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Kia Sorento auf neuer Plattform

Kia Motors hat den Sorento überarbeitet und bringt die Facelift-Version des SUVs im kommenden Herbst in den Handel (Deutschland-Start: Oktober 2012). Zu den umfassenden Veränderungen gehören eine völlig neue Plattform, optimierte Antriebsstränge mit höherer Kraftstoffökonomie und reduzierten Emissionen, Verbesserungen bei Fahrkomfort, Handling und Kultiviertheit, zusätzliche Komfort- und Sicherheitselemente sowie ein modifiziertes Außendesign. Seine Europa-Premiere feiert der überarbeitete Sorento auf dem Pariser Autosalon 2012.

Die neue Außenoptik des Sorento mit modifiziertem Front- und Heckdesign sowie mehr Elementen in Wagenfarbe unterstreicht die Veränderungen im„Inneren“ des überarbeiten Kia-SUVs – also die stabilere Struktur, die Neuerungen in Technik und Ausstattung sowie die Premium-Qualität. Durch den aerodynamischen Feinschliff der Oberflächen und Details konnte zudem der Luftwiderstand des Sorento weiter reduziert werden.

Zu den auffälligsten Neuerungen im Außendesign gehören die veränderten Stoßfänger vorn und hinten, der modifizierte Kühlergrill, umgestaltete Nebelscheinwerfer (die statt der runden Form jetzt eine vertikale Achse haben) und Scheinwerfer mit integriertem LED-Tagfahrlicht sowie eine veränderte Heckklappe und neu designte LED-Heckleuchten. Für die Facelift-Version des Sorento sind zudem 19-Zoll-Leichtmetallfelgen mit zehn Speichen und polierter Oberfläche verfügbar.

Ein neues Design zeigt auch das optional erhältliche zweiteilige Panoramadach. Durch den Wegfall der Mittelstrebe lässt es noch mehr Licht ins Interieur, zudem wird das durchgehende Sonnenschutz-Rollo nun elektrisch betrieben.

Im Innenraum wurde durch zahlreiche Veränderungen ein hochwertiges Ambiente geschaffen, das je nach Ausführung und Optionen durch neue Hightech-Elemente geprägt ist. Der leicht abgesenkte Kabinenboden (minus 10 mm) macht den Einstieg bequemer, zudem genießen die Fondpassagiere eine größere Beinfreiheit (zweite Sitzreihe plus 30 mm, dritte Sitzreihe plus 9 mm).

Je nach Land und Modell ist das Interieur in Schwarz oder Beige sowie in Stoffoder Lederausstattung erhältlich. Zu den Neuerungen, die dem Innenraum des wahlweise fünf- oder siebensitzigen
Modells ein luxuriöses Flair geben, gehören vermehrt eingesetzte Soft-Touch-Oberflächen, mattverchromte Innentürgriffe, Schalter und Blenden (etwa an den Lüftungsauslässen), eine neue LCD-Instrumenteneinheit, die umgestaltete Zentralkonsole mit einem 7-Zoll-Display und eine veränderte Mittelkonsole. Die Automatik-Versionen verfügen zudem über einen neuen Lederschaltknauf und eine Schaltkulisse, bei der die Fahrstufen in einer Linie liegen, was ein sportlicheres Schalten erlaubt.

Darüber hinaus sind für die Facelift-Version des Sorento je nachLand und Ausführung zahlreiche Premium-Ausstattungselemente erhältlich, darunter elektrisch einstellbare Sitze mit Sitzheizung und Ventilationsfunktion, Sitzheizung für die zweite Sitzreihe, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Uvreflektierendes Solarglas und eine Klimaanlage für die dritte Sitzreihe.

Kia produziert den Sorento in Korea mit einer breiten Palette an Benzin- und Dieselmotoren, die über ein Leistungsspektrum von 150 bis 280 PS verfügen. Damit trägt der global agierende Automobilhersteller den unterschiedlichen Kundenansprüchen in den einzelnen Regionen der Welt Rechnung. Für die
Facelift-Version des SUVs hat Kia zwei der Motoren überarbeitet und dabei deren Kraftstoffeffizienz deutlich gesteigert: den 2,2-Liter-Diesel und den 2,4-Liter-Benziner, der jetzt auch als Direkteinspritzer (GDI) angeboten wird. In Deutschland löst der 2.4 GDI den bisher angebotenen 2,4-Liter-Benziner mit
Multipoint-Einspritzung (MPI) ab.

In einigen europäischen Ländern wird neben diesen beiden Motoren auch ein 150 PS starker 2-Liter-Diesel angeboten. Zudem ist in manchen internationalen Märkten für die Facelift-Version des Sorento weiterhin der 2,4-Liter-MPIBenziner mit 176 PS erhältlich sowie ein V6-Benziner mit 3,5 Liter Hubraum und 280 PS. Diese drei Motorisierungen sind in Deutschland nicht verfügbar.

Zu den neuen Komponenten des 2.4 GDI aus der „Theta II“-Baureihe gehören der Zylinderkopf, die Kolben, die Benzindirekteinspritzung und das Ansaugsystem. Mit dieser Optimierung konnte die Leistung des Motors gegenüber der bisherigen MPI-Version um 9 Prozent auf 192 PS gesteigert werden, das Drehmoment erhöhte sich um 6,6 Prozent auf 242 Nm. Trotz dieses deutlichen Leistungszuwachses konnten die Emissionen leicht gesenkt werden.

