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Kleiner Toyota Yaris ganz groß.

Der Toyota Yaris fuhr von Beginn an im Kleinwagensegment hervorragende Verkaufszahlen für den Konzern ein. Die nun mehr dritte Generation des Japaners kommt nicht nur schnittiger und schärfer gezeichnet daher, auch das rundum neu gestaltete Cockpit bietet ein großzügigeres Raumangebot und wartet mit Innovationen wie dem modernen Multimediasystem auf und das zu gleichbleibenden Preisen. Die derzeit etwas eingestaubte Motorenpalette wird ab Juni diesen Jahres um eine Hybridvariante ergänzt. Somit setzt Toyota seine Strategie „Hybrid Synergy Drive“ erstmals auch im Kleinwagensegment fort.

Das neue, wesentlich markantere Design des Yaris verleiht dem Stadtflitzer einen deutlich erwachseneren Auftritt. Sowohl der Drei- als auch der Fünftürer vermitteln eine gehörige Portion Dynamik.

Wenn auch um zehn Zentimeter länger als sein Vorgänger, bewahrt er sich seine Kompaktheit und mit 9,40 m Wendekreis auch seine Handlichkeit.

Die weichen Züge der Vorgängergeneration legt der neue Yaris vollständig ab und das sowohl an der Front wie auch am Heck. In den Verlauf der V-förmigen Kühlermaske integrieren sich harmonisch die großen Scheinwerfer, darunter prangt ein großer, sportlicher Lufteinlass, der in der von unsgefahrenen Club-Ausstattung um Nebelscheinwerfer mit verchromten Einfassungen ergänzt wird.

In dieser Version unterstreicht zudem ein serienmäßiger Heckspoiler die sportlichen Ambitionen des japanischen Stadtflitzers. Die Rückansicht mit sehr markanten Konturen steht ohnehin breit und kraftvoll da.

Doch nicht nur die Karosserie wirkt reifer, auch der von Grund auf neu gestaltete Innenraum hat deutlich gewonnen. Das Cockpit ist nun optimal auf den Fahrer zugeschnitten und die Instrumente sind erfreulicherweise nicht nur wieder in das Blickfeld der Fahrers hinter das unten minimal abgeflachte Lenkrad gewandert, sondern zudem traditionell analog ausgeführt.

Auch die Anordnung der wenigen übrigen Bedienelemente sowie deren Gestaltung kann gefallen. Die Verarbeitung der verwendeten Soft-Touch-Materialien zeigt sich dabei durchaus solide, doch die Anzahl der verschiedenen Strukturen und Farbnuancen könnten für unseren Geschmack etwas heruntergeschraubt werden. Ansonsten gefallen die Applikationen u.a. in Mattsilber, die beispielsweise in der Variante Club verbaut sind.

In diesem Ausstattungsniveau und ab der Variante Life ist zudem das Toyota TouchTM serienmäßig verbaut. Das neue Multimedia-System mit Touchscreen-Interface und 6,1 Zoll großem Display umfasst nicht nur dasRadio, einen MP3-kompatiblen CD-Spieler, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung inklusive automatischer Synchronisierung der Telefonbuch-Kontakte sondern auch eine Rückfahrkamera. Des weiteren können hierüber die Informationen des Bordcomputers abgerufen werden.

Basierend auf diesem System kann für 550,- Euro das Navigationssystem Touch&GoTM geordert werden. Dieses Navi kann wenn gewünscht nicht nur eine möglichst umweltverträgliche Fahrstrecke errechnen, sondern bietet in Verbindung mit einem Bluetooth fähigen Handy die Möglichkeit auf die Google Local Search Funktion zu zugreifen und per Google Maps Ziele und Points of Interest direkt als Fahrziel herunterzuladen.

Die neu konstruierten Vordersitze bieten nicht nur mehr Sitzfläche sondern auch optimierten Seitenhalt. Der um fünf Zentimeter gestrecktere Radstand verschafft dem Innenraum zudem etwas mehr Luft. Die Raumverhältnisse sind für ein kompakten Kleinwagen mehr als üppig und bieten vier großgewachsenen Passagieren üppig Platz. So reisen wir selbst im Fond sehr angenehm. Wenn sich die Rücksitzbank auch nicht – wie noch beim Vorgänger – verschieben lässt, so ist diese im Verhältnis 60:40 umklappbar und erweitert das ohnehin angewachsene Stauvolumen von 286 auf bis zu 768 Liter. Die entstehendeLadefläche ist nahezu eben.

Die Ausstattungsstufe Club zeichnet sich nicht nur durch 16-Zoll-Leichtmetallräder aus, sondern ist gegenüber dem Standardfahrwerk auch sportlicher ausgelegt. Wenn grobe Straßenschäden auch spürbar bis ins Innere durchdringen, so hält das Fahrwerk letztlich einen guten Restkomfort bereit.

