// Fahrbericht / Hyundai i20 Facelift

Hyundai

Hyundai i20 Facelift

Hyundai frischt den i20 – weiterhin als Drei- oder Fünftürer erhältlich – nicht nur optisch auf und lehnt dessen Familienähnlichkeit deutlicher an die aktuell eingeführten Modelle i30 und i40 an, auch im Inneren setzen die Koreaner neue Akzente. Des weiteren wurde auch die Motorenpalette überarbeitet, wobei gerade hier der völlig neu entwickelte Dreizylinder-Common-Rail-Turbodiesel die Aufmerksamkeit auf sich zieht und sich in punkto Verbrauch den Titel „Klassenbester“ sichert. Steigen Sie ein und drehen Sie mit uns eine Runde.

Das neue markentypische Gesicht trägt nun auch der neue i20, was ihm ein selbstbewussteren und durchaus gereifteren Auftritt garantiert.

Die nun schmaler und dynamischer gezeichneten Scheinwerfer ziehen sich vertikal verlaufend weit in die Seitenansicht. Doch nicht nur diese Auslegung sowie der Verlauf der Spange im Kühlergrill oder die markante Motorhaube sorgen für ordentlich Schwung, auch der modifizierte Stoßfänger und die vergrößerten Kühlluftöffnungen lassen das Fahrzeug kraftvoller dastehen.

Ab der zweithöchsten Ausstattungslinie Trend sorgen die winkelförmigen Tagfahrleuchtenfür hohen Wiederkennungswert, ebenfalls in dieser Variante inbegriffen sind die umgestalten Nebellampen.

Die Veränderungen am Heck sind dagegen deutlich geringer ausgefallen, aber an den modifizierten Rückleuchten durchaus zu erkennen. Zudem ist der hintere Stoßfänger optisch mehr auf Breite ausgelegt.

Nicht wirklich zu sehen, aber dennoch eine Neuheit ist die je nach Ausstattung serienmäßige oder optional verfügbare Rückfahrkamera platziert unter dem Markenlogo, die ihr Bild in den Innenspiegel projiziert.

Wenn die Änderungen an den Stoßfängern auch einen Längenzuwachs von 55 Millimeter mit sich bringen, so bleibt der Radstand und somit auch die Innenraumabmessungen unverändert.

So bewahrt sich der Kleinwagen sein optimales Platzangebot wie auch den Stauraum, der flexibel zwischen 295 und maximal 1.060 Liter variiert.

Nichts desto trotz, verzichteten die Verantwortlichen auch beim Interieur nicht auf eine gewisse Auffrischung und stellten dem i20 hochwertigere Materialien sowie neue Stoffbezüge zur Seite.

Wenn wir die Entscheidung, die bisherigen Farbtöne Rot und Blau im neuen Modelljahr durch einen Grau-Ton zu ersetzen, auch nicht ganz nachvollziehen können,so resultierte diese Entscheidung wohl aus den bisherigen Verkäufen.

Zwar farbloser als der Vorgänger aber dank Applikationen in Alu- und/oder Klavierlack modern und gefällig, wurde auch die Mittelkonsole minimal verändert und in Bezug auf den Bedienkomfort weiter verbessert.

Die Fahrwerksauslegung unterzog sich nur marginalen Veränderungen und so behält sich das B-Segment-Fahrzeug seinen sportlich-komfortablen Charakter bei und wird den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht.

Von den drei zur Wahl stehenden Motoren wurden die beiden Benzinaggregate mit Blick auf Effizienz überarbeitet und der bisher zur Verfügung stehende 1,4-Liter-Diesel durch den neuen 1,1-Liter-Dreizylinder ersetzt.

Mit Common-Rail-Direkteinspritzung und Turboaufladung inklusive Ladeluftkühlung sowie einer Start-Stopp-Automatik stellt er nicht nur in der hauseigenen Motorenpalette das Sparwunder dar, sondern im gesamten Fahrzeugsegment.

In wie weit der angegebene Durchschnittsverbrauch von 3,2 Litern auf 100 Kilometer (bei der Basisausstattung) in der Realität umsetzbar ist, konnten wir während unserer ersten kurzen Ausfahrt zwar nicht erfahren, erhielten jedoch einen positiven Gesamteindruck.Denn der kleine Neuling zeigt sich mit lediglich 84 g/km CO2 nicht nur umweltbewusst, sondern auch durchaus spritzig.

