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Kia Sorento 2,2 CRDI 4WD Spirit

Die dezenten Veränderungen des Blechkleides, der aufgefrischte Innenraum, die modifizierten Motoren sowie die zusätzlichen Ausstattungs- und Sicherheitsfeatures entspringen einem klassischen Facelift, das die Koreaner vergangenes Jahr beim Sorento vollzogen haben. Was dem Betrachter zunächst jedoch verborgen bleibt ist die Tatsache, dass der Sorento nun auf einer völlig neuen Plattform aufbaut. Die Entscheidung, auf die Konstruktion des Schwestermodells Hyundai Santa Fe zu setzen, verbessert dabei nicht nur das Platzangebot, sondern steigert auch das Crash-Verhalten.

Die Renovierungen der äußeren Hülle betreffen vor allen Dingen die Front und das Heck. Wenn auch die Seitenansicht unverändert blieb, so steht der Sorento, wenn gewünscht, in der Topversion auf einer 19-Zoll Bereifung mit Leichtmetallfelgen, deren Oberfläche poliert ist.

Das neue Kühlergrilldesign folgt dem aktuellen Markengesicht und die schärfer gezeichneten Scheinwerfer strahlen mit schickem LED-Tagfahrlicht noch heller. Wer auf das Detail achtet, der bemerkt außerdem die nun weißen Blinkleuchten.

Zu den auffälligsten, aber unseres Erachtens auch zugleich unstimmigsten Neuerungen, zählen die jetzt vertikalen und eckigen Nebelscheinwerfer, die zudem stark hervorstechen.

Nicht nur vorn werden neue kraftvolle Stoßfänger eingesetzt, auch hinten sind diese zu erkennen, zudem die veränderte Kofferraumklappe. Deutlich gewonnen haben aber hier vor allen Dingen die Rückleuchten, die ebenfalls über LED-Technik verfügen und dem Sorento nicht nur ein gefälligeres, sondern zugleich auch ein deutlich moderneres Aussehen verleihen.
Ein direkter Vergleich mit dem Vorgänger zeigt auf, dassKia durch eine dezente, aber durchaus wirkungsvolle Umgestaltung sowie die Verbauung von zahlreichen neuen Soft-Touch-Oberflächen den Wohlfühlfaktor spürbar steigern konnten.

Die verbesserte Anmutung trifft dabei auf eine gute Bedienerfreundlichkeit, diese Eigenschaften zeichnen dabei bereits die Basisversion aus. Die Variante Spirit bietet dem Kunden serienmäßig aber noch einiges mehr, so ist hier in der neu gezeichneten Mittelkonsole ein 7-Zoll-Display untergebracht und die neue LCD-Instrumenteneinheit zeigt sowohl die Tacho- als auch die Drehzahlmesser-Grafik in derart hoher HD-Qualität auf, dass einem die digitale Ausrichtung durchaus entgehen kann.

Im Topmodell nimmt man nicht nur auf einem komfortablen, sondern auch zugleich in Teilleder ausgeführten Gestühl Platz. Während unser Modell leider etwas trist in Schwarz gehalten war, stehen des weiteren die Farben Braun oder Beige zur Wahl. Alles andere als untypisch für ein SUV, der nicht ausreichend gegebene Seitenhalt.

Dass man in einem Offroader höher sitzt überrascht an sich nicht, dass der Stuhl im Fahrzeug jedoch zusätzlich recht hoch angebracht ist, schon. So war es uns trotz elektrischer Verstellung nicht möglich, den Sitz weit genug nach unten zu fahren, um die perfekte Sitzposition zu finden. Hier konnte auch die im Spirit serienmäßige Sitzheizung sowie die Ventilationsfunktion nicht darüber hinwegtrösten. Über die optionale Sitzheizung im Fond erfreuen sich jedoch die Mitreisenden.

Die dort Platz nehmenden Passagiere ziehen zudem einen Vorteil aus der neuen Plattform, mit drei Zentimeter mehr Beinfreiheit nehmen hier auch Großgewachsene bequem Platz.

Mit gerade mal neun Millimeter ist zwar auch der Raum in der dritten Sitzreihevergrößert, allerdings kaum spürbar. Die auch in Zukunft aufpreispflichtige Siebensitzerkonfiguration bietet wie gewohnt nur kleineren Insassen ausreichend Raum und ist für größere Menschen zudem etwas umständlich zu erreichen.

