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Fiat Panda Cross

Der Markt mit den Crossover-/SUV-Modellen boomt ungebremst, vom großen Offroader bis hin zum Mini-SUV tummeln sich von Tag zu Tag immer mehr Hersteller mit den verschiedensten Varianten in einem mittlerweile regelrechten Haifischbecken. Doch bleiben wir gleich mal bei den Kleinsten im Segment. Der Fiat-Konzern bedient allein mit seiner Panda-Familie unterschiedlichste Ansprüche. Während der Panda Trekking zunächst dem optischen Anspruch entsprechen möchte, vereint das Topmodell der Baureihe, der Fiat Panda Cross diesen peppigen Offroad-Look mit den Geländeeigenschaften des Panda 4×4 und setzt aber zudem auf die Leichtfüßigkeit des klassischen Panda.

Stylisch und markant zugleich, stellt auch die Optik des Fiat Panda Cross eine Kreuzung aus pfiffigem Cityflitzer mit dem Charakter eines robusten Offroader dar.

Dabei präsentiert sich dieser Ableger der inzwischen dritten Panda-Generation mit diversen Karosseriespezifikationen, die dabei nicht nur der Optik dienen sondern auch das Fahrzeug beim Ritt abseits asphaltierter Wege schützen.

Der wuchtige und durchgängige Unterfahrschutz setzt sich in mattchrom von der Karosserie ab, und sorgt gerade an der Front mit seiner Lochoptik und den knallig roten Abschleppösen für einen gelungenen Eyecatcher. Gerade im Falle unseres Testwagens wird dieser ausdrucksstarke Auftritt durch das knallige Gelb perfekt gemacht.

Die silberfarbenen Seitenschutzleisten oder aber die Dachreling kontrastieren dabei ebenso gelungen, wie die in grauem Kunststoff gefertigten Kotflügelverbreiterungen.

Und auch beim Licht geht der Fiat Panda Cross eigene Wege und ergänzt das Paket serienmäßig um ein LED-Tagfahrlicht, das getrennt von der neu gestalteten Scheinwerfereinheit im Unterfahrschutz seinen Platz findet.

Die gewisse Eigenständigkeit bewahrt sich die „Cross“-Variante auch im Innenraum. Speziell dem Topmodell vorbehalten ist hier nicht nur der Stoffbezug in naturfarbenem oder braunemEco-Leder, verarbeitet sowohl an den Sitzen als auch den Türverkleidungen, auch die Armaturentafel hebt sich hier in einem Kupferton gelungen ab.

Die Sitze, zwar versehen mit einem „Cross“-Schriftzug, lassen letztlich aber die gewünschte Beinauflage und den nötigen Seitenhalt vermissen. Hier wird leider sehr deutlich, dass wir am Ende doch in einem Kleinwagen sitzen. Und wenn sich der Fahrersitz auch optional in der Höhe verstellen lässt, so ist mir persönlich die Sitzposition stets zu hoch. Die sehr harten Kunststoff-Kopfstützen stoßen ebenfalls negativ auf. Schade.

In Anbetracht der Fahrzeugklasse fährt der kleine Italiener allerdings mit reichlich Sitzkonfigurationen im Fond auf. Von Haus aus mit einer durchgehenden Sitzbank für zwei Personen ausgestattet, kann der Kunde alternativ und gegen Aufpreis eine symmetrisch umklapp- und längs verschiebbare Rückbank oder aber eine im Verhältnis 60:40 umlegbare Sitzreihe mit drei Sitzplätzen ordern. Und so können dementsprechend bis zu fünf Personen im Fiat Panda Cross die Berge erklimmen.

Mit der längs verschiebbaren Rücksitzbank kann jedoch nicht nur das Raumangebot für die Beine individuell angepasst werden, abhängig davon variiert natürlich auch das Kofferraumvolumen zwischen 225 und 260 Liter. Durch ein müheloses Umlegen der Rücksitzlehnen lässt sich sogar ein Reiseproviant von bis zu 870 Liter mitnehmen.

