// / Kia pro_cee´d GT – Ein Allzwecksportler auf Rädern.

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Kia pro_cee´d GT – Ein Allzwecksportler auf Rädern.

Das Kia-Portfolio sticht nicht nur durch charakteristisches Design hervor, sondern zeichnet sich auch durch Qualität, Zuverlässigkeit und attraktive Preise sowie einem einzigartigen 7-Jahre-Qualitätsversprechen aus. Einziges Manko, das wir den Koreanern noch zur Last legen konnten, war die fehlende Leistung. Doch das lassen die Verantwortlichen nicht länger auf sich sitzen und haben mit den neuen 204 PS starken GT-Varianten ganz klar die Überholspur im Visier. Diese, zunächst erhältlich für den cee´d sowie den jüngst im März eingeführten dreitürigen pro_cee´d, sind nicht nur fahrspaßorientiert, sondern bringen darüber hinaus auch ein hohes Maß an Alltagstauglichkeit mit sich.

Durchaus bekommt man beim Anblick der neuen GT-Modelle den Eindruck, dass sowohl der Fünftürer als auch der pro_cee´d ein Fitnessprogramm in der Muckibude absolviert haben. Nicht, dass es der cee´d-Modellfamilie an dynamischem Design mangelte, doch nun wirken die Bauchmuskeln, der Bizeps, die gesamte Statur perfekt definiert. So kommt der Kompaktler zwar muskulös, aber keineswegs protzig daher.

Dennoch hält er gerade mit dem durchaus eigenartigen Tagfahrlicht mit jeweils vier strahlenden LED-Spots die im tiefer gezogenen Sportstoßfänger untergebracht sind, nicht hinter dem Berg. Ebenso fällt die markante rote „GT“-Designlinie ins Auge.

Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen zählen der modifizierte Kühlergrill inklusive GT-Logo und die veränderten Leuchten sowie Nebelscheinwerfer.

Die Seitenlinie wird geprägt von speziellen Seitenverkleidungen,18-Zoll-Leichtmetallfelgen und rot lackierten Bremssätteln und stellt die perfekte Verbindung zum knackigen Heck dar. Bei solch einem sportlichen Modell darf hier natürlich ein Dachspoiler sowie eine Auspuffanlage mit Doppelendrohr nicht fehlen.

Exklusiv den GT-Varianten vorbehalten ist das neue Deluxeweiß Metallic, wie es auch unser Testfahrzeug ziert.

Für eine sehr sportliche Atmosphäre im Inneren sorgen vor allen Dingen die Recaro-Sitze im Leder-Alcantara-Mix. Diese, u.a. höhenverstellbar und mit elektrisch einstellbarer Lendenwirbelstütze, bieten hervorragenden Seitenhalt, ohne jedoch das Gefühl von Enge aufkommen zu lassen. Und trotz der straffen Polsterung ist der Sitz nicht bretthart und bewahrt sich eine große Portion Komfort.

Nicht nur an den Sportsitzen heben sich rote Ziernähte ab, auch das Lenkrad und der Schaltknauf sind damit versehen. Diese treffen im GT auf Lederdekors an den Türen, diverse, wenn auch dezente Chromelemente, Applikationen in Metalloptik und Klavierlack und natürlich ebenfalls an Bord, die Aluminium-Sportpedale. Die Ambientebeleuchtung taucht den Innenraum dabei in ein wohlig-warmes Licht.

Mit einem sportlichen Highlight kann auch die Supervision-Instrumenteneinheit mit 7-Zoll-TFT-Display aufwarten. Denn per GT-Taste im Multifunktionslenkrad wechselt die Anzeige vom klassischen Look in den GT-Darstellungsmodus, bei dem die Geschwindigkeit mit gelben Ziffern digital und der Ladedruck, das Drehmoment und die Kühlwassertemperatur in Balkenoptik angezeigt werden und an die optische Ausrichtung einer Spielekonsole erinnert.