Diese sollten sich in jedem Fall in Reihe zwei niederlassen, mit dreistufig einstellbaren Rückenlehnen ist der Komfort hier auch um einiges höher.

Wer das Gestühl nicht zum Sitzen benötigt, kann dieses variabel und mühelos im Kofferraumboden verschwinden lassen. Der Stauraum wächst so von geringen 116 Litern über 660 Liter Ladevolumen in der fünfsitzigen Konfiguration auf bis zu 1.675 Liter.
So bietet der Kia Sorento zwar ein großzügiges Ladeabteil, Einkaufstaschen fliegen hier allerdings gerne hin und her, da wir für diese einfach keine Haken finden konnten.

Das im Kern beibehaltene Fahrwerkskonzept wurde im Detail gründlich überarbeitet und verbessert, Veränderungen die den Komfort zusätzlich erhöhen. Und genau hierauf sollten Sie den Fokus setzen, denn der sportliche Ritt liegt auch der Neuauflage nicht unbedingt.

Wenn er auch in der Stadt trotz seiner Größe gut zu handeln ist, so tut sich das 2-Tonnen-Gefährt bei der flotten Kurvenhatz abseits der City eher schwer. Es hängt sich förmlich hinein und schiebt über die Räder, wenn auch stets gutmütig und dank elektronischem Stabilitätsprogramm ESC wie auch der Gegenlenkunterstützung VSM sicher auf Kurs gehalten, so fühlt man sich hierbei einfach nicht wohl.

Die Lenkung arbeitet laut Hersteller zwar direkter, ist aber in diesen Fahrsituationen nicht präzise genug. Dies ändert sich auch im sportlich eingestellten Modus der neuen, variablen Servolenkung Flex Steer nicht, aber der Grad der Lenkunterstützungwird etwas schwergängiger.

Abgesehen von der agilen und normalen Abstimmung steht dem Fahrer auch eine komfortable Auslegung zur Wahl. Letztlich konnten wir während unserer Testphase jedoch feststellen, dass diese Spielerei beim Sorento weitaus weniger Einsatz fand, als es beispielsweise beim Hyundai i30 der Fall war. Was wiederum daran liegen mag, dass selbst der sportlich ambitionierte Fahrer in diesem SUV zum Cruiser wird.

Und das liegt ihm einfach richtig gut, ob auf der Landstraße oder auch gerne mal mit höherem Tempo auf der Autobahn, die satte Straßenlage vermittelt stets ein entspanntes Reisefeeling. Einzig gröbere Stöße dringen nach Innen, doch das sei ihm verziehen.

Der in unserem Testwagen verbaute Allradantrieb inklusive der Berganfahrhilfe HAC verbessert natürlich nicht nur die Traktion auf der Straße, sondern macht auch das Räubern abseits der asphaltierten Straße möglich.

Während im alltäglichen Fahrbetrieb die Motorkraft spritsparend an die Vorderachse geleitet wird, wird das Drehmoment wenn nötig elektronisch geregelt bis zu 50 Prozent an die Hinterräder verteilt. In rutschigen Offroadsituationen kann der Fahrer zudem manuell den Lock Mode einstellen, bei Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h ist die Drehmomentverteilung so gleichmäßig auf Vorder- und Hinterräder fixiert.

Die an sich fein zu dosierende Bremse, verzögert bei niedrigeren Geschwindigkeiten tadellos. Mit zunehmendem Tempo nimmt diese Leistung jedoch spürbar ab und so gönnt sich der Sorento bereits für die Bremsung von 100 auf Null über 40 Meter.

Nicht nur der zur Wahl stehende Benzinmotor wurde einer deutlicheren Überarbeitung unterzogen, die Verantwortlichen konnten auch den Verbrauch sowie die Emission des2,2-Liter-Turbodiesel reduzieren. Nun mit einem neuen System zur Abgasrückführung bestückt, konnte der CO2-Ausstoß auf 153 g/km verringert werden.

