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Ford Neuheiten 2012

Wir haben uns aus den zahlreichen Neuheiten die Ford dieses Jahr auffährt, den neuen Ecoboost-Motor, den Pick-up Ranger und das moderne SYNC-Bediensystem herausgepickt.

Beginnen wir mit dem neuen 1,0-Liter-EcoBoost-Benzinmotor, der dank seiner besonders kompakten Bauweise gerade mal die Grundfläche eines DIN-A4-Blattes einnimmt. Das Dreizylinder-Aggregat folgt nicht nur dem Downsizing-Prinzip, sondern vereint modernste Technologien wie Turbo-Aufladung, Benzin-Direkteinspritzung und die variable Nockenwellen-Verstellung Ti-VCT.

Weitere Maßnahmen, wie die beweglichen Lamellen des Frontgrills, die je nach Kühlluftbedarf geöffnet oder geschlossen werden und somit die Aerodynamik des Fahrzeuges der aktuellen Fahrsituation anpassen oder aber das serienmäßig verbaute Start-Stopp-System tragen dazu bei, dass der neue EcoBoost-Motor Verbrauchswerte eines Diesels erreicht und zugleich puren Fahrspaß garantiert.

In den Leistungsstufen 74 kW (100 PS) und 92 kW (125 PS) feiert der Motor zunächst seine Premiere im Ford Focus wird künftig aber auch in anderen Baureihen angeboten, wie beispielsweise dem im Herbst auf den Markt kommenden B-MAX.

Die Kölner versprechen sich sehr viel von dem Dreizylindermotor und rechnen damit, dass dieser allein in der Focus-Familie einen Anteil von 35 Prozent einnehmen wird. Dass der neue EcoBoost-Motor definitiv das Potenzial zum Bestseller hat, davon konnten wir uns bereits nach den ersten gefahrenen Metern überzeugen.

Beide Leistungsstufen entfalten ihre Kraft bei einem maximalenDrehmoment von 170 Nm zwischen 1.400 und 4.000 U/min. Die 125 PS-Version greift dank Overboost-Funktion kurzzeitig sogar auf 200 Nm zu.

Der kleine Motor beschleunigt den Focus bemerkenswert agil und gibt sich drehfreudig. Doch wesentlich überraschender war die enorme Laufruhe, mit der das Dreizylinder-Aggregat ans Werk geht. Reizen wir die Drehzahlen aus, entströmt dem Motor ein sportlicher aber dennoch unaufdringlicher Sound. Andererseits lässt sich das Fahrzeug auch problemlos niedertourig bewegen, ohne dabei jedoch auf ausreichend Vortrieb zu verzichten.

Hier kommt der Scavenging-Effekt zum Einsatz, dieser hebt das Ansprechverhalten des Turboladers gerade bei niedrigen Drehzahlen. Des weiteren führt die gleichzeitige Öffnung der Ein- und Auslassventile während des Ansaugtakts zu einer Art „Durchspülung“ des Brennraums. Womit die Zylinder vollständig mit frischem Sauerstoff gefüllt werden und das bei gleichzeitiger Kühlung des Brennraums, was wiederum für deutlich verbesserte Abgaswerte sorgt.

In Zahlen ausgedrückt liegt das etwas schwächere Aggregat mit 12,5 Sekunden für die Beschleunigung von null auf Tempo 100 und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h verständlicherweise hinter der stärkeren Version mit 92 kW / 125 PS, die den Spurt in 11,3 Sekunden schafft und acht Stundenkilometer höher beschleunigt.

Absolut sehen lassen können sich dabei aber vor allen Dingen die vom Hersteller angegebenen Verbrauchswerte. So soll sich der 1.0-EcoBoost-Motor je nach Leistungsvariante mit 4,8 bzw. 5,0 Litern begnügen. Woraus ein CO2-Ausstoß von lediglich 109g/km für die 100 PS-Variante oder aber 114 g/km für die Version mit 125 PS resultiert.

