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Ford Ranger Wildtrak

In den vergangenen Jahren erhielt der Ford Ranger hierzulande stets den Titel „Pick-up-Marktführer“, 2015 erzielte er sogar als erster Pick-up beim Euro NCAP-Crashtest die Höchstbewertung von 5 Sternen und sicherte sich damit europaweit ein Alleinstellungsmerkmal in seinem Segment. Das der aktuelle Ford Ranger nicht nur sicher und die Vorzüge eines Nutzfahrzeuges mit vorbildlichem Komfort vereint, zeigt uns gerade der Wildtrak nur zu gut auf.

Der Wildtrak positioniert sich als Top-Modell der Baureihe und signalisiert dies auch optisch, anthrazitfarbene Dekorelemene, darunter der lackierte trapezförmige Kühlergrill oder aber auch die Außenspiegel, Türgriffe, seitliche Kühlluftöffnungen und die Ladeflächenreling zählen ebenso zu den Erkennungsmerkmalen wie die rechteckigen Nebelleuchten und der Sportbügel. Der Wildtrak-Version vorbehalten, ist das sogenannte Outdoor-Orange Metallic, das dem Pick-up wirklich sehr gut zu Gesicht steht.

Im Wildtrak erwarten uns gut ausgeformte Teilleder-Sitze mit orangen Streifen in der Sitzmitte sowie orangefarbenen Ziernähten, passend zur Außenfarbe. Selbst das Armaturenbrett weist orangefarbene Stoffnähte auf.

Modern und zugleich zum Wohlfühlen, vermittelt das Ambiente alles andere als den Eindruck in einem Arbeitstier zu sitzen. Von Nutzfahrzeugcharme ist hier nun wirklich keine Spur, bewegt sich der Ford Ranger ganz auf Pkw-Niveau.

Im aktuellen Modell sind Sie Dank Ford SYNC 3 mit AppLink und 8-Zoll-Touchscreen auch in diesem Ford auf dem modernsten Stand was Kommunikation und Infotainment anbelangt. Die erweiterte Sprachsteuerung und Sprachausgabe paaren die Kölner mit einer detaillierten Visualisierung, einen Michelin-Reiseführer für Europa – erhalten Sie hier auf Touren ausführliche Informationen zu Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten – und mittels Apple CarPlay und Android Auto bietet der Ranger weitere Konnektivitätslösungen.

Unser Testfahrzeug war mit der Extrakabine bestückt, die mir zwar eine weitere Sitzbank bietet, die aber doch eher als Ablage statt als Sitzplatz für Großgewachsene nutzbar ist. Auf der Beifahrerseite befindet sich eine weitere kleine und gegenläufige Tür, die den Zugang zur hinteren Sitzreihe gewährt, besser gesagt dem Ladegut, denn mit 1.80 Meter brauchen wir nun wirklich nicht daran denken, dort Platz nehmen zu wollen. Dennoch schätzen wir diesen Raum, finden kleinere Einkäufe hier bequem und sicher ihren Platz, würden diese auf der großen Ladepritsche doch nur umher fliegen.

Die mit Kunststoff ausgekleidete Ladefläche kommt auf 1.85 Meter in der Länge und 1.56 Meter in der Breite. Die maximale Zuladung liegt bei 996 Kilogramm. Entscheiden Sie sich für die Doppelkabine, müssen Sie in der Länge mit 30 Zentimeter weniger auskommen und können 944 Kilo laden. Die Einzelkabine gibt es als Wildtrak nicht.

Dafürstehen Optionen wie die Laderaum-Schutzwanne, ein Hardtop, eine Laderaumabdeckung aus Aluminium, ein Querträger inklusive Laderaumrollo oder ein Dachgrundträger sowie einiges mehr zur Wahl.

Über 5,30 Meter lang und 1,86 Meter breit, die Daten lassen bereits erahnen, hier reicht der vorhandene Platz schnell mal nicht aus und die Parkflächen sind hierzulande gerne mal zu knapp. Doch beim Ford Ranger müssen Sie die Größe keineswegs fürchten, parken auf engstem Raum ist mit dem Ranger unglaublich einfach, ist das Fahrzeug gut überschaubar und dank der Rundumsicht und der Rückfahrkamera machen Einparkmanöver überhaupt keine Probleme. Auf 2 WD ist der Pick-up so unglaublich handlich, der Wendekreis überraschend klein und die elektrische Servolenkung ist wunderbar präzise und beim Manövrieren angenehm leichtgängig. Mit zunehmendem Tempo wird die Lenkung schwergängiger und passt perfekt zum Fahrzeugcharakter.

Vom Start weg, ist der Ranger im Heckantrieb unterwegs und im Zusammenspiel mit der elektronisch geregelten Traktionskontrolle sind wir damit im alltäglichen Fahrbetrieb sehr gut bedient.

Er ist ein Pick-up und so sei ihm die Seitenneigung in Kurven verziehen, seine Stärken liegen dagegen im Transport und so ist er selbst schwer beladen angenehm zu handeln.

Auch während der Fahrt kann bis zu einem gefahrenen Tempo von 120 km/h vom Heckantrieb in den Allrad-Betrieb gewechselt werden. Einfach den Drehknopf auf der Mittelkonsolebemüht und Sie sind im 4×4-Modus unterwegs. Neben dem Heckantrieb „2H“ stehen somit die Antriebsmodi „4 H – high range“ und „4 L – low range“ zur Verfügung.

