// Fahrbericht / Die Peugeot 308-Familie rollt ins neue Modelljahr

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Die Peugeot 308-Familie rollt ins neue Modelljahr

Die gesamte 308-Baureihe wurde renoviert und unter der Haube aufgefrischt. Neue Ausstattungsvarianten, effizientere Motoren und ein wirkungsvolles Facelift machen sowohl die Limousine, als auch die Kombivariante SW sowie das Coupé-Cabriolet CC attraktiv für das neue Modelljahr. Während der CC 21% des Kuchens einnimmt, liegt die fünftürige Limousine bei 34 % und der SW nimmt mit 45 % den größten Teil ein.

Das sportlich-aggressive Auftreten der Vorgänger-Baureihe kam beim Kunden scheinbar nicht so gut an wie erhofft. Daher gingen die Designer wieder zurück zu einer eher eleganten und zugleich hochwertigen Optik. Wir müssen zugeben, diese Entscheidung kommt dem 308 wahrlich zu gute.

Gerade die abgeflachte Frontpartie mit dem deutlich verkleinerten Kühlergrill und den schmaleren Stoßfängern, sorgt für einen harmonischeren Auftritt. Das neue Markenemblem prangt stolz auf schwarz lackiertem Untergrund, eingefasst von einem silberfarbenen Rahmen an der vordersten Spitze der Motorhaube.

Die neuen Scheinwerfer mit getönten Glasabdeckungen gefallen ebenso wie auch die im unteren Teil der Frontschürze verbauten, markanten, bumerangförmigen LED-Leuchteinheiten, leider müssen wir jedoch bei der Basisversion auf dieses schicke Tagfahrlicht verzichten.

Die Veränderungen am Heck sind dagegen sehr minimal ausgefallen und beschränken sich nur auf die Limousine, die mit einer horizontal verlaufenden Chromleiste versehen ist. Die Farbpalette umfasst neben den acht bekannten Tönen die neuen FarbenBourrasque Blau, Philae Blau und Umbra Braun – wobei letztere derzeit dem Cabriolet vorbehalten ist.
Im Interieur möchte Peugeot mit noch hochwertigeren Materialien glänzen und verzichtet auf ein Umstyling. So bleibt es bei einer vorbildlichen Verarbeitung, optimalen Bedienung und gutem Platzangebot.

Je nach Bedarf bietet die Limousine ein Stauvolumen zwischen 348 Liter und 1.201 Liter. Der Kombi trumpft nicht nur mit einem gut nutzbaren 508 bzw. 573 Liter großen Laderaum auf, der auf bis zu 1.736 Liter erweiterbar ist, sondern überlässt dem Kunden die Wahl zwischen einer klassischen Rückbank oder verschiebbaren Einzelsitzen sowie der Option eine dritte Sitzreihe mit zwei weiteren Einzelsitzen zu ordern. Die Plätze 6+7 werden dabei von Peugeot bewusst als Notsitze verkauft und sind nicht für längere Reisen oder Sitzriesen gedacht.
Verständlicherweise legt der CC sein Hauptaugenmerk weniger auf den Kofferraum, kann aber dennoch mit 403 Liter bei geschlossenem Verdeck aufwarten. Fahren wir „oben ohne“ verringert sich dieser auf 226 Liter.

Als ein wesentlich interessanteren und attraktiveren Aspekt gestaltet sich beim Coupé-Cabriolet dagegen die optionale Nackenheizung „Airwave“, die den vorderen Insassen einen angenehm warmen Luftschal um den Nacken legt.

Im Großen und Ganzen blieb das ausgewogene Fahrwerk unberührt und basiert auch weiterhin auf der bewährten Plattform, ist an der Vorderachse mit McPherson-Federbeinen sowie verformbaren Querträgern an der Hinterachse bestückt.