Während die kleine Leistungsstufe an ein Fünfgang-Getriebe gekoppelt ist, lässt sich die 125-Variante mit einem Sechsgang-Getriebe schalten. Beide Schaltgetriebe zeichnet eine angenehme Leichtgängigkeit und kurze Schaltwege aus.

Der Ford Focus 1,0-Liter-EcoBoost mit 100 PS startet bei 18.050,- Euro in der Basisausstattung Ambiente. Womit er lediglich 200,- Euro über dem Preis des 105 PS starken 1,6-Liter-Ti-VCT liegt. Wer die Variante mit 125 PS ordert, steigt bereits mit der nächsthöheren Linie Trend ein und liegt bei 20.700,- Euro. Die Topausstattung Titanium ist in Verbindung mit beiden Leistungsstufen verfügbar und verlangt dem Käufer 22.050,- Euro bzw. 23.050,- Euro ab.

Die dritte Generation des Ranger vereint sozusagen die Welt, stammt aus Australien, wird in Südafrika gebaut und bezieht seine Technologien aus Deutschland.

Mit Einführung des VW Amarok haben die Wolfsburger nicht nur das Segment zu neuem Leben erweckt, sondern auch neue Maßstäbe gesetzt. Doch nun zieht der neu entwickelte Ranger nach. Dabei vereinen die Kölner bei Ihrem neuen Pick-up nicht nur die Vorzüge eines Nutzfahrzeuges mit vorbildlichem Komfort, sondern stellen dem Ranger zahlreiche Annehmlichkeiten zur Seite, sei es die Rückfahrkamera, Sprachsteuerung, eine in das serienmäßige ESP integrierte Anhänger-Stabilisierungsfunktion oder eine adaptive Zuladungskontrolle, eine 2-Zonen-Klimaautomatik und Geschwindigkeitsregelanlage bis hin zu einem Navigationssystem mit5-Zoll-Multifunktions-Farbdisplay.

Basierend auf der neuen Pick-up-Architektur, die Ford im Rahmen der Produktstrategie „ONE Ford“ für den globalen Einsatz entwickelt hat, ist der Ranger wahlweise als Zweitürer mit Einzelkabine, mit der Extrakabine als 2+2-Sitzer oder als geräumiger Viersitzer mit Doppelkabine erhältlich. Neben den verschiedenen Karosserievarianten, kann der Kunde zwischen zwei neuen Duratorq TDCi-Turbodiesel sowie vier Ausstattungslinien XL, XLT, Limited und Wildtrak auswählen.

Die Preise erstrecken sich dabei von 24.978,10 Euro bis hin zu dem von uns fotografierten Ranger Wildtrak für 40.864,- Euro.

Befeuert von 200 PS, gekoppelt an ein sehr komfortables Sechsgang-Automatikgetriebe und einem Allradantrieb, bietet das Topmodell zahlreiche optische Hingucker, diverse Ausstattungsfeatures angefangen von einer Zweizonen-Klimaautomatik, einem Navigationssystem inklusive Rückfahrkamera dessen Bild auf den Innenspiegel projiziert wird bis hin zur Sitzheizung.

Ob Basis- oder Sondermodell, der Ranger fährt als erster Pick-up beim EuroNCAP-Test die Höchstwertung von fünf Sternen ein, was dem Fahrzeug jedoch nicht nur das beste Ergebnis in seinem Segment einbringt, auch in punkto Fußgängerschutz erreicht der Ford Ranger die Bestnote und das von allen bisher getesteten Fahrzeug der Euro NCAP-Organisation. In Anbetracht der wuchtigen Frontpartie gar nicht zu glauben, aber wahr.

Apropos Front. Diese sticht mit verchromtem und markantem Kühlergrill wie auch den groß dimensionierten Scheinwerfern imposant hervor. Die Karosserie mit kurzenFahrzeugüberhängen strotz auch in der Seitenansicht nur so vor Kraft. Wuchtige Trittbretter, markant ausgestellte Radkästen sowie 18-Zoll-Leichtmetallräder oder aber die Sportreling auf der Ladefläche sorgen für einen ausdrucksstarken Auftritt.