Zumindest was die unteren Geschwindigkeiten anbelangt, denn mit 55 kW / 75 PS gelingt dem Dreizylinder gerade in der Stadt ein flottes Vorankommen. Abseits dieses Terrains verliert der 1,1 Liter-Diesel spürbar an Elan und schafft es mit dem maximalen Drehmoment von 180 Newtonmeter erst in 15,7 Sekunden von null auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit ist bereits bei 158 km/h erreicht. Das sind natürlich alles andere als Beschleunigungsstürme, die man aber ehrlich gesagt bei solch einem Aggregat auch nicht erwarten sollte.

Allerdings haben wir hier die Möglichkeit in den sechsten Gang zu schalten, was gerade in Anbetracht solch einer kleinen Motorisierung nicht immer die Regel ist.

Auch das neue Modelljahr setzt auf die bisher erfolgreich eingefahrenen Crashtest-Ergebnisse und möchte diese in Form des fahrdynamischen Stabilitätsmanagement VSM weiter verbessern.

Dieses vernetzt das Antiblockiersystem mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm ESP sowie der Traktionskontrolle TCS und verhindert ein eventuelles Ausbrechen gerade bei unterschiedlichenStraßenbelägen.

Alles in allem bietet Hyundai dem Käufer mit dem aufgefrischten i20 einen spürbaren Mehrwert, der sich in einem minimalen Aufpreis niederschlägt. So liegt der Einstiegspreis jetzt bei 11.550,- Euro für die Dreitürer-Variante mit dem kleinsten 1,2 Liter Benziner.

Während auch in Zukunft drei Ausstattungslinien angeboten werden, darunter die Basis Classic sowie die Topausstattung Style, wurde das mittlere Niveau Comfort in Trend umbenannt.

Der neue i20 blue 1.1 CRDi ist dabei als Dreitürer ausschließlich in der Variante Trend für 15.680,- Euro erhältlich. Der fünftürigen Karosserie stehen dagegen alle Ausstattungslinien zwischen 14.630,- und 17.880,- Euro zur Auswahl.

Während die Basis immerhin mit der kompletten Sicherheitsausstattung, einer Zentralverriegelung (allerdings ohne Funkfernbedienung), ein in Höhe und Weite verstellbares Lenkrad und einer Audioanlage inklusive vier Lautsprechern und CD-Player aufwartet, ist es doch erst die nächst höhere Version, die Annehmlichkeiten wie elektrisch justier- und beheizbare Außenspiegel mit integrierten Blinkleuchten, das LED-Tagfahrlicht, Nebelscheinwerfer sowie den Lichtsensor oder die Radiofernbedienungam Lenkrad und die Klimaanlage beinhaltet.

Zudem sind einige Optionen wie die Sitzheizung vorn, die sechs Lautsprecher inklusive zwei Hochtöner, die Bluetooth-Freisprecheinrichtung, eine Einparkhilfe hinten, der Regensensor oder die Rückfahrkamera nicht für die Einstiegsvariante erhältlich.

Die Top-Version beinhaltet nicht nur all diese Features, sondern verfügt zudem über eine Geschwindigkeitsregelanlage, Instrumente mit hochauflösender TFT-LCD-Anzeige, das Smart-Key-System und eine Klimaautomatik (ausgenommen blue 1.1 CRDi).

Der jeweiligen Ausstattung steht ein Ausstattungspaket zur Wahl, das diverse Annehmlichkeiten zusammengefasst hat. Auf einzelne Optionen verzichten die Koreaner, mal abgesehen von der Metalliclackierung für 440,- Euro.

Dafür lässt es sich Hyundai nicht nehmen, die Fahrzeuge serienmäßig mit einer Fünfjahres-Garantie ohne Kilometerbegrenzung zu versehen. Darüber hinaus ist in dem Paket eine Zwölf-Jahres-Garantie gegen Durchrostung sowie 60 Monate auf die Lackierung enthalten. Die Mobilitätsgarantie entspricht ebenfalls den 60 Monaten. Dieses Sorglos-Paket verlängert sich nach jeder Wartung bei einem Hyundai Vertragspartner jeweils um einweiteres Jahr bis zu einem Fahrzeugalter von 15 Jahren und einer Laufleistung von maximal 200.000 Kilometern. Außerdem übernimmt der Hersteller die Kosten für die Sicherheits-Checks der ersten fünf Jahre.

Stand: September 2012; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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