// Fahrbericht / Mazda2 Sport 1.5 MZR

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Mazda2 Sport 1.5 MZR

Schon rein optisch macht der dreitürige Mazda2 seinem Namenszusatz alle Ehre, doch sollte man das auch nicht zu genau nehmen, dann auch wenn er recht straff gefedert ist, im Gesamten ist er ebenso alltagstauglich wie seine fünftürigen Brüder. Nur dass man – besonders auf der Fahrerseite – etwas schlechter auf die Rücksitze kommt, wo man ab 1,80 m Körpergröße zunehmend mit Enge zu kämpfen hat. Der Kofferraum ist soweit okay, die 103 PS Topmotorisierung braucht viel Drehzahl um wirklich flott zu sein, was dem Verbrauch nicht gerade zugute kommt. Die knackige Schaltung und Lenkung sowie die gut ausgeformte Sitze sind sportlich genug.

Der obere Kühlergrill wird immer kleiner bei Mazda, er nimmt gerade so noch das Logo auf. Dafür wird der Lufteinlass darunter immer größer, der Rest der Front ist mit wenigen scharfen Kanten klar gezeichnet.

Geschickt und eigenständig geht der Schwung der langgezogenen Frontscheinwerfer in die Kotflügel über. Flach fügt sich die Frontscheibe an die Motorhaube, das Dach nimmt den Schwung mit nach hinten. Die sanft ansteigende Gürtellinie wird von der deutlich stärker ansteigenden Sicke in der Seite unterstützt, vorne wie hinten laufen die Seitenfenster in Spitzen Formen aus.

Für noch mehr Schwung sorgt die mach hinten ansteigende Schwellerlinie. Markante Rückleuchten lehnen sich an die gebogene Heckscheibe, eine schwarze Blende in der Heckschürze simuliert einen Diffusor und sorgt so für einen kompakt knuffigen Abschluss.

Es geht aber noch besser. Und zwar mit dem optionalen Sport-Optik-Paket, das aber leider nicht an unserem Testfahrzeug verbaut war. Es beinhaltet einemDachheckspoiler, eine Frontschürze und Seitenschwellerverkleidungen und lässt den noch dreitürigen Mazda2 noch schnittiger und kraftvoller dastehen. Für den Preis von 410,- Euro (nur für Impression) ist dieses Paket nur zu empfehlen.

Das Interieur ist übersichtlich, praktisch, aber leider nicht ganz so peppig wie die äußere Hülle erhoffen lässt. Zwar ist die Gestaltung aller Elemente sehr gelungen, geht aber im dunklen einerlei etwas unter. Schade dass sich Mazda nicht zu mehr Farbe und Frische getraut hat, nur die weiße Tachometer-Skala und einige silberne Applikationen können Akzente setzen.

Zahlreiche Ablagen, wie z. B. das sieben Liter große Handschuhfach, ein Getränkehalter zudem zwei 0,5 Liter große Flaschen-Haltevorrichtungen, ein AUX-Anschluss findet man allein im vorderen Abteil, dazu sehr ordentliche Platzverhältnisse.

Ab 1,80 Meter wird es in Reihe zwei doch etwas eng, gleiches gilt für den Ein- und Ausstieg. Die Einstiegshilfe hilft leider nur auf der Beifahrerseite,hier lässt sich mittels Zuglasche der Sitze nach vorn schieben und die Lehne nach vorn klappen. Selbige Vorrichtung ermöglicht beim Fahrersitz allerdings nur ein Vorklappen der Rückenlehne – schade!

Straff gepolstert und mit gutem Seitenhalt bestückt, sind die Sitze in der Beinauflage etwas zu kurz geraten. Eine stufenlose Lehnenjustierung sowie die Möglichkeit den Sitz in Höhe und Länge manuell zu verstellen sorgen schnell für eine optimale Sitzposition, gerne könnte auch das Lenkrad längs- und nicht nur höhenverstellbar sein.

Der Schalthebel ist in die Mittelkonsole integriert und ebenso optimal erreichbar und zu bedienen wie die weiteren Schalter für Klima, Radio usw. Die Handhabung ist absolut problemlos und erklärt sich von selbst.

