// Fahrbericht / Hyundai ix35 blue 1.7 CRDi Style 2WD

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Hyundai ix35 blue 1.7 CRDi Style 2WD

In der Fahrzeugkategorie der SUVs tummeln sich etliche Hersteller, hier hervorzustechen ist wahrlich nicht leicht. Hyundai ist es aber dennoch mit dem ix35 gelungen. Bereits optisch geht der Koreaner seinen eigenen Weg, schüttelt den rustikalen Offroadlook ab und verwöhnt auch im Innenraum mit toller Wohlfühlatmosphäre. Optimale Raumverhältnisse, gut bestückte Ausstattungslinien zu attraktiven Preisen die durch eine fünfjährige Fahrzeug- und Mobilitätsgarantie ergänzt werden, sprechen ebenso für dieses City-SUV. Den bei Einführung noch beanstandeten Makel bezüglich des Fahrwerks haben die Verantwortlichen mit Einführung der neuen Einstiegsmotoren erfreulicherweise auch beseitigen können.

Mit dem ix35 setzte Hyundai den Meilenstein für eine neue Formensprache, genannt „Fluidic Sculpture“. Das Zusammenspiel von konkaven und konvexen Flächen ergibt ein sportlich-modernes Blechkleid, das trotz der raffinierten Linienführung nicht zu verspielt oder gar überladen wirkt.

Der markante Hexagon-Kühlergrill ist mittlerweile zum Markenzeichen der Hyundai-Modelle geworden und verleiht der Front in Verbindung mit den schnittigen Scheinwerfern ein dynamisches Erscheinungsbild. Das Heck steht diesem kraftvollen Auftritt in nichts nach und harmoniert perfekt mit dem Gesamtbild.

Das Leid mit der schlechten Rundumsicht teilenin diesem Segment wohl alle Mitbewerber. Hyundai möchte hier mit Parksensoren und einer Rückfahrkamera (optional) Abhilfe schaffen. Hinter dem Smart Parking Assist System verbirgt sich sogar eine radargestützte Einparkhilfe, die das SUV halbautomatisch in eine Parklücke manövriert.

Das Cockpit kann sowohl was die optische Gestaltung als auch was die Funktionalität angeht überzeugen. Die modern-dynamische Linienführung der äußeren Hülle zieht sich dabei bis ins Innere. Die hier verarbeiteten Materialien, darunter Hartplastik wie auch angreiffreundlicher Kunststoff entsprechen einer vorbildlichen Qualitätsanmutung. Gleiches gilt für die großflächigen Alu-Applikationen, die schicke Akzente setzen.

Der sehr wohnlich und schick gestaltete Innenraum kann des weiteren mit guten Raumverhältnissen und problemloser Variabilität überzeugen. Wenn es uns auch nicht an Platz mangelt, so könnte das komfortable Gestühl gerade in Bezug auf die Karosseriegröße gerne etwas üppiger dimensioniert und mit mehr Seitenhalt versehen sein.

Der Fond ist wiederum bestens gewappnet um bis zu drei Passagiere jenseits der 1,80 Meter aufzunehmen, wobei die zwei außen Sitzenden ab der Ausstattungslinie Style sogar serienmäßig von einer Sitzheizung verwöhnt werden.

Wer diesen Raum stattdessen als Ablage für das Ladegut nutzen möchte, kann dies ohne Probleme mit nur wenigen Handgriffentun. Wenn auch die entstehende Ladefläche nach Umlegen der Lehnen nicht völlig eben ist, so steht eine von 591 Liter angewachsene Kapazität von 1.436 Liter zur Verfügung.

Zusätzlicher Stauraum, gerade für Kleinigkeiten die ansonsten im Kofferraum herumfliegen würden, findet sich unter dem Laderaumboden, andererseits halten Haken beispielsweise Einkaufstüten im Zaum. Die weit öffnende Heckklappe ermöglicht einen einfachen Zugang, die Ladekante liegt dabei ganz auf Segmentniveau etwas höher, aber zumindest gut geschützt.

Während der Käufer bei den Zweiliter-Motoren noch die Wahl zwischen Allrad- und Frontantrieb hatte, werden die zuletzt nachgelegten Einstiegsmotoren sowohl auf der Benziner- wie auch der Dieselseite rein frontangetrieben unterwegs sein. Mit der Einführung dieser Aggregate konnten die Koreaner erfreulicherweise auch die größte und eigentlich auch einzigste Schwäche beseitigen.

Wenn uns auch die sportlich-agile Auslegung schon damals sehr zusagte, so stieß auch uns das deutliche Poltern bei schlecht ausgebauten Straßen unangenehm auf. Regelrecht unerwartet für einen Hyundai drangen kurze Bodenwellen oder Schlaglöcher akustisch und leider auch spürbar ins Innere. Doch dieses Manko gehört nun der Vergangenheit an.

Womit wir jetzt gar nichts mehr groß bemängeln können, denn die elektrisch unterstützte Servolenkung bleibt weiterhin angenehmleichtgängig und zugleich direkt. Was sowohl in der City als auch in schnelleren Kurven ein optimales Handling garantiert. Auf Kurs halten den ix35 dabei das elektronische Stabilitätsprogramm ESP und die Traktionskontrolle.