Nichts beim Alten belassen haben die Verantwortlichen auch im Innenraum. Modern und zugleich zum Wohlfühlen, vermittelt das Ambiente alles andere als den Eindruck in einem Arbeitstier zu sitzen. Im „Wildtrak“ nehmen wir auf gut ausgeformten Teilleder-Sitzen mit orangen Streifen in der Sitzmitte sowie orangefarbenen Ziernähten Platz.

Bei der Karosserievariante mit Doppelkabine konnte durch Vorrückung der B-Säule mehr Fußraum im Fond geschaffen werden. Während die Einzelkabine eine Ladefläche von 2.317 x 1.560 mm bietet, liegt die Extrakabine bei 1.847 mm und die Doppelkabine bei 1.560 bei jeweils 1.560 Millimeter Breite.

Neben dem Duratorq TDCi-Vierzylinder-Turbodiesel mit 2,2 Litern Hubraum der in den Leistungsstufen 92 kW (125 PS) und 110 kW (150 PS) zur Wahl steht, stellt der 3,2 Liter große TDCi-Turbodiesel mit fünf Zylindern die Topmotorisierung dar.

Mit einem Drehmomentmaximum von 470 Newtonmetern und den 147 kW / 200 PS zieht der Ranger auch voll beladen stets souverän los. Fast 1,3 Tonnen Zuladung erlaubt der Ford und darf bis zu 3,35 Tonnen ziehen, womit der neue Ford Ranger auch in diesem Punkt eine deutliche Steigerung verbuchen kann.

Laut Werksangaben begnügt sich der Topdiesel im kombinierten Zyklus mit 9,5 Litern auf hundert Kilometer, die Automatikversion liegt knapp einen Liter über diesemWert.

Der manuell zuschaltbare Allradantrieb kommt dem Spritverbrauch deutlich entgegen und lässt sich per Drehknopf regeln. Das Umschalten ist dabei auch während der Fahrt bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h möglich. Zudem steht abseits der asphaltierten Pisten eine manuell aktivierbare Getriebe-Untersetzung sowie eine elektronisch geregelte Traktionskontrolle TCS bereit.

Hiermit sowie mit einer Wattiefe von 800 Millimeter und einem Böschungswinkel von 28 Grad ist der Kölner Pick-up auch für hartes Gelände bestens gewappnet.

Mit Einführung des B-MAX im Herbst, betritt auch das neue sprachgesteuerte Multimedia-Bediensystem SYNC den Markt.

Das System lässt sich entweder per Tasten am Lenkrad, dem 8-Zoll-Touchscreen oder aber per Sprachsteuerung bedienen. So manövrieren wir uns mittels Sprachbefehle nicht nur durch die Navigation, auch die Audioeinheit, die Klimatisierung oder aber das Telefon lassen sich so handeln.

Via Bluetooth ist das Mobiltelefon im Nu mit dem Fahrzeug verbunden, SYNC liest dabei sogar eingehende Kurznachrichten (SMS) vor und bietet dem Fahrer die Möglichkeit rein per Sprache und mittels vorbereiteter Textbausteine mühelos zu antworten. Zudem kann SYNC als mobiler WLAN-Hotspot genutzt werden. Doch damit sind die Funktionen bei weitem nicht ausgeschöpft.

Der Notruf-Assistent „Emergency Assistance“ setzt nach einem Verkehrsunfall automatisch einen Notruf ab und verständigt die Rettungskräfte und das in der jeweils richtigen Landessprache. Dabei greift das System auch auf die GPS-Koordinaten des Fahrzeugs,Kartendarstellungen und Mobilfunknetz-Informationen zurück, um den Helfern somit eine bestmögliche und exakte Angabe zum Standort zu übermitteln.

SYNC wird in mehr als 30 Ländern sowohl in Europa als auch außerhalb zur Verfügung stehen.

Stand: Juni 2012; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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