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Kia cee´d Sportswagon

Mit der zweiten Generation des cee´d heimsten die Koreaner bereits zahlreiche Preise ein und das nicht nur bezüglich seines gelungenen Designs. Auch im Euro NCAP Crashtest erhielte das Fahrzeug Topbewertungen. Diese Eigenschaften münzten die Verantwortlichen nun 1:1 auf die Kombivariante SW um. Dass der neue Jahrgang rundum gereift ist, stellte bereits die Stufenheckvariante deutlich unter Beweis. Beim Kombi macht sich dies sogar in der Namensänderung des Kürzels SW bemerkbar. Aus Sporty Wagon wurde nun Sportswagon – für den sich laut Hersteller weit über 60 Prozent der cee´d-Käuferschicht entscheiden werden.

Wie so oft bei einer Kombivariante, ist auch der cee´d SW bis zur B-Säule identisch mit der Stufenheckversion.

Die dynamische Linienführung der ausdrucksstarken Front zieht sich dabei gelungen über die Seitenansicht, geprägt von der ansteigenden Gürtellinie und dem sportlichen Dachverlauf, bis hin zum kompakten Heck.

Hauptaugenmerk fällt hier auf die groß ausgeführten Rückleuchten, die dem Fahrzeug zusätzliche Breite verleihen und es satt auf dem Asphalt stehen lassen.

Die Cockpitgestaltung differiert ebenfalls nicht zwischen den beiden Karosserievarianten. Die Materialien mit Soft-Touch-Oberflächen sind solide verarbeitet, lassen sich nicht nurangenehm anfassen, sondern können sich auch sehen lassen. Je nach Ausstattungsvariante werten verschiedene Dekorelemente in Metall-, Aluminium- oder Klavierlackoptik den gut strukturierten und übersichtlich gestalteten Innenraum weiter auf.

Das optionale 7-Zoll-HD-Display kann selbstverständlich auch hier geordert werden und verlangt mit seiner sehr brillanten Ausführung dem Auge einiges ab, um die digitale Darstellung überhaupt als solche zu erkennen.

Komfortables Reisegefühl kommt auch im SW auf. Das großzügige Platzangebot im Fond nimmt bis zu drei Großgewachsene mühelos auf. Das großflächige Panoramadach gibt den Insassen zudem einen großzügigen Blick gen Himmel frei.

Doch die 1.200,- Euro Aufpreis gegenüber dem kompakten cee´d machen sich vor allen Dingen im Gepäckabteil bemerkbar. Mit 528 Liter Fassungsvermögen zeigt sich der SW nicht nur diesem gegenüber deutlich geräumiger, sondern auch im Vergleich mit seinen direkten Mitbewerbern kann der Sportswagon ein spürbares Plus verbuchen.

Des weiteren finden wir unter dem Ladeboden ein 43 Liter großes Ablagefach vor. Während ein Gepäckraumtrennnetz sowie eine 12-Volt-Steckdose serienmäßig an Bord sind, ist ab der Ausstattung Vision auch ein praktischer Gepäckraumorganisierer dabei. Gepäck kann hiermit unter anderem auf einem Schienensystem problemlosfixiert werden.

Um größere Gegenstände zu transportieren, besteht die Möglichkeit mit nur wenigen Handgriffen die Rückbank umzulegen und das Stauvolumen auf bis zu 1.642 Liter zu erweitern. Das ebene Ladeabteil ist mittels angenehm niedriger Ladekante und großer Öffnung gut zugänglich. Die weit vorn angeschlagene Kofferraumklappe schwingt dabei weit nach oben.

Sollte auch dieser Raum ausgeschöpft sein, hält der cee´d Sportswagon dank serienmäßig integrierter Dachreling eine weitere Transportmöglichkeit bereit.

Den gelungenen Fahrwerkskompromiss des cee´d adaptierten die Ingenieure auch auf den SW. Was ihm souveräne Fahreigenschaften garantiert. Ob es mit dem cee´d SW über schlecht ausgebaute Straßen oder aber flott durch enge Kurven geht, der Koreaner meistert diese Aufgaben mit Bravour.

Die elektrisch unterstützte, geschwindigkeitsabhängige Servolenkung passt sich diesen Anforderungen nicht nur an, sondern bietet dank dem Lenksystem Flex Steer (ausgenommen die Basisvariante) dem Fahrer die Möglichkeit ganz nach Belieben die Lenkunterstützung sowie Rückmeldung zu verändern. Die drei Modi „Comfort“, „Normal“ und „Sport“ lassen sich per Tastendruck am Lenkrad auswählen bzw. wechseln.

So lässt sich das 4.505 mm lange Gefährt mühelos auch durch den engen Großstadtdschungel manövrieren, 10,34 MeterWendekreis belegen diesen Eindruck. Wer das Parken in der Stadt fürchtet, findet mit Sicherheit Gefallen an dem intelligenten Parksystem (Smart Parking Assist System). Dieses übernimmt das Lenken vollautomatisch, so dass der Fahrer nur noch Gas und Bremse betätigen muss.

