// Fahrbericht / Ford Mondeo Turnier 2,2 TDCi

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Ford Mondeo Turnier 2,2 TDCi

Von einem völlig neuen Ford Mondeo zu sprechen wäre sicherlich falsch. Viel mehr sollte die Rede von einem rundum verbesserten Mondeo sein. Denn optisch aufgefrischt, im Inneren aufgewertet, unter dem Blech mit modernen Fahrerassistenzsystemen versehen sowie mit zwei neuen Topmotorisierungen erhältlich – darunter der von uns getestete Duratorq TDCi-Diesel – gilt das für den aktuellen Mondeo in jedem Fall. Am ausgewogenen Fahrwerk, der gelungenen Schaltung, dem guten Platzangebot mit den feinen Sitzen, der üppigen Ausstattung und dem fairen Preis hat sich nichts geändert. Sein derzeit stärkster Diesel leistet 200 PS, geht super ab und bleibt dennoch sparsam.

Auch in Zukunft wird mit bis zu 80 Prozent den Großteil des Mondeo-Kuchens der Kombi, Turnier genannt, einnehmen. Alternativ bieten die Kölner nun nur noch die Fließheck-Variante an, die Version Stufenheck wurde mangels Nachfrage eingestellt.

Auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so auffällig, aber im direkten Vergleich fallen die optischen Retuschen und Veränderungen des aktuellen Modelljahrs doch sehr deutlich auf.
Einzig in der Länge minimal angewachsen, schafften es die Designer, den Mondeo dynamischer und optisch breiter wirken zu lassen.Angefangen beim Kühlergrill, dessen oberer Teil sich jetzt schmaler gestaltet und der untere Lufteinlass dafür dem neuen Look folgt, der unter anderem vom S-Max vorgelegt wurde.

Wenn auch im Kern das gelungene Kinetic-Design beibehalten wurde, so bekommt dem Kölner Bestseller die markanter modellierte Motorhaube, die modifizierte Frontschürze mit eleganter gestalteten Nebelscheinwerfern sowie dem neuen schicken LED-Tagfahrlicht richtig gut.

Auch die jetzt größer und sportlicher gezeichneten Rückleuchten strahlen dank serienmäßigem LED nun noch stärker. Ohnehin gestaltet sich das Heck nun wesentlich schärfer. Zudem sorgen je nach Motorisierung zwei schicke Endrohre, jeweils seitlich angebracht, für einen gelungenen Abschluss.

Entsprechend der äußeren Veränderungen, präsentiert sich auch der Innenraum überarbeitet. Dank höherwertiger Materialien, neuen Stoffen und einer soliden Verarbeitung konnten die Kölner die Anmutung spürbar steigern. Behutsam wurde auch an der Mittelkonsole Hand angelegt, die sich aber auch weiterhin ihre Bedienfreundlichkeit bewahrt. Etwas augenfälliger gestaltet sich dagegen die neue Instrumenteneinheit. Hier wechselte man von klassischen Rundinstrumenten auf eine moderne Einheit mit großem Infodisplay zwischen Tachometer undDrehzahlmesser.

LED-Technologie hielt auch im Innenraum und hier in die Ambiente-Beleuchtung Einzug. Des weiteren bietet Ford dem Kunden eine größere Auswahl an Dekors und Stoffmustern sowie ein neu entwickeltes Satelliten-Navigationssystem wie auch das Premium-Sound-System mit 265 Watt starkem 8-Kanal-Verstärker, optimiertem Lautsprechersystem und einem Subwoofer, der seinen Platz unter dem Vordersitz findet.

An dem vorbildlichen Gestühl, das uns nicht nur guten Langstreckenkomfort, sondern auch in schnellen Kehren sicheren Halt bot, änderten die Verantwortlichen ebenso wenig wie an den optimalen Platzverhältnissen.

Seien es die Großgewachsenen, die in Reihe zwei problemlos ihren Platz finden oder das Gepäck, das selbst bei Ausstattung mit vollwertigem Reserverad im 489 – 1.680 Liter großen Kofferraum untergebracht werden kann.

Um letzteren Wert zu erreichen, muss zunächst die Sitzfläche hochgeklappt und dann die Lehne umgelegt werden. Dies gelingt je nach Bedarf im Verhältnis 60 zu 40. Der dabei entstehende ebene Ladeboden lässt sich dank weit öffnender Heckklappe und angenehm niedriger Ladekante einfach beladen. Das Ladegut lässt sich des weiteren mittels Verzurrösen und Befestigungshaken problemlos fixieren.

Warum etwas ändern, was sich bereits bewährt hat?Diese Frage stellten sich sicher auch die Ingenieure von Ford und kamen zu dem Entschluss, den ausgewogenen Fahrwerkscharakter beizubehalten, ebenso die angenehm direkte Lenkung, die ein müheloses Manövrieren des Kombis möglich macht.