Wenn auch mit athletischen Genenversehen, so ist die Alltagstauglichkeit der GTs keineswegs eingeschränkt. Am Beispiel des pro_cee´d heißt das, es können nicht nur zwei Großgewachsene im Fond gut Platz nehmen (einzig die Sicht ist durch die sehr kleinen Seitenfenster eingeschränkt), auch das Gepäckabteil nimmt mit 380 Liter in der normalen Konfiguration einiges auf und lässt sich durch Umlegen der asymmetrisch geteilten Rücksitzlehne variabel auf bis zu 1.225 Liter vergrößern.

Eines sei vorweg klargestellt, der GT möchte bewusst kein reinrassiger Sportwagen sein, sondern sich seinen Komfort bewahren.

Und wenn auch mit einem tiefergelegten Sportfahrwerk ausgestattet, das vorn wie hinten mit straffer ausgelegten Stoßdämpfern, steiferen Fahrwerksbuchsen an der vorderen Radaufhängung und einem stärkeren Stabilisator an der Hinterachse versehen ist, so ist den Verantwortlichen ihr Vorhaben durchaus gelungen. Absolut ausgewogen, filtert der Koreaner selbst grobe Straßenschäden vorbildlich aus, von brutaler Härte ist hier keine Spur.

Nichts desto trotz, legt der pro_cee´d GT jede Menge Fahrspaß an den Tag und lässt sich mit hohem Tempo absolut dynamisch und sicher durch die Kurven jagen. Das Fahrzeug überzeugt dabei mit einer souveränen und satten Straßenlage, aus der Ruhe bringen wir den cee´d so schnell nicht und schlussendlich wacht das serienmäßige Stabilitätsprogramm sicher über den Wagen.

Rein dem sportlichen Aspekt folgend, könnte die angenehm direkte Lenkung in diesen Situationen aber gerne in der Mittellage noch eine Spur präziser sein.

Gegenüber den herkömmlich motorisierten Varianten konntendie Ingenieure allerdings den Bremsweg der GT-Modelle nochmals verbessern, der sich nun auf 36,4 Meter aus Tempo 100 heraus beläuft. Zudem wurde das ABS auf die sportlichen Varianten abgestimmt.

Zu seinen Mitbewerbern zählen neben dem legendären Golf GTi, beispielsweise der Ford Focus ST, der Opel Astra OPC oder der Renault Megane RS. Diese unterbietet Kia preislich zwar um einiges, muss sich dafür aber auch mit weniger Pferdestärken begnügen. Während die Differenz zum Wolfsburger nur 16 bis 26 PS beträgt, so trumpft der Kölner mit 250 PS, der Franzose mit 265 PS und das Rüsselsheimer Pendant sogar mit gewaltigen 280 PS auf.
Doch im Vergleich zu dem bisher bekannten 1.6 GDI, der lediglich 135 PS aufweisen kann, fällt der Sprung auf 150 kW / 204 PS doch recht üppig aus. So schafft die neue Version des 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzers den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 in guten 7,7 Sekunden und macht gegenüber der 135 PS-Variante 2,2 Sekunden gut.

Wirklich sehen lassen kann sich auch die um 35 Stundenkilometer höhere Topspeed von 230 km/h, die den GT nun auch mit den Großen mitmischen lässt.

Ebenso mangelt es dem Koreaner nicht an Durchzugskraft, das maximale Drehmoment von 265 Nm steht schon ab 1.750 Touren voll zur Verfügung und sorgt somit für tolle Zwischensprints. In 7,3 Sekunden meistert er im fünften Gang beispielsweise die Messung von 80 auf 120 Stundenkilometer.

Was uns sehr zugesagt hat war die entspannte Auslegung, ohne Antriebseinflüsse an der Vorderachse oder gar der Lenkung, kann der pro_cee´d GT wenn er will beziehungsweise wenn er muss, lässt sich aberandererseits auch wunderbar zurückhaltend fahren.

