstart Ende Mai 2014 wird die neue V-Klasse in der langen Version mit 5.140 Millimetern Länge erhältlich sein. Zur Verfügung stehen die Modelle V 200 CDI ab 42.900 Euro, V 220 CDI ab 43.911 Euro und V 250 BlueTEC ab 49.183 Euro. Die kompakte und die extralange Variante folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Als exklusives Modell zum Start kommt die V-Klasse Edition 1. Die Kennzeichen des limitierten 140 kW (190 PS) starken Sondermodells mit Automatikgetriebe 7G-TRONIC PLUS sind unter anderem Sportfahrwerk oder wahlweise AGILITY CONTROL Fahrwerk mit selektivem Dämpfungssystem, 19-Zoll-Leichtmetallräder im 5-Doppelspeichen-Design, Colorverglasung im Fond, Sitze in Leder Nappa maron, die Instrumententafel in Lederoptik mit Ziernaht sowie Zierelemente in Holzoptik Ebenholz dunkelanthrazit. Für höchsten Komfort sorgen die aktive Sitzbelüftung für Fahrer und Beifahrer, die Klimatisierungsautomatik THERMOTRONIC plus separate halbautomatisch geregelte Klimaanlage TEMPMATIC im Fond, COMAND Online, das Burmester® Surround-Soundsystem, elektrische Schiebetüren rechts und links, die elektrische EASY-PACK Heckklappe mit separat zu öffnender Heckscheibe sowie das Park-Paket mit360-Grad-Kamera. Vorbildliche Sicherheit bieten der COLLISION PREVENTION ASSIST, der Spurhalte- und Totwinkel-Assistent sowie das PRE-SAFE® System. Die V-Klasse Edition 1 wird in Deutschland ab 67.378 Euro angeboten.

Stand: Mai 2014; Test: Redaktionsbüro Lind; Fotos: Mercedes-Benz

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