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Kia Sorento – Von Grund auf neu?!

Es ist immer so eine Sache mit einem Facelift, oftmals bringt dieses nur marginale optische Veränderungen mit sich, womit schlussendlich für den Kunden kein großer Anreiz zum Modellwechsel gegeben ist. Wenn Kia seinen neuen Sorento auch unter Modellpflege verbucht, so steckt dahinter doch mehr als nur ein aufgefrischter Look. Sei es das modifizierte Interieur, die verbesserte Ausstattung, die optimierten Motoren, die gesteigerte Sicherheit … in allen Punkten hat der Offroader deutlich gewonnen. Das der Sorento letztlich von Grund auf saniert wurde, beweist zudem die völlig neue Plattform auf der das SUV nun aufbaut.

Nicht unbedingt von außen zu sehen, aber durchaus eine der wichtigsten Neuerungen am Sorento ist die neue – vom Konzernbruder Hyundai Santa Fe übernommene – Plattform. Womit es sich sogleich um mehr als nur ein Facelift handelt. Und auch ein Blick auf die Außenhaut zeigt auf, dass der Sorento nicht nur mit neuen Scheinwerferabdeckungen optisch aufgefrischt wurde. Im Gegenteil, wenn auch nicht grundlegend verändert, so ist das SUV aber deutlich modernisiert worden.

Der neue Kühlergrill stellt in Verbindung mit den nun schnittig verlaufenden Scheinwerfern inklusive markantem LED-Tagfahrlicht eine gelungene Einheit dar.

Die neuen Einfassungen für die Nebelscheinwerfer wollen jedoch nicht so ganz in dieses Bild passen und stellen unserer Meinung nach in der sonst so dynamisch gezeichnetenFront einen Fremdkörper dar. Diesem Eindruck folgen auch die Nebelschlussleuchten.

Dagegen unglaublich gewonnen haben die neuen LED-Rückleuchten die nicht nur markant sondern zugleich schwungvoll die Heckansicht prägen. Im Vergleich zum Vorgänger verzichten die Koreaner hier nun völlig auf Chromakzente.

Die modernere Anmutung konnten die Verantwortlichen bis ins Innere transportieren. Hier wurde wahrlich nichts beim Alten belassen, sei es die gesamte Cockpitgestaltung angefangen bei der Türinnenverkleidung über die groß dimensionierte Instrumenteneinheit bis hin zur rundum neuen Mittelkonsole.

So wirkt nicht nur die Optik deutlich gereifter, auch die neuen Materialien, darunter diverse mit Soft-Touch-Oberflächen, sorgen für ein hochwertigeres Ambiente. Chromakzente an den Lüftungsdüsen sowie den Bedienelementen und der Tachoeinheit setzen darüber hinaus Akzente. Einzig das Multifunktionslenkrad mit den großen Tasten hätte die ein oder andere Applikation vertragen können.

Nichts zu meckern gibt es am 7-Zoll großen Touch-Screen-Navigationssystem, das sich intuitiv und übersichtlich steuern lässt. Außerdem wird über dieses Display auch das Bild der Rückfahrkamera übertragen.

Ein sehr empfehlenswertes Extra ist in jedem Fall das großflächige Panorama-Glasschiebedach, dessen vorderer Teil sich sogar elektrisch ausstellen oder öffnen lässt.

Das ohnehin großzügige Platzangebot konnte durch verschiedene Maßnahmen zusätzlich erweitertwerden, so verfügen zum Beispiel die Insassen im Fond über etwas mehr Beinfreiheit.

Weiterhin ist der 2.2 CRDi Spirit optional mit einer dritten Sitzreihe erhältlich, die aber auch im neuen Modelljahr nur kleineren Passagieren optimalen Platz bietet.

Das Kofferraumvolumen fasst in der fünfsitzigen Konfiguration nun 660 Liter und lässt sich flexibel auf 1.675 Liter vergrößern, womit der Sorento auch hier ein Plus verbuchen kann. Eine weitere Verstaumöglichkeit unter dem Ladeboden finden wir in dieser Konfiguration ebenfalls vor.

Im Falle des 7-Sitzers verschwinden die beiden Plätze im Verhältnis 50:50 im Kofferraum, werden diese jedoch genutzt, stehen nur noch 116 Liter Kofferraum zur Verfügung.

Den Fokus setzen die Koreaner spürbar auf ein komfortables Fahrwerk, so liegt ihm der bequeme Ritt deutlich besser, als das schnelle Kurvenräubern. Hier macht sich zudem das Gewicht sowie die Fahrzeughöhe bemerkbar, doch trotz der Kurvenneigung, dem lauten Quietschen und Schieben über die Vorderräder, kommt letztlich keine Unsicherheit auf.

Dennoch hätten wir uns gerade in diesen Situationen eine noch präzisere Lenkauslegung gewünscht. Wenn diese nun auch im Sorento durch die variable Servolenkung „Flex Steer“ mit den drei Lenkmodi Normal, Komfort und Sport ersetzt worden ist.

Wenn gewünscht, kann auch der sonst frontangetriebene Sorento als allradangetriebenes Fahrzeug ausgeliefert werden. Das System leitet die Kraft dabei in der Regel an dieVorderräder, um so effizient wie möglich unterwegs zu sein. Verliert das SUV in dieser Einstellung jedoch an Bodenhaftung wird das Drehmoment automatisch und variabel zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt und somit ein souveränes Weiterkommen garantiert.