Wenn man den Koreanern Glauben schenkt, ist bei größter Disziplin ein Normverbrauch von 6,7 Litern statt wie bisher 7,4 Liter möglich. Wer es mit der Selbstbeherrschung nicht all zu genau nimmt, sollte mit einem Verbrauch von um die neun Liter rechnen. Bei Tempo 130 auf der Autobahn pendelte sich der Sorento bei 7,5 Liter im Schnitt ein.

An Kraft büßt der Motor trotz sparsamerem Verbrauch aber nichts ein, mit 145 kW / 197 PS und einem maximalen Drehmoment von 437 Newtonmetern in Verbindung mit dem Automatikgetriebe – der Handschalter begnügt sich mit 421 Nm – können sich die Werte absolut sehen lassen.

Doch nicht zu vergessen, mit dem Gewicht von fast zwei Tonnen, hat der Diesel mit dem Sorento auch einiges zu schleppen. So tritt der Koreaner den Weg nach vorn manchmal etwas behäbig an, sowohl der optionale Allradantrieb als auch die Sechsgang-Automatik rauben dem SUV hier ganz klar den Schwung.

Begleitet von einem unter Volllast präsenten Dieseln, zieht der Offroader aber dennoch in 9,3 Sekunden von Null auf Tempo 100. Die Topspeed von 190 km/h ist allerdings erst nach einem recht zähen Beschleunigungsweg erreicht. Während der Motorsound hier wiederum weniger ins Gewicht fällt, sind es die immer lauter werdenden Windgeräusche, die den Komfort ein wenig trüben.

Eine gemütliche Gangart liegt auch der Sechsstufen-Automatik mehr, die beim sportlichen Fahrstil teils unharmonisch die Gänge wechselt.

Mit einer aktiven Motorhaube, Dreipunkt-Sicherheitsgurten auf allen Plätzen, vorn inklusive Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern, sechs Airbags sowie aktivenKopfstützen bestückt, entspricht der Sorento sowohl seitens des Fußgänger- als auch des Insassenschutzes den aktuellen Ansprüchen.

Je nach Ausstattung optional erhältlich oder Serie, ist der Koreaner auch mit dem Rückfahrkamerasystem KRSC ausgestattet und manövriert das große Gefährt wenn gewünscht mittels Intelligent Parksystem und Einparkassistent sogar selbstständig in die passende Lücke.

Xenon-Scheinwerfer in Verbindung mit adaptivem Kurvenlicht leuchten uns den Weg, ein Spurhalteassistent warnt uns bei verlassen des Selbigen und der Spurwechselassistent zeigt auf, falls sich ein Fahrzeug im Toten Winkel befindet.

Während der Sorento Attract einer bereits vorbildlich ausgestatteten Einstiegsversion entspricht, bauen die Ausführungen Edition 7 und Vision darauf auf, bis hin zu der von uns gefahrenen Topvariante Kia Sorento 2.2 CRDi AWD Spirit, die mit 43.540 Euro nicht nur zu einem attraktiven Preis angeboten wird, sondern nahezu über eine Komplettausstattung verfügt. Nicht zu vergessen, das einzigartige 7-Jahre-Kia-Qualitätsversprechen – das wiederum alle Kia Modelle kennzeichnet.

Während das Navigationssystem inklusive 7-Zoll-TFT-Bildschirm, Smart-Key und Startknopf, die Klimaautomatik, Teilledersitze mit Sitzbelüftung vorn, Xenonscheinwerfer sowie eine Rückfahrkamera und 18-Zoll-Leichtmetallfelgen im Spirit bereits inbegriffen sind, so lässt dieser dennoch Raum zur Aufwertung.

So kann der Kunde, wenn gewünscht, den Offroader mit dem tollen Panoramadach mit elektrischem Glasschiebedach, einer dritten Sitzreihe oder der schicken 19-Zoll Bereifung aufstocken.

Neben diesen Einzeloptionen stehen der höchsten Ausstattungsstufe außerdem das Komfort-Paket und das Performance-Paket zur Wahl,letzteres umfasst die erwähnten Felgen, die Niveauregulierung an der Hinterachse, ein beheizbares Lenkrad, das adaptive Kurvenlicht, ein elektrisch justierbaren Beifahrersitz wie auch die Sitzheizung im Fond.

Stand: Juli 2013; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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