Auch in Zukunft bietet Ford dem Kunden das optionale Fahrwerkssystem mit elektronischer Dämpferreglung an, das dem Fahrer die Möglichkeit bietet zwischen dem Normal-, Komfort- und Sportmodus zu wählen.

Die Scheibenbremsen, vorn innenbelüftet, packen in Verbindung mit ABS sowie der elektronischen Bremskraftverteilung schnell und auf leichten Tritt ordentlich zu und sorgen im Ernstfall für souveräne Verzögerungswerte.

Die mit dem Facelift einhergehenden neuen Motorisierungen sowohl seitens der Otto- als auch Dieselmotoren runden die bestehende Modellpalette gelungen nach oben hin ab.
Mit 147 kW / 200 PS stellt der von uns gefahrene 2,2 l Diesel die derzeitige Leistungsspitze der Ford Duratorq-TDCi-Motorenfamilie dar. Der TDCi-Vierzylinder ist dabei rundum neuentwickelt und fährt ein maximales Drehmoment von 420 Nm auf, das nicht nur von unten heraus parat steht sondern sich über einen breiten Drehzahlbereich kraftvoll entfaltet. Auch aus niedrigen Touren zieht er noch kraftvoll los, was zu jeder Zeit souveränen Vortrieb garantiert. Einstörendes Dieseln ist dabei nicht zu vernehmen, auch nicht, wenn der Motor sich noch im kalten Zustand befindet.

Letztlich beschert dieser Motor dem Mondeo Beschleunigungswerte von 8,3 Sekunden von Null auf Tempo 100, die Limousine schafft den Spurt sogar noch 0,2 Sekunden schneller. Die Topspeed differiert um fünf Stundenkilometer und liegt beim Turnier mit 225 km/h etwas unter dem Wert der Fließheckvariante.

Dabei überzeugt der stark motorisierte Selbstzünder nicht nur mit optimaler Leistung, auch ein niedriger Verbrauch stand ganz weit oben im Lastenheft.

Ohne ständig seinen Gasfuß zügeln zu müssen, was bei einem Fahrzeug dieser PS-Klasse auch wahrlich nicht zu erwarten ist, können wir aber ebenfalls sparsam unterwegs sein, was der Bordcomputer mit Werten zwischen 7 und 7,8 Litern belegte. Bei zurückhaltendem Gasfuß ermittelte Ford einen Mixverbrauch von sechs Liter sowie einen CO2-Ausstoß von 159 g/km. Dabei muss der Mondeo noch ohne Stopp-Start-Automatik auskommen. Das angenehm geführte Sechs-Gang-Getriebe ist auch in der aktuellen Generation durch und durch als gelungen zu bewerten.

Das serienmäßige IPS Ford-Sicherheitspaket, das u.a. Front-, Seiten- und Kopf-Schulterairbags, einen Knieairbag für den Fahrer und eine Sicherheits-Lenksäule bzw. -pedalerie,aber auch Dreipunkt-Sicherheitsgurte, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer beinhaltet, konnte bereits der Vorgänger aufweisen.

Nun kann der Kunde seinen Mondeo je nach gewünschtem Umfang für 820,- beziehungsweise 1.800,- Euro mit dem Technologie-Paket um folgende Fahrerassistenzsysteme aufrüsten: Den Fahrspurassistent, Driver Alert (Müdigkeitswarnung), Toter Winkel-Assitent BLIS, die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Auffahrwarnsystem wie auch das automatische Fernlicht.

Die beiden neuen Topmotorisierungen sind standesgemäß den höchsten Ausstattungsniveaus vorbehalten. Dennoch bewegt sich unser Testwagen mit dem 2,2 l TDCi als Titanium mit 33.850,- Euro oder aber als Titanium S für runde 37.000,- Euro auf einem fairen Preisniveau.
Dieses untermalt zudem eine umfangreiche Serienausstattung, zu der bei beiden Varianten eine Geschwindigkeitsregelanlage, schickes Dekor, ein automatisch abblendender Innenspiegel, das Ford Convers+ Fahrerinformationssystem, eine Klimaautomatik, das Premium-Multifunktions-Lederlenkrad, der Scheinwerfer-Assistent wie auch individuell verstell- und beheizbare Sportsitze zählen.

Die exklusive Ausstattung mit dem Zusatz „S“ bringt zudem Bi-Xenon-Scheinwerfer inklusive Abbiegelicht, die Ford Power-Startfunktion (schlüsselloses Starten), dasMondeo Individual-Styling-Paket, die Leder-/Alcantara-Polsterung, das Sportfahrwerk und 18″-Leichtmetallräder mit. Attraktiv geschnürte Ausstattungspakete sowie diverse Einzelpositionen finden Sie zudem in der Aufpreisliste.

Stand: Dezember 2011; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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