Dass Kia letztlich mehr den alltäglichen Einsatz als die Rennstrecke im Visier hat, zeigt auch der Motorsound auf. Wenn der Hersteller auch mittels sogenanntem Soundgenerator den GT-Modellen einen sonoren-sportlichen Klang verleihen möchte, so treten die sportiven Versionen eher mit Laufruhe als kernigem Brüllen hervor.

Nicht unbedingt gehemmt, schoss im Vergleich zur deutlichen Leistungssteigerung aber der Verbrauch weitaus weniger in die Höhe und liegt laut Hersteller bei zurückhaltendem Gasfuß um die 7,4 Liter. Während jedoch der herkömmliche pro_cee´d mit Start-Stopp-System erhältlich ist, bleibt dem GT diese Option verwehrt.

Zunächst auch nicht in Planung ist ein Doppelkupplungsgetriebe. Statt dessen, ist das Kompaktklassemodell an ein sehr gut geführtes manuelles Sechsgang-Getriebe gekoppelt.
Kia konnte bereits mit dem cee’d die Bestnote von fünf Sternen im europäischen Crashtest Euro NCAP einfahren, diesen Erwartungen stehen natürlich nicht nur der pro_cee´d sondern auch die GT-Varianten in nichts nach.

Während die Topausstattung hier auch über einen Spurhalteassistenten verfügt, muss der Käufer sich allerdings mit diesem Assistenzsystem begnügen.

Wenn auch kein Toter-Winkel- oder Müdigkeitswarner an Bord ist, so aber eine solide Sicherheitsausstattung u.a. mit sechs Airbags, einem Bremsassistent und einem aktiven Bremslicht.

Die ersten GT-Fahrzeuge rollen im August zum Händler, sind aber schon jetzt ab 22.990,- Euro bestellbar. Die zu diesem Preis angesetzte GT-Cup-Version ist ausschließlich dem Dreitürervorbehalten ist aber bereits mit den schicken 18 Zöllern, den grandiosen Recaro-Sportsitzen, einer Klimaanlage, der verstellbaren digitalen Instrumenteneinheit, einem Multifunktionslenkrad, der Geschwindigkeitsregelanlage sowie -begrenzer und einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung bestückt.

Ob cee´d oder pro_cee´d, für 24.490,- Euro nehmen wir in der nächsthöheren GT-Challenge-Variante Platz. Die neben einer Zwei-Zonen-Klimaautomatik zudem über eine Sitzheizung vorne, ein beheizbares Lenkrad und Parksensoren hinten verfügt.

Auf der PolePosition steht unangefochten der GT-Track für immer noch sehr attraktive 26.990,- Euro (für beide Karosserievarianten). Eine Rückfahrkamera, Smart-Key und Startknopf, eine elektronische Parkbremse, der Spurhalteassistent, Xenon-Scheinwerfer inklusive adaptivem Abbiegelicht, ein Regensensor und so einiges mehr zeichnen das Topmodell aus.

In der offiziellen Rennserie zwar nicht gelistet, steht aber zu Verkaufsbeginn der dreitürige GT für 29.990,- Euro in der „1st Edition“ ebenfalls in der Startaufstellung.

Das auf 500 Exemplare limitierte Sondermodell baut auf der Topversion auf, und beinhaltet nicht nur die sonst als Extras zur Wahl stehenden Features wie das Kartennavigationssystem, das Panorama-Glasdach und die Metallic-Lackierung, sondern verfügt über die optischen Alleinstellungsmerkmale wie die effektvolle Dreischichtlackierung in Deluxeweiß Metallic, spezielle 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und die Außenspiegelgehäuse im „1st Edition“-Design (mit Klavierlackoptik), Einstiegsleisten mit rot beleuchtetem „GT“-Schriftzug, eine roteAmbiente-Fußraumbeleuchtung und rot umrandete Velours-Fußmatten. Alle Exemplare sind einzeln nummeriert, diese befinden sich nicht nur auf den Einstiegsleisten, auch die jeweils mitgelieferte Schlüsselbox ist mit dieser Nummer versehen.

Stand: Juli 2013; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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