Mit der umlegbaren Beifahrersitzlehne (optional) macht Fiat die Flexibilität letztlich perfekt, können nun auch Gegenstände von bis zu zwei Meter Länge transportiert werden.

Geländegänger tun sich gerade im engen Tumult der Stadt schwer, nicht so der Fiat Panda Cross. Mit einem Gardemaß von gerade mal 3,70 Meter fühlen wir uns mit dem Panda pudelwohl im Großstadtdschungel. Finden wir hier nicht nur rasch die passende Parklücke, wendig wie der Fiat ist, sind wir auch ruckzuck in selbiger drin.

Doch wie viel Offroader steckt denn nun in dem Fiat Panda Cross?

Mit einer Bodenfreiheit von bis zu 16Zentimeter, einem Böschungswinkel von 24 Grad vorn und 34 Grad hinten sowie einem Rampenwinkel von 21 Grad hat der Panda Cross schon mal überraschend gute Werte vorzuweisen.

Diese paart Fiat mit speziellen Ganzjahresreifen im Breitformat 185/65R15, Stahlprotektoren am Unterboden und weitere spezifische Karosserieänderungen.

Und nicht zu vergessen natürlich, den permanenten Vierradantrieb „Torque on Demand“ in Verbindung mit dem elektronischen Sperrdifferenzial ELD.

Und ein Ritt in raues Terrain zeigt auf, der Fiat Panda Cross hält was er verspricht und überrascht immer wieder mit seiner enormen Geländetauglichkeit.

Droht ein Rad an Grip zu verlieren, reagiert die Elektronik blitzschnell, bremst dieses gezielt ab und leitet die Kraft an die übrigen Räder und sorgt somit auch für ein souveränes Vorwärtskommen auf rutschigem Untergrund oder auch Schnee.

Was bei diesem Crossover aber mit Sicherheit keiner erwartet, der Panda Cross kann 70-prozentige Steigungen überwinden und meistert dank des höher gelegten Ansaugtraktes auch Wasserdurchfahrten spielerisch.

Um diese Offroadfähigkeiten bestmöglich auszureizen, haben die Italiener dem Panda Cross darüber hinaus das Traktionsregelsystem „Terrain Control“ spendiert. Per Drehcontroller in der Mittelkonsole kann der Fahrer zwischen drei vorprogrammierten Modi wählen.

Im Auto-Modus passt die Elektronik die Kraftverteilung den jeweiligen Traktionsverhältnissen an und so geht die Kraft zunächst benzinsparend an die Vorderräder und die Hinterachse wird nur bei fehlendem Schlupf zugeschaltet. Erfordert es jedoch die Situation, wird dann das gesamte Drehmoment – beim Diesel bis zu 190 Nm – an die Hinterräder geleitet.
Wird das Klima immer rauer, wechseln wir in den Offroad-Modus (bis 50 Stundenkilometer möglich). Der Allradantrieb wie auch das elektronische Sperrdifferenzial und die automatische Drehmomentverteilung sind nun in der sogenannten Lock-Funktion dauerhaft aktiv.

Ja, der Fiat Panda Cross erweist sichals wahrer Klettermax und auch wenn es den Berg wieder hinunter geht, lässt dieser Panda einen nicht im Stich. Mittels Drehregler aktivieren wir den „Hill Descent“ und die Bergabfahrhilfe bremst nun das Tempo des Fahrzeuges selbstständig ein und geleitet uns in konstanter Geschwindigkeit sicher die Steigung hinab, einzig die Lenkung dürfen wir nicht aus der Hand geben.

Motorseitig wird das Multitalent wahlweise von einem 90 PS starken TwinAir Turbo oder dem von uns getesteten 1.3 16V Multijet Turbodiesel angetrieben, der sich im Gegensatz zum Zweizylinder-Benziner jedoch mit fünf Gängen begnügen muss, somit haben wir den sechsten Gang gerade auf der Autobahn schmerzlich vermisst. Dreht der ohnehin stets präsente Diesel jetzt einfach zu hoch und läuft dann sehr rau und auf Dauer unangenehm laut. Übrigens, der Fiat Panda Cross wird maximal 168 km/h schnell. Um noch mal kurz zum Fünfgang-Handschalter zurück zu kommen, dieser könnte zwar gerne kürzere Wege aufweisen, ist aber dennoch gut geführt und abgestuft.