Das französische Motorenportfolio bietet zahlreiche Otto-Motoren, sowohlVTi- und THP-Aggregate, moderne HDi-Common-Rail-Diesel mit serienmäßigen Rußpartikelfilter bis hin zur neuen e-HDi-Micro-Hybrid-Technologie, auf die wir hier und heute auch näher eingehen möchten.

Erwartungen entsprechend soll diese Motorisierung 29 Prozent einnehmen und ist zudem für alle Karosserievarianten erhältlich, wenn auch die Kombinationsmöglichkeit beim Cabriolet etwas reduziert ist. So ist hier der e-HDi 110 Stop&Start nicht in Verbindung mit der Topausstattung sowie dem EGS6 verfügbar.

Doch Peugeot setzt mit seiner gesamten Motorenpalette, dessen Leistungsspektrum von 68 kW (92 PS) bis 147 kW (200 PS) reicht, auf Effizienz und steigert diese u.a. auch durch die Verwendung von rollwiderstandsarmen Reifen, einer modifizierten elektrischen Servolenkung sowie einer elektronisch geregelten Ölpumpe, die bei den 1,6 Liter Diesel verbaut ist.

Der e-HDi leistet 82 kW / 112 PS, was zwar nicht für sportliche Fahrleistungen aber dennoch für ausreichend Vortrieb sorgt. Im 508 hielt die neue Technologie bereits Einzug und findet nun in der neuen 308-Generation seine Fortsetzung. In den kommenden Monaten soll diese außerdem auf die gesamte Fahrzeugpalette umgemünzt werden.

Mit dem neuesten STOP & START-System bestückt, hebt sich Peugeot deutlich von seinen Mitbewerbern ab, denn im Vergleich zu einem herkömmlichen Anlasser kommt hier ein reversibler Starter-Generator zum Einsatz. Die elektronische Steuerung regelt auch die Rückgewinnung der Bremsenergie und dient zudem als Energiespeicher.

Das System arbeitet von -5 bis +30 Grad Celsius undin Verbindung mit dem manuellen Schaltgetriebe schaltet sich der Motor bereits unterhalb einer Geschwindigkeit von 20 km/h ab. beim automatisierten Getriebe EGS6 erfolgt die Motorabschaltung ab acht km/h.
Womit die Franzosen eine weitaus höhere Abschaltzeit erreichen als alle anderen Hersteller. Um auch stets die Dauer der Motorabschaltung im Blick zu haben, hat Peugeot eine Uhr angebracht, die bei Abstellung des Motors zu zählen beginnt und über den Bordcomputer abrufbar ist. Bei Neustart wird das Zeitkonto wieder zurückgesetzt. Der Vorgang des An- sowie Abschalten des Motors geht dabei stets sehr ruhig und vibrationsfrei vonstatten.
Doch das System funktioniert nicht nur vorbildlich, es ermöglicht zudem einen CO2-Ausstoß von lediglich 104 g/km, der im Laufe des Jahres sogar noch weiter reduziert werden soll und somit die 100 g/km-Grenze unterschreiten wird.

Diesem Wert muss sich der Handschalter mit 115 g/km geschlagen geben. Zudem spart das ESG6-Getriebe gegenüber dem manuellen Getriebe mit ebenfalls sechs Gängen beim Verbrauch weitere 0,4 Liter ein und erreicht einen Normverbrauch von rund vier Liter auf 100 Kilometer.

Beim Spurt von Null auf 100 liegen wiederum beide Getriebeversionen mit 11,4 Sekunden gleich auf. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei Tempo 192 (Schaltgetriebe) bzw. 194 (EGS6) erreicht. All diese Angaben gelten für die fünftürige Limousine, die Kombivariante weicht nur minimal davon ab. Ebenso das Coupé-Cabriolet, das wie bereits erwähnt, nur mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe erhältlich ist.

