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Hyundai Santa Fe – Außer dem Namen ist alles neu.

Die dritte Generation des Santa Fe positioniert sich zwischen ix35 und dem ix55, doch wider Erwarten folgt das SUV nicht der neuen Nomenklatur und trägt somit nicht die Bezeichnung ix45. Statt dessen hielt Hyundai bewusst an dem bewährten Namen Santa Fe fest, um auch in Zukunft von dem hiermit gewonnenen Image zu profitieren.

Wenn auch der Modellname gleich bleibt, so veränderten sich andere Dinge grundlegend. So legte der neue Santa Fe unter anderem den etwas konservativen Look ab und streifte dagegen einen maßgeschneiderten Designer-Anzug über.

Auch im Inneren vollzog Hyundai mehr als nur ein Facelift und so finden wir nicht nur an dem deutlich gewonnenen Cockpit gefallen. Das großzügige Raumangebot zeigt sich zudem flexibel und das maximale Ladevolumen ist um ganze 100 Liter angewachsen.

Wie bisher bieten die Südkoreaner wahlweise einen Front- wie auch einen Allradantrieb an. Während der rein frontangetriebene Benziner jedoch das Motoren-Angebot nur ergänzt, konzentriert sich die Käuferschicht in Deutschland auf die beiden Dieselmotoren, vor allen Dingen auf die Topmotorisierung 2.2 CRDi in Kombination mit dem Allradantrieb.

Dass Hyundai sich mit dem neuen Santa Fe nun mit Mitbewerber wie BMW X3 und Audi Q5 messen möchte, machten die Verantwortlichen während der Präsentation mehr als klar. Wenn sie auch eine gehörige Portion zugelegt haben – leider auch beim Preis! – wird es aber letztlich wohl doch eher die Liga von VW, Ford und Opel sein gegen die sich Hyundai behaupten kann.

Sieht man sich im aktuellen Hyundai-Portfolio um, fällt schnell auf, dass die Koreaner derzeit ein wahrlich glückliches Händchen in Sachen Design beweisen. Ob klein, mittel oder groß – jedes Fahrzeug versprüht Moderne und Dynamik.

So auch derneue Santa Fe, dessen Auftritt mit dem Vorgänger nichts mehr gemein hat. Der groß dimensionierte und mittlerweile zum Markenzeichen gewordene Kühlergrill im Hexagonal-Design prägt auch das Sports Utility Vehicle unverkennbar.

Die Front mit großen Scheinwerfereinheiten bis hin zu den markanten Nebelscheinwerfern strotzt vor Kraft, Chrom sticht dabei nicht nur in Form von Streben hervor. Einen weiteren Hingucker stellen die silberfarben abgesetzten Elemente, der Unterfahrschutz vorn wie auch am Heck dar.

Dieses kennzeichnet eine kompakte Gestaltung inklusive der markant geformten Rückleuchten, dem Dachspoiler mit integriertem LED-Bremslicht sowie der Doppelrohrauspuff.

In der Anmutung bewegt sich der neue Santa Fe deutlich in Richtung höherer Klassen, muss sich im direkten Vergleich mit BMW und Co. aber dann doch noch geschlagen geben.
Nichts desto trotz überzeugen die verwendeten Materialien mit ihrer Wertigkeit und deren Verarbeitung. Ebenso gefällt die markante optische Gestaltung, sehr harmonisch aufeinander abgestimmt sorgen Dekorelemente, Chromdetails, die verarbeiteten Kunststoffe und das feine Leder für einen sehr stimmigen Auftritt.

Als bedienfreundlich erweisen sich dabei nicht nur die Schaltereinheiten oder das Multifunktionslenkrad, das Navigationssystem lässt sich per 7,0-Zoll-Touchscreen intuitiv steuern. Außerdem darin enthalten ist das Premium-Soundsystem mit externem Zusatzverstärker und insgesamt zehn Lautsprechern inklusive Subwoofer.

Wiederum stets serienmäßig an Bord ist eine Audioanlage inklusive MP3-tauglichem CD-Player, AUX- und USB-Anschlüssen. In diesem Fall ist der Bildschirm 4,3 Zoll groß, verfügt aber auch hier über eine Rückfahrkamera.

Doch nicht nur das Ambiente lädt zum Platz nehmen ein … Die Sitze, ausgenommen von der Basisversion bereits in Ledergehüllt, sind wunderbar straff gepolstert und gut ausgeformt. Einzig die Oberschenkelauflage könnte in Anbetracht der Fahrzeugdimension einen Tick länger sein.