Dank einer weiteren Leistungsspritze hat der Fiat Panda Cross in der Dieselvariante mittlerweile 70 kW / 95 PS unter der Haube. Für den Standardsprint von Null auf Hundert Stundenkilometer vergehen durchschnittliche 12,7 Sekunden, dennoch zeigt sich der Kleine mit seinem maximalen Drehmoment von 200 Newtonmetern phasenweise sogar recht durchzugsstark.

Unabhängig vom gewählten Aggregat ist der Panda Cross serienmäßig mit einer Start&-Stopp-Automatik ausgestattet, die im Stadteinsatz zusätzlich hilft Kraftstoff einzusparen. Und tatsächlich sind wir hier nur knapp an den angegebenen 4,8 Liter vorbeigeschrammt.

Der Durchschnittsverbrauch beträgt laut Datenblatt 4,5 Liter auf 100 km, in der Praxis haben wir zwar in der Regel einen ganzen Liter mehr verbraucht, dafür jedoch auch jegliche Zurückhaltung über Bord geworfen.

Auf der einen Seite zwar mit mehr Kraft ausgestattet, konnte Fiat aber auf der anderen Seite den CO2-Ausstoß weiter reduzieren und erreichtaktuell einen Wert von 119 g/km. Selbstverständlich erfüllen beide Motorisierungen die Euro 6 Norm.

Frontairbags, durchgehende Kopfairbags, eine Teleskopsicherheitslenksäule, ISOFIX an der Rücksitzbank, eine Kindersicherung an den Türen, ein Feuerschutzsystem, ESC sowie ein Reifendruckkontrollsystem gehören bei Fiat stets zum guten Ton.

Gegenüber seinen Schwestermodellen, ist die Cross-Variante außerdem mit Seitenairbags an den Vordersitzen ausgestattet.

Im Sicherheits-Paket enthalten und für 490 Euro zu haben, ist der Panda dann mit Parksensoren am Heck und zum anderen mit dem preisgekrönten City-Notbremsassistent ausgestattet.

Dieser misst den Abstand zu Hindernissen vor dem Fahrzeug, erkennt diese und leitet in einem Geschwindigkeitsbereich zwischen 5 km/h und 30 km/h automatisch einen Bremsvorgang ein. Sollte der Fahrer dennoch auf dem Gas bleiben, nimmt das System außerdem die Motorleistung zurück. Die Unfallschwere kann so in jedem Fall reduziert oder gar eine Kollision gänzlich verhindert werden.

Wirklich gravierende Gründe gibt einem der Fiat Panda Cross ja eigentlich nicht zum meckern – das fehlende Sechsgang-Getriebe und das Gestühl mal außen vor gelassen 😉 – wäre da nicht der Preis. Schlägt dieser mit mindestens 19.090 Euro (der Diesel verlangt einen weiteren Aufpreis von 1.700 Euro) dann doch etwas zu. Gut, dieser Panda hat gegenüber einem „Kleinwagen“ auch einiges mehr zu bieten, ob es diesen Mehrpreis wert ist, muss dann aber doch jeder für sich selbst entscheiden.

Ebenso, welche Optionen und Pakete der Kunde noch dazu wählen möchte. Zwar ist der „Cross“ – wie es sich für ein Topmodell gehört – bereits vorbildlich und mit zahlreichen Komfortmerkmalen ausgestattet, doch darüber hinaus haben die Italiener noch weitere verlockende Extras im Angebot.

Werfen wir allein einen Blick auf das Zubehör und die Accessoires von Mopar … Ob es nun so optische Raffinessen wie die Abdeckkappen für die Außenspiegel oder die speziellenVentilkappen sind oder dann doch so praktische Features wie ein Fahrradträger und Kleiderhaken, hier wird mit Sicherheit jeder fündig und verpasst so seinem Panda Cross einen ganz speziellen Schliff.

Stand: März 2016; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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