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Die Opel Astra-Großfamilie

Die Rüsselsheimer frischen nicht nur das Äußere der Astra-Modellreihe auf, sondern kleiden das Interieur mit neuen Stoffen, Farben und Dekorelementen aus. Doch nicht genug. Bestehende Assistenzsysteme wurden weiter verbessert und zudem um diverse neue Hilfen ergänzt. Doch nicht genug. Opel stellt der Astra-Familie weitere Austattungs-Optionen zur Seite und bietet dem Kunden zusätzlich das neue Einstiegsmodell FUN ab 14.990,- Euro an – sowohl als Fünftürer und Sports Tourer verfügbar. Dieses Modell ist bereits mit einigem bestückt und bietet dem Kunden einen sehr reizvollen Preisvorteil. Doch nicht genug. Das umfangreiche Motorenportfolio wird außerdem um den stärksten Diesel sowie den schnellsten Astra aller Zeiten ergänzt. Doch nicht genug. Das Angebot komplett macht künftig die neu eingeführte Astra Limousine.

Mit dieser Karosserievariante bietet Opel dem Kunden neben dem klassischen Fünftürer, der Kombivariante Sports Tourer, dem dreitürigen Coupé GTC sowie der Hochleistungsversion OPC nun bereits die fünfte Variante.

Limousine

Wenn auch kompakte Stufenhecklimousinen in Deutschland im Gegensatz zu Osteuropa keinen großen Absatz finden, so verspricht sich Opel einiges von der Astra Limousine.
An der so oft misslungenen Optik und dem unschönen Stummelheck kann es im Falle der Astra Limousine mit Sicherheit nicht scheitern. Denn das Stufenheckmodell ist den Rüsselsheimern richtig gut gelungen. Man könnte regelrecht von einem „kleinen“ Insignia sprechen.

Die modifizierte Front mit der flügelförmigenChromstrebe die mit dem Facelift Einzug hält, kommt bereits bei der Limousine zum Tragen. Völlig neu ist das Heck mit der schicken, integrierten Spoilerlippe. Proportional sehr harmonisch fügt sich der Abschluss mit den schwungvollen Rückleuchten in das Gesamtbild ein. Die Verbindung von Front und Heck stellt dabei die sehr dynamische Seitenpartie dar.

Die neue viertürige Limousine setzt aber nicht nur auf Optik. Das uns erwartende Raumangebot ist dabei überraschend großzügig und so nehmen wir nicht nur im Fond als Großgewachsener bequem Platz. Auch Gepäck findet im 460 Liter (entspricht einem Plus von 90 Liter gegenüber dem Fünftürer) problemlos seinen Platz.

Dieser lässt sich durch Umlegen der Rückbank im Verhältnis 60:40 auf bis zu 1.010 Liter erweitern. Um diesen Raum zu nutzen, muss jedoch erst eine hohe Ladekante überwunden werden, und Öffnen lässt sich der Kofferraumdeckel per Tastendruck an der Fernbedienung oder einem Schalter im Innenraum.

Das adaptive Fahrwerkssystem FlexRide bietet auch dem Limousinen-Fahrer die Möglichkeit zwischen dem Normalmodus, dem komfortablen „Tour“- sowie dem agilen „Sport“-Modus zu wählen. In Letzterem ist eine deutlich straffere Abstimmung wahrzunehmen, außerdem spricht das Fahrzeug schneller auf Gasbefehle an und die Lenkung arbeitet eine Spur präziser. Die nun rot aufleuchtende Instrumentenbeleuchtung vermittelt zudem ein dynamischeres Flair.

Zunächst ist die Astra Limousine mit sieben Motorisierungen kombinierbar, darunter vier Benziner die sich über ein Leistungsspektrum von 74 kW/100 PS – 132 kW/180 PS erstrecken und drei Dieselvariantenvon 70 kW/95 PS – 96 kW/130 PS.

Ab 18.270,- Euro steht die neue viertürige Limousine bei Ihrem Händler.

2.0 BiTurbo CDTI

Mit 143 kW/195 PS Leistung stellt der 2.0 BiTurbo CDTI das stärkste Dieselaggregat im Astra-Portfolio dar. Dieser Motor ist zunächst im Fünftürer, dem Sports Tourer und der GTC-Variante erhältlich und hält ein gewaltiges Drehmoment von 400 Newtonmeter bereit.

Gekoppelt an ein manuelles Sechs-Gang-Getriebe gelingt der Sprint von Null auf Hundert km/h in 8,4 Sekunden, die Topspeed soll bei 225 km/h erreicht sein. Das Fahrwerk wurde an diese agilen Fahrwerte perfekt angepasst.

Dabei bietet die BiTurbo-Hochleistungs-Dieselvariante nicht nur enormen Fahrspaß, auch eine sportlichere Anmutung sowohl außen wie innen kennzeichnen die neue Motorvariante. So ist die neue Spange im Kühlergrill hier in Wagenfarbe lackiert, die Frontschürze noch schärfer gezeichnet und am Heck wurden zwei schöne Endrohre und ein kraftvoller Stoßfänger verbaut.