Mit einem Stauvolumen von 250 Liter bietet der Mazda2 Sport ausreichend Kofferraum für ein Dreitürer. Bei umgeklappter Rückbank (im Verhältnis 60:40) erreichen man leider keine ebene Ladefläche aber immerhin ein Volumen von 787 Liter. Recht hochist dabei die zu überwindende Ladekante.

Dynamisch-knackig wie seine Optik ist der Mazda2 Sport auch in Sachen Fahrwerk und lässt sich problemlos auch mit höherem Tempo durch enge Kurven jagen. Wenn auch frontantriebsbedingt etwas untersteuernd, so aber stets gutmütig, vermittelt er auch bei Nässe ein sehr sicheres Gefühl. Mit einem Wendekreis von 10,40 Meter und einer angenehm leichtgängigen, direkten, elektrischen Servolenkung lässt er sich spielerisch handeln

Nicht jedermanns Geschmack sind die sehr kernigen Motorengeräusche, die gerade bei längeren Autobahnfahrten auch eher störend wirken. Was auch für große Schlaglöcher oder starke Bodenunebenheiten gilt … aber ansonsten bietet er für einen „Sport“ ausreichend Komfort.

Die Bremsanlage, vorn mit innenbelüfteten Bremsscheiben, Vierkanal-ABS inkl. einer elektronischen Bremskraftverteilung (EBD) und einem Bremsassistenten hinterließen auch bei Nässe einen sehr guten Eindruck und sorgten, wenn auch mit einem spürbarenABS-Rubbeln bei einer Vollbremsung für ordentliche Verzögerungswerte. Die Bremse spricht schnell an und ist fein zu dosieren.

Das Motorenprogramm übernimmt der Mazda2 Sport vom Fünftürer.

Vom leistungsstärksten Aggregat, dem 1,5-Liter mit 76 kW / 103 PS hätten wir uns allerdings mehr erwartet. Die 137 Nm maximales Drehmoment stehen ab 4.000 U/min zur Verfügung und wer wirklich spritzig unterwegs sein möchte, muss den Kleinen ständig bei Drehzahllaune halten.

Laut Werksangabe schafft er es in 10,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 188 km/h erreicht.

Bei einer ruhigeren Gangart, er lässt sich problemlos auch mal niedertourig fahren, erreicht man einen Verbrauch von ca. 5,9 Liter. Die CO²-Emissionen liegen dabei um die 140 g/km. Nicht gerade ein Sparwunder und wenn er voll gefordert wird, genehmigt er sich auch gut und gerne zwei Liter mehr.

Das Fünfgang-Schaltgetriebe passt sich dem Gesamt-Charakter sehr gut an, ist knackig kurz geführt unddie Gänge lassen sich mit Leichtigkeit einlegen.

Das Sicherheitspaket umfasst neben dem erwähnten ABS inkl. Bremsassistent, eine serienmäßige Stabilitätskontrolle DSC mit der Traktionskontrolle TCS – nicht gerade eine Selbstverständlichkeit in dieser Klasse.

Außerdem kommen bei einem Unfall zwei Frontairbags, Seitenairbags vorn und Kopfairbags für die äußeren Plätze sowie Dreipunkt-Sicherheitsgurte mit Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern sowie das Mazda Advanced Impact Distribution and Absorption System (MAIDAS) zum Einsatz.

Der 1.5 l MZR ist im Mazda2 Sport als Independence für 14.500,- Euro oder als Impression für 15.600,- Euro erhältlich.

Dabei sind eine Klimaanlage, elektrische Fensterheber vorn, ein Mazda Audio-System mit Radio und MP3fähigem CD-Player sowie ein AUX-Eingang serienmäßig mit dabei.

Für die 1.100,- Euro Mehrpreis erhalten Sie dann beim Impression nicht nur eine Klimaautomatik, eine Sitzheizung vorn und einen Bordcomputer sondern auch dasSport-Lederlenkrad mit Alu-Applikationen, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Lichtsensor, Nebelscheinwerfer und einen Regensensor.

Die Metallic-Lackierung steht mit 420,- Euro in der Liste und ist für beide Varianten optional erhältlich.

Stand: Juli 2008, Fotos: Redaktionsbüro Lind

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