Ebenso konnten wir uns auf die Bremsanlage mit Scheibenbremsen rundum, vorne innenbelüftet, verlassen. Diese wird stets unterstützt von ABS, einer elektronischen Bremskraftverteilung sowie einem Bremsassistenten. Die Bremse spricht bereits auf leichten Tritt gut an, ist angenehm zu dosieren und verfügt über eine automatische Bergab- sowie -anfahrhilfe.

Die Dieseltriebwerke wurden eigens in Deutschland entwickelt, so auch der Nachzögling 1.7 CRDi der in der blue-Variante zudem über ein Start-Stopp-System verfügt. Dieses reduziert in der Stadt den Verbrauch um weitere 0,3 Liter auf rund sechs Liter, was einem Gesamtverbrauch von 5,2 Liter sowie einem CO2-Ausstoß von 135 g/km entspricht.

116 PS (85 kW) Leistung für ein 1,6 Tonnen schweres SUV-Gefährt lassen bereits erahnen, das man hiermit nicht unbedingt sportlich unterwegs sein wird. Dennoch vermittelt der ix35 mit dieser Motorisierung und dem damit verbundenen maximalen Drehmoment von 260 Newtonmetern, das zwischen 1.250 und 2.750 Touren bereit steht, unten herum einen spritzigen Eindruck. Dieser verliert sich allerdings bei höheren Geschwindigkeiten und so sind mindestens 12,4 Sekunden für den Spurtaus dem Stand auf Tempo 100 zu verbuchen. Was in Anbetracht der Einstiegsmotorisierung jedoch zu verschmerzen ist. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei lediglich 173 km/h.

Akustisch verheimlicht der 1.7 CRDi keineswegs ein Diesel zu sein und könnte sich gerade bei flotter Gangart etwas mehr zurückhalten. Womit wir auch schon zum serienmäßigen Sechsgang-Getriebe kommen. Erfreulicherweise hat Hyundai hier im Gegensatz zu manch anderem Hersteller auch beim Einstiegsdiesel nicht auf den sechsten Gang verzichtet. Wer möchte, kann ausgenommen von der Variante Comfort, für 1.450,- Euro auch einer Sechsstufen-Automatik das Schalten überlassen.

Spürbare Abstriche zu Gunsten des Preises macht Hyundai schon längst nicht mehr und beim Thema Sicherheit erst recht nicht. So minimieren in allen Ausstattungslinien folgende Systeme das Risiko eines Unfalls: Antiblockiersystem mit elektronischer Bremskraftverteilung, das elektronische Stabilitätsprogramm ESP, die Traktionskontrolle TCS, ein Bremsassistent und Bremslichter mit Notfallfunktion.

Können all diese Maßnahmen einen Crash nicht mehr verhindern, schützen sechs Airbags darunter auch durchgehende Vorhangairbags, Dreipunkt-Sicherheitsgurte rundum, vorne höhenverstellbar sowie mit Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern bestückt, aktive Kopfstützen an den Vordersitzen und Isofix-Kindersitzbefestigungen auf den äußeren Plätzen imFond die Insassen.

Comfort oder Style? Was darf es für Sie sein? Im Falle des Hyundai ix35 blue 1.7 CRDi 2WD verzichten die Koreaner darauf, dem Kunden auch die Topausstattung Premium zur Wahl zu stellen.

Glücklicherweise verwöhnt bereits die Basisausstattung für 24.160,- Euro mit einigen Annehmlichkeiten, die in der Variante Style ab 25.760,- Euro zudem um eine Klimaautomatik, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Sitze mit Stoff-/Leder-Bezug wobei der Fahrersitz mit einer einstellbaren Lendenwirbelstütze versehen ist, Sitzheizung vorne wie auch hinten, Lichtsensor und so einigem mehr ergänzt wird.

Äußerlich hebt sich der Style außerdem durch Außenspiegel mit integrierten Blinkleuchten, Nebelscheinwerfern und einem Rückfahrwarnsystem von der Einstiegsvariante ab.
Trotz Verzichts der Topvariante, besteht in der Version Style die Möglichkeit mittels Plus-Paket für 1.220,- Euro diese auf dessen Standard anzuheben. Darin enthalten ist unter anderem das Smart Key System (schlüsselloser Zugang), dunkel getönte Scheiben ab der B-Säule, elektrisch einklappbare Außenspiegel, eine Geschwindigkeitsregelanlage und die Instrumente mit Supervision-Anzeige sowie ein Regensensor.

Auf das stets optionale Panorama-Hub-/Schiebedach oder das Navigationssystem mit 6,5 Zoll großem Touchscreen inklusive Rückfahrkamera muss ebenfalls nicht verzichtet werden. Die Mitbewerber sind hier meistteurer angepriesen und das bei deutlich spärlicherer Ausstattung. Die fünfjährige Mobilitäts-Garantie ohne Kilometerbegrenzung inklusive Wartungskosten sind in der Regel auch nicht selbstverständlich.

Stand: März 2012; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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