Ob es regnet oder schneit, in leichtem Gelände angekommen oder auf unbefestigten Wegen unterwegs, ein souveränes Vorankommen ist nun in jedem Fall garantiert. Doch selbst mit gefühlvollem Gasfuß kann man sich rein auf 2 WD aus dem schlammigen Untergrund manövrieren, die grobstolligen Reifen spielten hier natürlich ihren Vorteil aus.

Für den harten Offroad-Einsatz empfehlen wir den 4L-Modus. Geht es in extreme Gefilde, lernen Sie den Böschungswinkel von 28 Grad wie auch die Bodenfreiheit von 23 Zentimeter zu schätzen. Mit einer Watttiefe von 800 mm muss man auch vor Wasserdurchfahrten so schnell kein Halt machen.

Gönnen Sie sich das Offroad-Paket fährt der Ford Ranger mit Motor- und Tankschutz vor, um das Fahrzeug vor Beschädigungen beim Fahren im rauen Gelände zu schützen. Eine elektronische Differenzialsperre an der Hinterachse soll zudem die Traktion verstärken.

Unser Testwagen ist mit dem 3,2-Liter-Motor bestückt, dieser kommt auf 147 kW/ 200 PS, Anhänger mit knapp 3,5 Tonnen zu ziehen, ist so überhaupt kein Problem. Einem möglichen Aufschaukeln des Anhängers wirkt im Ranger eine serienmäßige Anhängerstabilisierung entgegen und hält einen auch bei aufkommenden Schlingerbewegungen auf Kurs.

Der Dieselmotor ist zu Beginn zweifelsohne ein rauer Geselleund faucht regelrecht los, läuft dann zunehmend leiser und verrichtet seine Arbeit angenehm ruhig, da wäre wieder der Pkw-Komfort und so ist der Geselle doch sehr komfortabel zu bewegen.

Schon von unten raus sorgt das maximale Drehmoment von 470 Nm für eine gute Kraftentwicklung. Der Ford Ranger Wildtrak spurtet in stolzen 10,6 Sekunden aus dem Stand heraus bis auf Tempo 100. Die Topspeed von 175 km/h reicht in dieser Fahrzeugklasse absolut aus.

Von Haus aus ist das Aggregat an ein 6-Gang-Schaltgetriebe und ein Start-Stopp-System gekoppelt. Die in unserem Fahrzeug verbaute Automatik mit ihren sechs Schaltstufen ist im Wildtrak X übrigens immer an Bord und verlangt hier einen Aufpreis von Euro 1.487,50 Euro. Allein dem Komfortfaktor geschuldet, würde unsere Wahl auf das Automatikgetriebe entfallen. In dieser Kombination bringt der Fünfzylinder-Diesel seine Kraft souverän auf die Straße, selbst im Modus Frontantrieb, wird der Ranger im alltäglichen Betrieb rein über die Hinterachse angetrieben, allein dem Verbrauch geschuldet.

Verbrauchswerte um und sogar unter zehn Liter sind keine Illusion, angegeben ist der Ford Ranger Wildtrak mit der Extrakabine und dem 3,2-l-TDCi 4×4 Automatik übrigens mit 8,7 Liter auf hundert Kilometer. Die 10,5 Liter konnten wir trotz flotterer Fahrweise mühelos halten und selbst bei ungezügeltem Gasfuß konnten die 12,5 Liter nicht die Laune verderben.

Die Bestnote im NCAP-Crashtest kommt im Ford Rangernatürlich nicht von ungefähr, da machen die Kölner auch keinen Unterschied zwischen den Ausstattungsversionen.

Front- und Seitenairbags sind im Ranger ebenso immer Serie, wie Knie- und Kopfairbags, das elektronische Sicherheits- und Stabilitätsprogramm inkl. Traktionskontrolle, Überroll- und Seitenaufprallschutz, der Berganfahrassistent, die Bergabfahrkontrolle und adaptive Lastkontrolle oder die Anhängerstabilisierung.

Das Reifendruckkontrollsystem, Regensensor und der Scheinwerfer-Assistent sind ab der nächst höheren Ausstattung mit an Bord.

Optional kann der Limited und Wildtrak um ein Fahrspurhalte-Assistent, das Verkehrsschild-Erkennungssystem und die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage erweitert werden. Im Paket inklusive elektrisch klappbarer Außenspiegel steigt der Preis entsprechend um 975,80 Euro. Die technischen Helferlein haben während der Testfahrt einwandfrei funktioniert und bringen noch mehr Pkw-Flair in das Fahrzeug, den man in diesem Umfang ebenfalls nicht in einem Pick-up erwartet.

Vier Ausstattungs-Versionen, drei Kabinen-Varianten und drei Motoren stellt Ford dem Ranger-Interessenten zur Wahl.

Bei der Topausstattung Wildtrak schmälert sich die Auswahl etwas, entfällt die Einzelkabine mit zwei Türen und zwei Sitzen sowie die 130 PS Einstiegsmotorisierung. Der Ford Ranger Wildtrak startet mit Extrakabine und Doppelflügeltüren als 2+2 Sitzer mit dem 2,2 l TDCi ab 43.435 Euro, die Version Doppelkabine mit vierTüren und fünf Sitzen verlangt einen Aufpreis von 535,50Euro. Die Topmotorisierungen gehen bei 44.744,- bzw. 45.279,50 Euro los.

Unabhängig von Ihrer Wahl, sind alle Ford Ranger hierzulande als Lkw homologiert.

Stand: Januar 2019; Test und Fotos: auto-reise-creative

Werbung: Automarkt auto24.de

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