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Kia’s Wagen für’s Volk – Der neue cee´d.

Die koreanische Marke Kia ist mit seinem aktuellen Portfolio in den unterschiedlichsten Segmenten optimal aufgestellt. Ergänzt wird dieses Angebot nun durch die zweite Generation des cee´d, mit dem sich der Hersteller im wichtigsten Segment des Marktes künftig nicht mehr nur gegen die Importeuere behaupten möchte, sondern auch dem VW Golf ernsthaft Paroli bieten will. Um den direkten Vergleich zu wagen, müssen wir fairer weise die folgende neue Golf-Generation abwarten. Doch eines ist jetzt schon sicher, die Wolfsburger müssen sich ranhalten, denn Kia ist ihr neuester Wurf absolut gelungen.

Und diese Aussage mit dem absolut gelungenen Wurf bezieht sich nicht nur auf die sehr ansprechende Optik. Wenn auch nur minimal verändert, so wirkt bereits die etwas länger und breiter gezogene und etwas flacher dastehende Karosserie deutlich dynamischer. Doch gerade das neue Design des Kompaktwagens lässt die Vorgängergeneration wahrlich alt dastehen.

Markant und schwungvoll zugleich ist Peter Schreyer der cee´d zweifelsohne gut gelungen. Wenn auch eine Ähnlichkeit zum Opel Astra betreffend der sportlich-kompakten Heckansicht nicht von der Hand zu weisen ist. Eine Folge dessen, dass der cee´d im Kia-Forschungs- und Entwicklungszentrum in „Rüsselsheim“ konzipiert wurde?!

Die Front dagegen entspricht ganz dem neuen Kia-Markengesicht, ist absolut eigenständig und verfügt über einen hohen Wiedererkennungswert. Über dem auffälligen und in Chrom gefassten Kühlergrill prangt erstmals das neu gestalteteMarken-Logo. Die sehr groß und lang ausgeführten Scheinwerfer ziehen sich dabei schmal bis in die Seitenpartie und sind erstmals mit adaptiven Kurvenlicht erhältlich.

Unter den acht zur Wahl stehenden Karosseriefarben findet der Käufer zudem die neu kreierten Metallicfarben Winchestergrau, Planetenblau, Matrixbraun und Sandbeige.

Das Interieur, ebenfalls von Grund auf neu konzipiert und mit vorbildlichen Materialien ausgestattet, hat einen erheblichen Sprung in Richtung Wolfsburg gemacht.

Die Soft-Touch-Oberflächen sowie die diversen Chromelemente und Applikationen je nach Version und Geschmack in Metall-, Aluminium- und Klavierlackoptik lassen sich nicht nur angenehm greifen, sondern sorgen für ein modernes Ambiente. Apropos, ab der Ausstattungslinie Vision sorgt eine spezielle Beleuchtung am Mitteltunnel für eine angenehme Stimmung.

Ohne sich in vielen Schnörkeln zu verlieren, konzentriert sich die Gestaltung des Cockpits ganz auf den Fahrer und ist innovativ in der Bedienung sowie gut in der Übersichtlichkeit. Einzig das Multifunktionslenkrad verlangt eine kleine Eingewöhnungsphase, lässt sich aber sowohl in der Höhe wie auch in der Weite justieren.

Diverse Verstellmöglichkeiten hält auch das Gestühl bereit, dass die Passagiere komfortabel reisen lässt und bei sportlicher Gangart dank gutem Seitenhalt einen optimalen Sitz bietet.

Doch nun zu unserem ganz persönlichen Highlight des neuen Kia cee´d, dem optionalen 7-Zoll-HD-Display. Anstelle des analogen Tachos wird hier das mittlere Rundinstrument rein digital dargestellt, sowohlZeiger wie auch Zahlen betreffend. Die Ausführung ist dabei so gestochen scharf und brilliant, dass die Computerdarstellung zunächst gar nicht zu erkennen ist. Hiervon könnten sich zahlreiche Premium-Hersteller eine Scheibe abschneiden.

Bis zu fünf Personen nehmen im cee´d sehr bequem Platz, das Raumgefühl ist im Bein- als auch Kopfraum angenehm luftig. Was den Kofferraum anbelangt, konnten die Verantwortlichen mit einem Plus von 40 Litern gegenüber der Vorgängergeneration, den Golf VI hinter sich lassen. Ob der neue Wolfsburger die 380 Liter übertreffen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Ebenso flexibel gestaltet sich der Umklappmechanismus, wenn der Koreaner auch nicht für große Überraschungen sorgen kann, aber er bietet dem Kunden die Möglichkeit durch Vorklappen der Sitzpolster und dem darauffolgenden Umlegen der Fondlehnen den Stauraum auf 1.318 Liter zu erweitern und eine ebene Ladefläche zu schaffen.

Das Fahrwerkkonzept wurde an sich beibehalten, die verbreiterte Spur kommt der Dynamik zu gute. Die recht ausgewogene Abstimmung stellt einen guten Kompromiss dar und zeigt nur bei sehr groben Unebenheiten sowie untersteuernd im Grenzbereich leichte Schwächen auf. Die elektronische Stabilitätskontrolle ESC hält den Fünftürer jedoch stets im Zaum.

Per Tastendruck kann die Lenkunterstützung der neu entwickelten Servolenkung „Flex Steer“ (ab der Ausstattung Vision serienmäßig) der jeweiligen Fahrsituation angepasst werden. Von leichtgängigem „Comfort“, gerade beim Rangieren von Vorteil, über „Sport“-lich straff bis hin zurausgeglichenen „Normal“-Einstellung hat der Fahrer die Wahl.