Mittels Lock-Mode kann bis zu einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern die Motorkraft auch manuell zu gleichen Teilen an die Räder verteilt werden.

Unabhängig von der Antriebsvariante, verhindert eine serienmäßige Berganfahrhilfe beim Anfahren an Steigungen ein Zurückrollen des Fahrzeuges und die Bergabfahrhilfe sorgt für ein kontrolliertes Fahren in starkem Gefälle.

Haben Sie sich zwischen Front- und Allradantrieb entschieden, steht nun die Wahl der Motorisierung an. Was darf es für Sie sein? Ein 2,2-Liter-Turbodiesel oder doch eher der überarbeitete 2,4-Liter-Benziner. Diese übersichtliche Auswahl bietet Ihnen zumindest Kia bei der neuen Modellgeneration Sorento.

Um die Voraussetzungen für eine faire Wahl zu schaffen, hier alle wissenswerten Details.
Während der 2.2 CRDi 197 PS (145 Nm) leistet, unterliegt der Benziner diesem mit fünf PS nur minimal. Womit wir beim neuen 2,4-Liter-Benzindirekteinspritzer eine Leistungssteigerung von 18 Pferdestärken ausmachen können.

Wenn auch das maximale Drehmoment auf 242 Newtonmeter angewachsen ist, so kommt der Benziner natürlich nicht an die 421 Nm (bzw. 437 Nm in Kombination mit der Automatik) des Selbstzünders heran. Dieser kleineLeistungsvorsprung macht sich dementsprechend auch bei den Beschleunigungswerten bemerkbar.

So sprintet das frontangetriebene SUV mit Dieselmotorisierung in 9,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, rund eine halbe Sekunde schneller als der Sorento mit dem 2.4 GDI. Die AWD-Versionen gönnen sich eine weitere halbe Sekunde mehr oder geknüpft an ein Automatikgetriebe insgesamt 9,9 Sekunden oder 10,7 Sekunden beim Ottomotor.

Ob front- oder allradangetrieben, mit Handschalter oder Automatikgetriebe bestückt, die Topspeed liegt mit 190 km/h jeweils gleich auf.

Während die Beschleunigungswerte nur minimal differieren, liegen die Kaufargumente für den Diesel ganz klar beim kombinierten Kraftstoffverbrauch mit 5,8 Liter gegenüber 8,7 Liter (Werte: handgeschaltene 2WD-Variante). Ebenso deutlich ist der Unterschied bezüglich des CO2-Ausstoßes der mit 153 g/km um fast 50 Gramm unter dem Wert des 2.4 GDI liegt.

Wie bereits angeschnitten, steht neben dem serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe beiden Motorvarianten ein Automatikgetriebe mit ebenfalls sechs Schaltstufen zur Wahl.

Das 1.250,- Euro teure Getriebe ist allerdings nur mit den Allradvarianten kombinierbar. Bietet dem Fahrer im Sport-Modus aber zudem die Möglichkeit mittels Schaltwippen am Lenkrad manuell das Ruder zu übernehmen.

An einer soliden, serienmäßigen Sicherheitsausstattung mangelt es dem neuen Kia Sorento wahrlich nicht. Diese ist nun in der Modellgeneration 2013 und in Verbindung mit derTopausstattung, um einen Spurhalte- und einen Spurwechselassistent ausbaufähig.

Außerdem ist die Ausstattung Spirit mit dem intelligenten Parksystem inklusive Einparkassistent SPAS bestückt, eine Option, die für das Vision-Ausstattungsniveau gegen Aufpreis ebenfalls verfügbar ist.

Diese Features sind in attraktiv geschnürte Optionspakete gepackt, von denen Kia fünf an der Zahl zu bieten hat. Diese sind aber, auch wie die wenigen einzeln aufgeführten Extras ausschließlich den beiden höheren Niveaus vorbehalten, die sich preislich von 35.990,- bis 42.290,- Euro erstrecken.

So müssen sich Käufer der Einstiegsvariante Attract ab 29.990,- Euro und der zweitausend Euro teureren Edition 7 mit dem begnügen, was die Ausstattung bereits beinhaltet.
Erfreulicherweise ist das in der Basis schon so einiges, beispielsweise eine Klimaanlage, ein Audiosystem, der Bordcomputer, elektrische Fensterheber rundum, beheizbare elektrische Außenspiegel, eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung im Klappschlüssel, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen …

Die nächst höhere Edition 7 verfügt zudem über Blinkleuchten in den Außenspiegeln, Abbiegelicht, ein in Leder gehülltes Multifunktionslenkrad, eine Sitzheizung vorn, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, den Tempomat, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, Parksensoren hinten und das ein oder andere Komfortfeature.

Im neuen Modelljahr kann die Topversion Spirit außerdem serienmäßig mit dem Navigationssystem inkl.6,5-Zoll-Touchscreen und einer Rückfahrkamera sowie dem schlüssellosen Zugangssystem Smart-Key punkten.

Die einzigartige 7-Jahre-Herstellergarantie zeichnet wie gewohnt alle Kia-Modelle aus, so auch natürlich den neuen Sorento.

Stand: Februar 2013; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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