Apropos Bremsen, bestückt ist der cee´d SW mit vier Scheibenbremsen (vorn innenbelüftet), ABS und einer elektronischen Bremskraftverteilung. Das aktive Bremslicht ESS warnt zudem bei Notbremsungen den nachfolgenden Verkehr durch automatisches Aufblinken des Bremslichtes.

Mit Fokus auf Ihre Sicherheit finden wir an Bord des Koreaners außerdem eine elektronische Stabilitätskontrolle inklusive der Traktionskontrolle sowie eine Berganfahrhilfe vor. Die Gegenlenkunterstützung VSM sorgt dabei für eine optimale Abstimmung zwischen der Stabilitätskontrolle und der Servolenkung.

Auch der Kombivariante mangelt es an wirklich starken Motoren, so reicht das Leistungsspektrum der vier zur Wahl stehenden Motoren von 90 bis maximal 135 PS.

Der 1,6-Liter-Turbodiesel mit 128 PS und 260 Newtonmeter wird voraussichtlich das größte Volumen einnehmen und ist zudem in der Spritspar-Version 1.6 CRDi EDITION 7 erhältlich.

Mit dem Start-Stopp-System ISG, Leichtlaufreifen und einer energiesparenden Lichtmaschine ausgestattet, liegt der Verbrauch im Schnitt 0,3 Liter unter denangegebenen 4,5 Liter der Version ohne Sparmaßnahmen. Bezüglich der CO2-Emissionen entspricht das einer Reduzierung von 117 auf 110 g/km. Gegen Aufpreis können aber auch die übrigen Motoren um das EcoDynamics-Paket ergänzt werden.

So gibt Kia den Verbrauch für das leistungsstärkste Aggregat, den 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer GDI mit 6,5 Litern an. Mit dem EcoDynamics-Paket versehen ist es ein halber Liter weniger. Die CO2-Emissionen liegen mit 134 g/km sogar 12 Gramm unter dem regulären Wert.

Auf die Leistungsentfaltung nimmt das Sparpaket keinen Einfluss und so spurtet der Kombi bestenfalls in 10,2 Sekunden von Null auf Tempo 100. Die 165 Newtonmeter können hier aber für keine Beschleunigungsstürme sorgen. Bei 192 Stundenkilometer ist schließlich die Höchstgeschwindigkeit erreicht.

Wer nicht manuell schalten möchte – wenn auch das Sechsgang-Getriebe leicht und präzise geführt ist – kann das Schalten auch dem Doppelkupplungsgetriebe (inklusive Schaltwippen am Lenkrad) überlassen. Zumindest im Fall der Topmotorisierung, der 1.6 CRDi kann dagegen ausschließlich mit einer sechsstufigen Automatik kombiniert werden.

Auch betreffend der Sicherheit machen die Verantwortlichen zwischen den beiden Karosserievarianten keinen Unterschied und bieten dem Kunden auch beim Kauf des Kombis die Möglichkeit die solideSicherheitsausstattung um Xenon-Scheinwerfer mit adaptivem Kurvenlicht sowie einen Spurhalte-Assistent und dem Reifendruck-Kontrollsystem zu erweitern.

Mit einem Audiosystem inklusive USB-, AUX- und iPod-Anschluss, dem Multifunktionslenkrad, einer Zentralverriegelung, Tagfahrlicht sowie einem höhen- und tiefenverstellbaren Lenkrad ausgestattet, ist die Basisvariante Attract für 15.690,- Euro ausschließlich in Verbindung mit dem 1.4 CVVT erhältlich.

Eine Tatsache, die das Einstiegsmodell im Grunde unattraktiv macht. Anders dagegen sieht es bei der nächst höheren Edition7 aus, die ab 17.490,- Euro allen Motoren zur Wahl steht und zudem über eine Klimaanlage, ein Lederlenkrad sowie einigem mehr verfügt.

Unverständlich ist jedoch die Tatsache, dass elektrische Fensterheber hinten erst in der Topversion Spirit zum guten Ton gehören. Da doch bereits in der Linie Vision serienmäßige Parksensoren hinten die Karosserie vor unschönen Parkremplern schützt, dem Fahrer mittels FlexSteer unterschiedliche Lenkeinstellungen bietet und bei kalten Temperaturen nicht nur mit einer Sitzheizung sondern auch mit einem beheizbaren Lenkrad verwöhnt.

Die Herstellergarantie von sieben Jahren oder 150.000 Kilometer Laufleistung auf das gesamte Fahrzeug inklusive Antriebsstrang erhält der Kunde erfreulicherweise bei jedem der erwähntenModelle.

In den ersten drei Jahren gilt diese Garantie sogar ohne Kilometerbegrenzung und beinhaltet zudem zwölf Jahre gegen Durchrostung sowie fünf Jahre auf den Lack. Nicht zu vergessen die Drei-Jahres-Mobilitätsgarantie.

Stand: Januar 2013; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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