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Kia

Kia Optima Hybrid

Die Hybridvariante des schick gestylten Kia Optima findet nach Einführung in Asien sowie den USA nun auch den Weg zu uns. Für den zukunftsweisenden Antrieb, eine Kombination aus 2-Liter-Benzinmotor und einem 40 PS starken Elektroaggregat, verlangen die Koreaner erfreulicherweise keine horrenden Aufpreise wie manch ein anderer Hersteller. Mit einem Startpreis von 29.900,- Euro inklusive einer sehr umfangreichen Ausstattung sowie der einzigartigen 7-Jahre-Hersteller-Garantie inklusive der Batterie, sucht dieses Angebot seinesgleichen. Einschränkungen im Kofferraum (eine Folge der Batterieunterbringung) sowie etwas mangelnde Dynamik den Motor betreffend, müssen allerdings in Kauf genommen werden.

Die optischen Unterschiede zwischen dem konventionell angetriebenen Optima und der Hybrid-Variante resultieren vor allen Dingen aus den notwendigen Aerodynamik-Maßnahmen.

Während die Unterboden-Verkleidung sowie die aktive Lüftungsklappe im Kühlergrill, die sich bei höherem Tempo schließt, weniger ins Auge fallen, verleihen die neuen Stoßfänger rundum, die Seitenschweller wie auch der angebrachte Heckspoiler oder aber dieaufgezogenen speziellen 17-Zoll-Leichtmetallfelgen der Hybrid-Limousine einen noch kraftvolleren Auftritt.

Die Karosserie, schwungvoll und schnittig zugleich, ist außerdem geprägt von fließenden Linien und markanten Leuchten an Front und Heck. Das Blechkleid sticht dabei nicht nur hervor, sondern vermittelt einen sehr stimmigen Gesamteindruck.

Der augenscheinlichste Unterschied im Innenraum liegt bei der Supervision-Instrumenteneinheit, dessen 4,6 Zoll großes LCD-Display zwischen den beiden Rundinstrumenten platziert ist und diverse Informationen den Hybridantrieb betreffend anzeigt.

Auch der Hybrid bietet fünf Insassen guten Reisekomfort, die begrenzte Kopffreiheit für große Passagiere im Fond, die der dynamisch abfallenden Dachlinie geschuldet ist teilen sich beide Varianten, aber ebenso auch die überraschend üppige Beinfreiheit.

Was jedoch den Kofferraum anbelangt, unterscheidet sich der Kia mit alternativem Antrieb deutlich von der „klassischen Limousine“. Denn die Lithium-Polymer-Batterie schränkt das Stauvolumen um ganze 124 Liter ein, somit muss sich der Optima Hybrid mit lediglich 381 Liter begnügen.

Die Fahrwerksabstimmung trifft einen ausgeglichenen Kompromiss, deruns einerseits mit angenehmem Federungskomfort schlecht ausgebaute Straßen passieren und auf der anderen Seite auch zackige Kurvenpassagen mühelos meistern lässt – nicht zuletzt dank der Gegenlenkunterstützung VSM (Vehicle Stability Management) die das ESC und die elektrische, angenehm direkte Servolenkung optimal aufeinander abstimmt.

Die elektronische Stabilitätskontrolle wird des weiteren um die Funktionen einer Traktionskontrolle sowie einer Berganfahrhilfe ergänzt.

Auch die solide zupackenden Bremsen bedienen sich elektronischer Hilfen, darunter das Antiblockiersystem und die elektronische Bremskraftverteilung EBD.

Das eigens entwickelte Parallelhybrid-System setzt sich aus dem 2.0 CVVT Benzinmotor mit einer Leistung von 150 PS (110 kW) sowie dem 40 PS (30 kW) starken elektrischen Synchronmotor zusammen.

Während sich das Drehmoment von 180 Nm des Ottomotors erst ab 5.000 Touren voll entfaltet, stehen die 205 Nm des Elektromotors bereits aus dem Stand heraus bis zu 1.400 U/min voll zur Verfügung.

So fährt der Optima Hybrid nicht nur rein elektrisch an, sondern kann bei zurückhaltendem Gasfuß sogar bis Tempo 30 weiter emissionsfrei fortbewegt werden. Möchte manandererseits Leistung abrufen, setzt umgehend der Benzinmotor ein. Mit dem spritzigen Durchzug, den jedoch zunächst der Elektroantrieb vermittelt, kann dieser leider nicht mehr mithalten.