Aber auch in Reihe zwei sitzt man alles andere als beengt. Dabei ist das Raumangebot nicht nur großzügig, sondern dank der um 12 Zentimeter längsverschiebbaren Rückbank auch sehr flexibel. Die Lehnen lassen sich des weiteren in der Neigung variieren – optimaler Reisekomfort ist somit garantiert.

Das Stauvolumen des Kofferraums wuchs in der normalen Konfiguration minimal auf 534 Liter an, hält aber unter dem Ladeboden ein weiteres Staufach sowie ein Volumen von 51 Liter bereit. Weitere kleine Utensilien finden außerdem in zahlreichen Ablagen im gesamten Fahrzeug ihren Platz.

Um größere Gegenstände mühelos zu transportieren, bietet Hyundai die Möglichkeit die Rückbank im sehr praktischen Verhältnis 40:20:40 zu teilen und umzulegen. Somit erreicht man einen maximales Ladevolumen von bis zu 1.680 Liter, was im Vergleich zum Vorgänger einem Plus von üppigen 100 Liter entspricht.

Mit vorbildlichen Komforteigenschaften lädt der Santa Fe gerne zum Cruisen ein, ob auf Landstraßen oder bei hohem Autobahntempo stellt der Offroader absolut zufrieden. Doch auch der Trip durch die Stadt liegt ihm.

Nicht unbedingt für den sportlichen Ritt gemacht, zeigt sich der Koreaner aber auch in diesem Genre recht gutmütig. Ohne sich all zu sehr in die Kurve hineinzulegen durchfahren wir diese auch problemlos mit höheren Geschwindigkeiten.

Eine Schwäche muss sich der Santa Fe allerdings in Bezug auf die Lenkung eingestehen. Sie arbeitet für ein Sports Utility Vehicle zu leichtgängig und ist auch in punkto Präzision verbesserungsfähig. Etwas Abhilfe schafft hier der Sport-Modus der serienmäßigen Flex-Steer-Lenkung, die außerdem die Modi Comfortund Normal bereithält und die Servounterstützung jeweilig darauf anpasst.

Der je nach Motorisierung und Ausstattung zur Verfügung stehende Allradantrieb Dynamax schaltet sich automatisch zu und leitet die Kraft in der Regel an die Vorderachse. Verliert das Fahrzeug jedoch an Traktion verteilt sich die Kraft bis zum Verhältnis 50:50.

Wenn gewünscht ist diese Verteilung auch manuell aktivierbar, beispielsweise im Offroad-Gelände. Die Berganfahrhilfe HAC und der Bergabfahrassistent DBC machen sich dabei nicht nur hier positiv bemerkbar.

Da der Santa Fe gerne auch als Zugpferd genutzt wird und 2,5 Tonnen ziehen kann, stellt die Anhängestabilisierung ein interessantes Feature dar.

Zu den weiteren Assistenten zählen außerdem das Antiblockiersystem inklusive elektronischer Bremskraftverteilung EBV, ein Bremsassistent, das elektronische Stabilitätsprogramm ESC und das fahrdynamische Stabilitätsmanagement VSM.

Der von uns gefahrene Topdiesel mit 145 kW / 197 PS schöpft aus 2,2 Litern Hubraum in Verbindung mit dem Schaltgetriebe 421 Newtonmeter, die Automatik greift sogar auf 436 Nm maximales Drehmoment zurück.

Während die Höchstgeschwindigkeit mit 190 km/h gleich auf liegt, nimmt der Handschalter dem 6-Gang-Automatik-Getriebe 0,3 Sekunden und schafft den Spurt in 9,8 Sekunden aus dem Stand auf Hundert. Rein frontangetrieben beschleunigt diese Motorisierung nochmals 0,4 Sekunden schneller.

Ohne sich groß an einer Anfahrschwäche aufzuhalten, entfaltet sich die Kraft gleichmäßig und schiebt das schwere Gefährt ohne große Mühe nach vorn. Akustisch hält sich das Fahrzeug dabei angenehm zurück.

Der Verbrauch hängt natürlich nicht nur von der Fahrweise und dem Antrieb ab, auch die Getriebevarianten haben Einfluss darauf.

So liegt der Durchschnittsverbrauch beim gut geführtenSechsganggetriebe laut Hersteller zwischen 5,9 Liter (2 WD) und 6,1 Liter (4WD). Die sanft schaltende Sechsstufen-Automatik gönnt sich jeweils 0,7 Liter mehr. Dass wir im realen Verkehr gut ein bis zwei Liter über diesem Wert lagen, ist auch im Mitbewerber-Umfeld keine Seltenheit.