Die Diesel-Motoren der „R“-Familie von Kia sind bei den Kunden sehr beliebt und finden sich weltweit in vielen verschiedenen Kia-Modellen. Im Sorento hat sich der 2,2-Liter-Motor aus dieser Baureihe bewährt, der 197 PS leistet und in der Automatik-Ausführung ein Drehmoment von 437 Nm mobilisiert (Schaltversion:
421 Nm). In der Facelift-Version des Sorento verfügt der Turbodiesel mit Ladeluftkühlung (Turbocharged Intercooler, TCI) über ein neues System zur Abgasrückführung (Exhaust Gas Recirculation, EGR), durch das der CO2-Ausstoß auf bis zu 153 Gramm pro Kilometer reduziert wird.

Die modernen Getriebe und Antriebssysteme der Facelift-Version des Sorento wurden vom Vorgänger übernommen. Standardmäßig ist jedes Modell mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe ausgestattet, alternativ wird je nach Ausführung eine Sechsstufen-Automatik angeboten. Wählen können die Kunden zudem zwischen Front- und Allradantrieb, wobei die 2WD-Versionen um etwa 60 Kilogramm leichter und im Verbrauch entsprechend sparsamer sind. In Deutschland werden beide Motorisierungen wahlweiseals 2WD- oder AWDVersion sowie mit Automatikgetriebe (optional für AWD) angeboten.

Der elektronisch geregelte Allradantrieb des Sorento verteilt das Drehmoment nach Bedarf auf Vorder- und Hinterachse. In normalen Fahrsituationen auf der Autobahn oder in der Stadt leitet das AWD-System die gesamte Motorkraft an die Vorderräder. Verliert eines der Vorderräder die Bodenhaftung, wird bis zu
50 Prozent des Drehmoments automatisch an die Hinterräder geleitet. Auf extrem rutschigen Untergrund kann der Fahrer manuell den „Lock Mode“ einstellen, der bei langsamer Fahrt die gleichmäßige Drehmomentverteilung auf Vorder- und Hinterräder (50/50) fixiert.

Bei der Überarbeitung des Fahrwerks verfolgten die Kia-Ingenieure zwei Ziele: zum einen dem Fahrer eine noch bessere Rückmeldung zu geben, zum anderen ein kultiviertes Fahrverhalten zu gewährleisten, das hinsichtlich der Ausgewogenheit von Fahrkomfort und Handling im Spitzenbereich dieser Klasse liegt.

Grundsätzlich wurde das bisherige Konzept der Radaufhängung beibehalten, das auf MacPherson-Federbeinen vorn und einer Mehrlenkerachse hinten basiert. Neu konzipiert wurden aber die Hilfsrahmen, die die Vorder- und Hinterradaufhängung unterstützen und die nun eine stabilere Struktur haben. Dadurch können die Fahrwerkskomponenten präziser arbeiten, zudem dämpft die überarbeitete Aufhängung auftretende Vibrationen noch effektiver. Größere Fahrwerksbuchsen, längere Längslenker an der Hinterachse und Hochleistungsstoßdämpfer sorgen für mehr Fahrstabilität und höheren Fahrkomfort.

Zudem wird für die Facelift-Version des Sorento die neue variable Servolenkung Flex Steer™ angeboten. Mit dem dreistufigen System (Comfort / Normal / Sport) kann der Fahrer den Grad der Lenkunterstützung den persönlichen Vorlieben oder der Verkehrssituation anpassen. Der „Comfort“-Modus eignet sich besonders für Fahrten in der Stadt.

Die zweite Modellgeneration des Sorento wurde bei ihrer Einführung 2009 im Euro NCAP mit der Höchstwertung „5 Sterne“ ausgezeichnet. Inzwischen sind die Anforderungen des maßgeblichen europäischen Crashtests deutlich gestiegen. An diesen hohen Standards haben sich die Kia-Ingenieure bei der Weiterentwicklung der Karosseriestruktur und der Sicherheitsausstattung des Sorento orientiert.

Zu den Technologien, die die aktive Sicherheit steigern, gehören neben der Stabilitätskontrolle ESC unter anderem eine Rückfahrkamera an der Heckklappe mit 130-Grad-Weitwinkelobjektiv, Xenon-Scheinwerfer und eine Berganfahrhilfe (Hill-start Assist Control, HAC), die beim Anfahren an Steigungen das Rückwärtsrollen verhindert. Darüber hinaus sind für die Facelift-Version des Sorento weitere hochmoderne Assistenzsysteme erhältlich, darunter ein radargestützter Totwinkelassistent (Blind Spot Detection, BSD), ein Spurhalteassistent(Spurverlassen-Warnung, LDWS) mit Kamera oberhalb der Frontscheibe sowie das intelligente Parksystem SPAS (Smart Parking Assist System), das mit Hilfe von Ultraschallsensoren zuverlässig parallele Parkmanöver durchführt.

Stand: August 2012; Fotos: Kia

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