Die elektrisch und automatisch lösende Parkbremse bringt nicht nur den Vorteil mit sich, mehr Platz im Innenraum zu schaffen, sie erhöht auch den Komfort.

Diesem Anspruch wird auch das gut dosierbare und schnell ansprechende Bremssystem mit innenbelüfteten Scheibenbremsen vorn gerecht. ABS sowie die elektronische Bremskraftverteilung EBD ergänzen das Paket, das von einer Traktionskontrolle, der Berganfahrhilfe und der Gegenlenkunterstützung VSM vervollständigt wird.

Wenn es dem Koreaner derzeit auch noch an den wirklich kraftvollen Motoren mangelt, so glänzt der cee´d mit dem 128 PS starken 1.6 CRDi 97g Edition 7. Hier verrät bereits die Bezeichnung wie umweltbewusst das Aggregat ist und mit 3,7 Litern Diesel Durchschnittsverbrauch zudem auch sehr sparsam.

Nichts desto trotz rechnen die Verantwortlichen damit, dass auch bei der neuen Generation der 1,6-Liter-Turbodiesel sowie der 1.4 CVVT das Hauptvolumen einnehmen werden. Mit dem EcoDynamics-Paket (in Verbindung mit dem Schaltgetriebe) ausgestattet, verfügen alle Motorisierungen über das Start-Stopp-System ISG, Leichtlaufreifen sowie weitere Effizienzmaßnahmen. So begnügt sich der 1,4-Liter-Einstiegsbenziner laut Herstellerangaben mit 5,8 Liter auf Hundert Kilometer.

Das auf 100 PS erstarkte Aggregat gönnt sich für den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 12,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 182 Stundenkilometer erreicht. Hiermit sind wir zwar im Alltag ausreichend motorisiert, doch ein gewünscht zügigeresVorankommen verlangt reichlich Schaltarbeit. Das maximale Drehmoment von 137 Newtonmeter steht erst in den höheren Drehzahlen voll zur Verfügung, aber auch erst dann tritt der Motor mit kernigerem Brummen hervor.

Erfreulicherweise greifen wir gern zum gut und auf angenehm kurzen Wegen geführten Schalthebel des Sechsgang-Schaltgetriebes, das stets serienmäßig in allen zur Verfügung stehenden Motoren verbaut ist.

Den 1,6-Liter-Aggregaten steht auf Wunsch auch eine Sechsstufen-Automatik oder im Falle des 1.6 GDI ein neues Doppelkupplungsgetriebe zur Seite.

An die Bestnoten, die bereits die erste Generation im EuroNCAP eingefahren hat, möchte der neue cee´d nicht nur anknüpfen. Daher bieten die Koreaner nun auch optional einen Spurhalte-Assistent sowie das Reifendruck-Kontrollsystem an. Der Seitenaufprall- sowie Fußgängerschutz und das aktive Bremslicht ESS wurden zudem weiter verbessert.

Weiterhin ist der kompakte Koreaner serienmäßig mit Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer sowie Vorhangairbags, die bis in den Fond reichen, aktiven Kopfstützen vorn, höhenverstellbaren Dreipunkt-Sicherheitsgurten mit Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern und ISOFIX-Halterungen sowie Kindersicherungen in den hinteren Türen ausgestattet.

Die Einstiegsvariante Attract stellt auf den ersten Blick für 14.490,- Euro und dem serienmäßigen Audiosystem, dem Multifunktionslenkrad, einer Zentralverriegelung, den elektrisch einstellbaren Außenspiegeln sowie Fensterheber vorn, einem Bordcomputer und dem Tagfahrlicht ein absolut verlockendes Angebotdar.

Ein genauer Blick zeigt jedoch auf, dass die Basisversion ausschließlich mit dem 1.4 CVVT kombinierbar und nicht um eine manuelle Klimaanlage zu ergänzen ist.

Eine Tatsache, die wohl die Hauptkäuferschicht dazu bewegt, mindestens mit der nächst höheren Variante Edition 7 ab 16.290,- Euro einzusteigen. Neben der Klimaanlage, ist diese Ausstattung außerdem mit einem klimatisierten Handschuhfach, einem Lederlenkrad sowie -schaltknauf bestückt.

Darüber hinaus bietet die Ausführung Vision LED-Tagfahrlicht, Parksensoren hinten, eine Geschwindigkeitsregelanlage, Flex Steer (variable Servolenkung), eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, ein beheizbares Lenkrad wie auch eine Sitzheizung vorn und das ab einem Preis von 17.890,- Euro.

Die Topversion Spirit erstreckt sich je nach Motorisierung von 19.390,- bis 22.390,- Euro und umfasst neben einer Zwei-Zonen-Klimaautomatik, einem Regensensor, elektrischen Fensterhebern hinten, Fahrer- und Beifahrersitz mit elektrisch einstellbarer Lendenwirbelstütze auch optische Reize wie die Applikationen in Klavierlackoptik und Türverkleidung mit Einsätzen in Metalloptik und Kunstleder.

Diverse Extras wie die Rückfahrkamera, die Supervision-Instrumenten-Anzeige mit LCD-Display, Xenon-Scheinwerfer mit adaptiven Kurvenlicht, der Spurhalteassistent, die automatische Einparkhilfe oder das Panoramaglasdach stehen außerdem ausschließlich diesem Ausstattungsniveau optional zur Wahl. Diese sind wiederum in attraktiv geschnürte Pakete gepackt.

Für welche Ausstattung Siesich letztlich auch entscheiden, mit der vorbildlichen 7-Jahre-Herstellergarantie die stets fahrzeuggebunden ist und auch bei einem Besitzerwechsel bestehen bleibt, stellt Kia sämtliche Mitbewerber in den Schatten.

Stand: September 2012; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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