Auf ein Start-Stopp-System müssen alle Varianten verzichten. Dennoch schafft beispielsweise der 2,2 CRDi 4WD einen vorbildlichen CO2-Wert von 159g CO2/km.

Mit sieben Airbags, darunter ein Knieairbag für den Fahrer sowie Dreipunkt-Sicherheitsgurte auf allen Plätzen, vorn inklusive Gurtkraftbegrenzern und zweistufigen Gurtstraffern und Isofix-Kindersitzbefestigungen im Fond ist der Santa Fe auch was die Sicherheit angeht gut gerüstet.

Außerdem kommt in der dritten Generation ein aktiver Schutzmechanismus der Motorhaube hinzu und in Kombination mit der Topausstattung verfügt das SUV auch über ein Spurhaltewarnsystem.

Die höchste Variante Premium, die außerdem ein Navigationssystem, das Smart-Key-System, eine elektrische Parkbremse, elektrisch verstellbare Vordersitze und beheizbare Rücksitze an Bord hat, ist wiederum nur in Verbindung mit dem allradangetriebenen 2,2-Liter-Turbodieselmotor erhältlich und das nicht gerade zu einem Schnäppchenpreis. Womit die Preisgestaltung von 42.380,- Euro zunächst überrascht.

Der sehr umfangreichen Serienausstattung bleiben sich die Koreaner aber dennoch treu. Und so müssen wir auch bei der Einstiegsversion mit 192-PS-Benzinmotor, der frontangetrieben ans Werk geht, nicht auf den gewissen Komfort verzichten. Angepriesen mit 29.990,- Euro ist diese Variante zwar um ein deutliches günstiger, verzichtet aber nicht nur auf die Premium-Features sondern auch auf den Allradantrieb.

Die mittlere Ausstattung Style ist wiederum auch für den Topdiesel 4WD erhältlich und umfasst für39.200,- Euro beispielsweise eine Zweizonen-Klimaautomatik, die sprachsteuerbare Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Ledersitze, Xenon-Scheinwerfer mit Abbiegelicht, ein Regensensor, dunkel abgetönte Scheiben ab der B-Säule und noch so einiges mehr.

Einzig in dieser Kombination haben Sie die Wahl zwischen den Antrieben und sparen mit dem Verzicht des Allradantriebes 2.000,- Euro.

Unter dem Punkt „Zusatzausstattung“ stehen je nach gewähltem Niveau eine 6-Stufen-Automatik, ein Navigationssystem inklusive 7-Zoll-Touchscreen, die Metallic- oder Mineraleffekt-Lackierungen oder ein Panorama-Hub-/Schiebedach zur Wahl.

Während für die Style-Variante außerdem das Plus-Paket mit elektrisch anklappbaren Außenspiegeln, der hochauflösenden TFT-LCD-Instrumentenanzeige, dem Smart-Key-System, der Sitzheizung hinten und dem Spurhaltewarnsystem sowie einer elektrischen Parkbremse zur Verfügung steht.

Käufer der Premium-Version können das Angebot um das Technik-Paket ergänzen. Neben Leichtmetallrädern im 19-Zoll-Format und Reifendruckkontrollsystem TPMS, beinhaltet diese Option zudem das adaptive Fahrlicht, eine Memory-Funktion und den automatischen Einparkarkassistenten.

Da Hyundai davon ausgeht, 30 % des Gesamtvolumens an Gewerbetreibende auszuliefern, bieten Sie diesen außerdem spezielle Business-Pakete an.

An alles gedacht zu haben scheint der koreanische Hersteller auch beim Blick auf die Garantieleistung. Mit fünf Jahren ohne Kilometerbegrenzung auf das gesamte Fahrzeug umfasst das Paket außerdem eine zwölfjährige Garantie gegen Durchrostung sowie 60 Monate auf die Lackierung. Der jährliche Sicherheits-Check wird ebenfalls für diesen Zeitraum übernommen.

Die 60monatige Mobilitätsgarantie sorgt für unbeschwertes Reisen und übernimmt im Rahmen des Sorglos-Paketes bei einer Panne sowohl Abschlepp-oder Übernachtungskosten.
Bei ordnungsgemäßer Wartung verlängert sich die Mobilitätsgarantie um ein weiteres Jahr bis zu einem Fahrzeugalter von 15 Jahren und einer Laufleistung von maximal 200.000 Kilometern.

Stand: November 2012; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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