Uns persönlich sagt die ESG6-Auslegung ohnehinnicht all zu sehr zu, da die Nickbewegungen bei den Schaltvorgängen einfach zu stark sind und wir bei einem automatisierten Getriebe einfach nicht den Sinn darin sehen, beim Schaltvorgang den Fuß kurzzeitig vom Gas zu nehmen. Wenn auch dadurch die Nickbewegung spürbar minimiert wird, was ebenso bei einer ruhigeren Gangart der Fall ist. Doch sobald wir es etwas flotter angehen lassen möchten, entpuppen sich die Schaltvorgänge als unglaublich nervig.

Mit welchem Modell der 308 Baureihe Sie auch unterwegs sind, mit einer sehr steifen Karosseriestruktur aus hochfestem Stahl sowie den serienmäßig verbauten Systemen, zu denen u.a. das ABS, ein elektronisches Stabilitätsprogramm ESP inklusive Antriebsschlupfregelung ASR und der dynamischen Stabilitätskontrolle CDS, eine elektronische Bremskraftverteilung EBV und der Notbremsassistent AFU zählen, sind Sie stets auf der sicheren Seite.

Während bei der Limousine im Falle eines Crashs bis zu acht Airbags – die Seitenairbags im Fond kosten jedoch extra – einsatzbereit sind, sind es beim SW und dem CC sechs Luftkissen, darunter zwei vordere Kopfairbags. Die Cabriovariante verfügt zusätzlich über einen ausfahrbaren Überrollbügel.

Der Peugeot Connect Dienst garantiert wiederum in allen Versionen bei einem Notfall oder einer Fahrzeugpanne eine schnelle Kontaktaufnahme mit der Assistenz-Zentrale und somit rasche Hilfe.

Um die Aufmerksamkeit des Kunden zu wecken, bieten die Franzosen eine auf 500 Stück limitierte 308 Urban Move „First Edition“ an. Wobei sich die Einheiten zu je 50 % auf die 14.990 Euro günstigeLimousine sowie die tausend Euro teurere Kombiversion beziehen. Mit einer sehr attraktiven Serienausstattung zu der u.a. eine Freisprecheinrichtung WIP Bluetooth, eine Einparkhilfe hinten und elektrische Fensterheber sowie eine Klimaanlage zählen, bietet Peugeot dem Kunden mit diesem Modell einen Preisvorteil von rund 3.000,- Euro. Dieser kann zudem zwischen den Farben Schnee Weiß, Perla Nera Schwarz und Chronos Silber wählen.

Filou, Tendance, Premium und Platinum waren gestern. Die Ausstattungsnamen der aktuellen 308-Generation heißen nun Access, Active und Allure. Die fünftürige Limousine geht außerdem in der neuen 200 PS starken Sportversion GTi für 25.500,- Euro an den Start. Der CC ist für 33.850,- Euro in der Allure-Version ebenfalls mit dieser Motorvariante kombinierbar, verzichtet dann wiederum auf den Zusatz GTi.

Ausstattungsbereinigt ist der neue 308 nun etwas günstiger als die Vorgängergeneration und verwöhnt bereits in der Basisversion Access mit einer MP3-fähigen Audioanlage WIP Sound, einer Klimaanlage, elektrisch anklapp-, verstell- und beheizbaren Außenspiegeln, Nebelscheinwerfern sowie mit einer Geschwindigkeitsregelanlage mit Tempobegrenzer.

Die Ausstattung Active legt noch zahlreiche weitere Annehmlichkeiten wie z.B. eine Klimaautomatik und ein Lederlenkrad drauf. Die Variante Allure scheint kaum noch auf etwas zu verzichten und sorgt sowohl beim 308 als auch bei der Kombivariante SW mit einem großen Panorama-Glasdach für einen lichtdurchfluteten Innenraum.

Preislich erstreckt sich die Limousine von 17.050,- bis 26.200,- Euro, derEinstieg bei der Kombivariante beginnt dagegen bei 18.250,- Euro und geht bis auf 28.000,- Euro rauf. Der Open-Air-Genuss liegt je nach Motorisierung und Ausstattung zwischen 25.950,- und 35.150,- Euro.

Stand: Mai 2011; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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