Trotz eines Gesamtpotentials von 190 PS und einem maximalen Drehmoment von 340 Nm vermissen wir etwas die bei dieser Leistung erwartete Spritzigkeit. Dennoch gelingt dem Optima Hybrid laut Hersteller in 9,4 Sekunden der Standardsprint aus dem Stand auf Tempo 100 und beschleunigt bei Bedarf bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 192 km/h.

Doch kommen wir noch einmal zurück zum Elektroantrieb, denn dieser kommt nicht nur beim Anfahren zum Tragen. Auch bei höheren Geschwindigkeiten können die Sparvorteile in Form des „Segelns“ genutzt werden sowie beim Dahingleiten wenn es bergab geht. Hierbei wird kurzzeitig der Verbrenner abgekoppelt und das Fahrzeug wird rein elektrisch angetrieben und stößt somit auch kein CO2 aus.

Das wieder Zuschalten des Ottomotors geht dabei fast unmerklich vonstatten, denn das Aggregat geht zunächst sehr kultiviert ans Werk und macht sich erst bei Leistungsabruf bemerkbar.

Allerdings entscheidet man sich ja primär für einen Hybriden um zu sparen, statt zu rasen. Und hierkommt der Eco-Modus zum Einsatz. Ist dieser aktiviert, ist die Gasannahme weniger direkt, die Rekuperation stärker und die Getriebeabstimmung äußerst effizient. Außerdem zählt das Start-Stopp-System ISG zum serienmäßigen Umfang.

Werden all diese Maßnahmen genutzt, soll ein Verbrauch von lediglich 5,4 Litern möglich sein, die CO2-Emission beträgt dabei 125 g/km.

Der Kia Optima Hybrid ist dabei stets an eine komfortable Sechsstufen-Automatik gekoppelt, die extra für diese Anforderungen modifiziert wurde und letztlich ohne Drehmomentwandler auskommt.

Sowohl was die Motoren-Technologie wie auch das Design betrifft zeigt sich der Optima Hybrid modern und fortschrittlich, und auf Assistenzsysteme verzichtet diese Variante nicht und bietet beispielsweise einen Notbremsassistenten oder ein Toter-Winkel- bzw. Spurverlassens-Warner.

Zusammen mit den Standard-Ausrüstungen was Gurte, Kopfstützen und Airbags anbelangt konnte der Kia Optima Hybrid auch mit den eingefahrenen Bestnoten im Euro NCAP Sicherheitstest seine Fähigkeiten beweisen.

Wirklich überzeugen kann der Kia Optima Hybrid aber vor allen Dingen in punkto Preis-/Leistung. Bereits ab 29.990,- Euro können Sie dieHybridvariante Ihr eigen nennen und trotz der Tatsache, dass es sich hierbei um die Basisversion Attract handelt, werden Sie mit reichlich Komfortfeatures verwöhnt.

Ob eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, eine Geschwindigkeitsregelanlage, ein Regensensor, ein elektrisch einstellbarer Fahrersitz mit Memory-Funktion inklusive Lendenwirbelstütze oder eine Sitzheizung für das vordere Gestühl … hier ist schon alles inbegriffen. Ebenso ein Multifunktionslenkrad und eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie die Supervision-Instrumenteneinheit und das schlüssellose Smart-Key-System.

Während die nächst höhere Ausführung Edition 7 ab 33.990,- Euro außerdem über ein Infinity-Premium-Soundsystem, das Navigations-System mit iPod-Anschluss, eine Rückfahrkamera, Sportsitze und einen Fahrersitz mit Kühlfunktion verfügt, krönt die Topversion Spirit noch so einiges mehr.

Darunter beispielsweise Teilledersitze, ein elektrisch einstellbarer Beifahrersitz, Sitzheizung hinten, ein beheizbares Lenkrad und Xenon-Scheinwerfer. Und das alles für unschlagbare 35.990,- Euro!

Für 900,- Euro lässt sich diese Ausstattung zudem mit einem Panoramadach ausstatten, dessen vorderer Teil sich elektrisch öffnenlässt.

Dagegen ohne Aufpreis und in allen Ausstattungslinien serienmäßig ist die 7-Jahre-Kia-Herstellergarantie (oder 150.000 Kilometer Laufleistung), die im Falle des Optima Hybrid sogar die Lithium-Polymer-Batterie umfasst.

Stand: Januar 2013; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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