Farblich abgesetzte Sitzwangen, rote Ziernähte im gesamten Interieur und ein unten abgeflachtes Lenkrad markieren im Inneren die Bi-Turbo-Variante.

Assistenzsysteme

Opel verbaut in der Astra-Familie künftig die zweite Generation der Frontkamera und bietet zusätzliche Funktionen wie die Verkehrsschilderkennung, einen Spurassistent, eine Abstandsanzeige sowie einen Frontkollisionswarner.

Wenn auch nur gegen Aufpreis, so können die Rüsselsheimer des weiteren einen Parkassistenten mit Parklückenerkennung und Einparkhilfe, einen Toter-Winkel-Warner sowie ein radargestützter adaptiverGeschwindigkeitsregler mit automatischer Gefahrenbremsung zwischen 50 und 180 km/h unter ihren Neuheiten verbuchen.

Eine Weiterentwicklung kennzeichnet auch das markeneigene FlexFix-Fahrradträgersystem. Das im Falle des Astra Sports Tourer nun bis zu vier Fahrräder aufnimmt. Der Fünftürer transportiert mühelos zwei Räder.

OPC

Doch Opel hat noch mehr Leistung im Gepäck und zwar in dem leistungsstärksten Opel Astra OPC den es je gab.

Der 2,0-Liter-Turbo-Benzindirekteinspritzer entfaltet 206 kW/280 PS und ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmeter. In gerade mal sechs Sekunden spurtet das Gefährt aus dem Stand auf 100 km/h und zieht mühelos weiter bis er bei Tempo 250 die Höchstgeschwindigkeit erreicht hat.

Begleitet wird dieser souveräne Vortrieb von einem animierenden Motorröhren. Das hier der Verbrauch nicht im Fokus steht, ist verständlich, dennoch lassen die Verantwortlichen ihn nicht außer Acht. So ist stets serienmäßig eine Stopp-Start-Automatik verbaut und laut Hersteller ein Durchschnittsverbrauch von 8,1 Liter sowie ein CO2-Ausstoß von 189 g/km möglich. Was gegenüber dem schwächer motorisierten Vorgänger eine deutliche Reduktion bedeutet. Das wir in der Realität auch schon mal deutlich darüber liegen, muss wohl nicht erwähnt werden.

Derzeit wird der OPC ausnahmslos an ein manuelles Sechsgang-Getriebe gekoppelt, die Option auf ein Doppelkupplungsgetriebe wäre aber durchaus reizvoll.

Überraschend gut funktioniert die Kombination aus Leistung und Vorderradantrieb. Ohne störendes Zerren an der Lenkung und mangelnder Traktion zieht der OPC kraftvolllos. Einen Allradantrieb vermissen wir auch in schnell gefahrenen Kurven nicht wirklich. Opel hat hier absolut hervorragende Arbeit geleistet.

Außerdem kann der Fahrer mittels adaptivem FlexRide-Dämpfersystem zwischen drei Modi auswählen und die Dämpfer, Gaspedalbefehle und das Lenkverhalten dementsprechend abstimmen.

Auch die Stabilitätskontrolle ESP bietet dem Fahrer unterschiedliche Einstellmöglichkeiten. Von maximaler Unterstützung bis hin zur kompletten Deaktivierung, die letztlich jedoch dem geübten Fahrer vorbehalten sein sollte.

Auch bei den Bremsen legte Opel höchsten Wert auf Präzision und verabreichte der Topvariante eine serienmäßige Bremboanlage mit innenbelüfteten, gelochten Scheiben vorn im 355 x 32 mm-Format. Vierkolben-Bremssättel mit Hochleistungs-Belägen runden das Ganze perfekt ab.

Beim OPC strotzt jedoch nicht nur das Aggregat vor Kraft. Der kraftvolle Stoßfänger mit bulligen Öffnungen scheint jegliche Luft aufzusaugen. Muskulös kommt auch das Heck mit dem wuchtigen Dachspoiler, dem Diffusor und den großen Auspuffrohren daher. Serienmäßige Parksensoren sollen an dieser beeindruckenden Optik nichts ändern …

Die serienmäßigen 19-Zöller können wenn gewünscht sogar gegen 20-Zöller getauscht werden. Außerdem ist die Seitenansicht von markanten Schwellern geprägt.

Im Inneren des OPC vermittelt vor allen Dingen die OPC High-Performance-Sitzanlage Rennwagen-Flair pur. Wenn auch mit 1.995,- Euro zu begleichen, so ist das Gestühl ein wahrer Genuss und darf im OPC eigentlich nicht fehlen.

Bei all dem Motorsport-Feeling kommt aber auch hier nicht dieGesundheit zu kurz und so tragen selbst die Schalensitze das Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken e.V. (AGR). Wer dennoch darauf verzichtet, erhält den sehr gut ausgestatteten Opel Astra OPC ab 34.250,- Euro.

Stand: Januar 2013; Test: Redaktionsbüro Lind; Fotos: Opel

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