Jagen wir den kleinen Yaris jedoch durch enge Kehren, gibt es nichts zu meckern. Für ein Fahrzeug aus dem B-Segment meistert er diese Aufgabe sehr souverän, nur leicht untersteuernd ist das Fahrzeug stets gutmütig zu handeln. Die Lenkung agiert dabei exakt und ist ebenso angenehm straff abgestimmt wie auch das Fahrwerk. Auch bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn bleibt der Kleinwagen angenehm ruhig, das gilt sowohl für die Straßenlage wie auch die Akustik.

Auch Vollbremsungen aus hohem Tempo bringen den Kleinwagen nicht aus der Ruhe. Die Bremsanlage mit innenbelüfteten Scheiben vorn inklusive ABS und elektronischer Bremskraftverteilung EBD sowie einem Bremsassistent BA reagiert schnell und ist angenehm zu dosieren.

Die Modellpalette an Motoren bringt zunächst keine Neuerungen mit sich, zumindest was die herkömmlichen Antriebe anbelangt. So kann der Kunde weiterhin zwischen dem 1.0 VVT-i Dreizylinder oder dem 1,3 Liter Benziner sowie den1,4-Liter D-4D Turbodiesel, der in unserem Testfahrzeug verbaut war, auswählen.

Die Vollhybrid-Variante wird dieses etwas eingestaubte Angebot jedoch auffrischen und mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,5 Litern auf 100 Kilometern sowie einem CO2-Ausstoß von 79 Gramm pro km glänzen. Zwischen 16.500,- und 19.200,- Euro wird die kleine Hybrid-Variante kosten.

Mit einem von Toyota angegebenen Verbrauch von 3,9 Liter auf hundert Kilometer und den auf 103 g/km reduzierten CO2-Emissionen zeigt sich aber auch der 1,4-Liter D-4D von seiner sparsamen und effizienten Seite. Wenn auch das Fahrzeug weiterhin ohne Stopp-Start-System auskommt.

Die verbesserten Werte erreichten die Ingenieure bei gleichbleibender Leistung, so entfaltet der Diesel weiterhin 66 kW / 90 PS bei 3.800 U/min. Allerdings konnte das Drehmoment von 190 auf 205 Nm gesteigert werden. Ohne Anfahrschwäche zieht der Yaris konstant los und benötigt lediglich 10,7 Sekunden von Null auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 175 Stundenkilometern erreicht.

Gekoppelt haben die Japaner das Aggregat an ein angenehm geführtes Sechsgang-Schaltgetriebe, das unter anderem auch eine schaltfaule Fahrweise erlaubt.

Mit Front-, Seiten- und Kopf-Airbags sowie einem Knieairbag für den Fahrer bestückt, denDreipunktgurten vorn mit Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern sowie dem elektronischen Stabilitätsprogramm VSC befindet sich die Sicherheitsausstattung wie auch das Motorenangebot auf gleichem Niveau des Vorgängers.

Wenn auch ein Stillstand diesbezüglich weniger erfreulich ist, so ist es schön zu sehen, dass auch die Preise keine Veränderung erfuhren. So erstrecken sich diese je nach Motorisierung und Karosserievariante von 11.675 € bis 18.750,- Euro.

Während die Benzinermotoren auch in der Topausstattung Executive erhältlich sind, stellt die Variante Club für den 1.4 l D die höchste Ausstattung dar und beginnt bei 18.030,- Euro für den Dreitürer, der Fünftürer verlangt stets einen Aufpreis von 720,- Euro.

Mit einer manuellen Klimaanlage, der Zentralverriegelung mit schlüsselintegrierter Funkfernbedienung, dem Multifunktionslenkrad sowie einem Audiosystem mit CD-Player und MP3-/WMA-Wiedergabefunktion und dem Multimedia-System Toyota Touch mit 6,1-Zoll-Display inkl. Bluetooth- und USB-Schnittstelle sowie einem AUX-Anschluss und einer Rückfahrkamera hat der Kleine schon einiges zu bieten.

Optional steht dieser Version außerdem für 550,- Euro das Navigationssystem Toyota Touch&Go und das 950,- Euro teure Lounge-Paket mit 8 Lautsprechern undDoppelverstärker, eine Fußraumbeleuchtung, Privacy Glas und Teilleder-Sitze inkl. Sitzheizung vorne zur Wahl. Für weitere 600,- Euro bekommt der Käufer ein Panorama-Glasdach sowie für 460,- Euro eine Mica-/Metallic-Lackierung.

Stand: Mai 2012; Test: Redaktionsbüro Lind; Fotos: Toyota

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