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Die neue Generation Nissan Leaf.

Bis dato roll(t)en 85.000 Nissan Leaf weltweit rein elektrisch angetrieben, geräuschlos und ohne jegliche Abgasemissionen auf den Straßen. Das damit erfolgreichste Elektrofahrzeug unterzog sich nun einer umfassenden Modellüberarbeitung. Die neue Generation des Nissan Leaf macht sich mit zahlreichen Verbesserungen, wie der verlängerten Reichweite, den verbesserten Sitzen, mehr Beinfreiheit im Fond sowie einem vergrößerten Stauraum und noch so einigem mehr auf neuen Kundenfang. Während ein erweitertes Händler- sowie Ladesäulennetz weitere positive Anreize bietet, so sollte gerade die neue Preispositionierung des Nissan Leaf die Kunden locken. Denn der Einstieg in die Stromer-Welt startet nun unglaubliche 7.300,- Euro günstiger als bisher.

Das sehr eigenwillige Design des neuen Nissan Leaf hat sich im Grunde nicht geändert. Sehr dezente Veränderungen an der Front sind weniger der Optik geschuldet sondern viel mehr der weiteren Reduzierung des cw-Wertes, der jetzt bei 0,28 liegt.

Zu den markantesten Stilelementen zählen weiterhin, sowohl an der Front wie auch am Heck, die Leuchteinheiten, die sehr schmal gezeichnet sind und vertikal verlaufen.

Neue Farben, nun insgesamt sieben an der Zahl, stehen dem Kunden ebenso wie eine erweiterte Felgenpalette zur Auswahl.

Für mehr Abwechslung im teils futuristisch gezeichneten Innenraum sorgt dieneue schwarze Innenausstattung, die das beige und doch triste Cockpit gelungen ergänzt. Ebenfalls schwarz ausgeführte glänzende Dekorelemente sorgen für eine lockere Anmutung, wirken allerdings kratzempfindlich und nicht all zu hochwertig. Dies gilt auch für den silberfarbenen knubbelförmigen Schalthebel.

Das Gestühl ist nicht nur mit neuen umweltfreundlichen Polstern bezogen, sondern auch mit etwas mehr Seitenhalt versehen und zudem in der Höhe verstellbar. Die neuen Vordersitze ermöglichen somit ein verbessertes Sitzgefühl und dank entsprechender Ausformung auch im Fond mehr Beinraum.

Die Umpositionierung des Inverters (wandelt den Gleichstrom der Batterie in Wechselstrom) vom Kofferraum in den Motorraum hat zur Folge, dass der Stauraum um 40 Liter auf 370 Liter anwuchs. Durch Umlegen der Rücksitze ist das Ladevolumen sogar auf 720 bzw. 1.320 Liter bei dachhoher Beladung vergößerbar und dank fehlendem Querbalken jetzt auch ohne störende Hürden.

Doch wandern wir noch einmal nach vorn und gehen den Veränderungen im neuen Modelljahr auf den Grund. Zum einen fällt das Fehlen der elektrischen Parkbremse auf, stattdessen kommt im aktuellen Leaf eine Fußfeststellbremse zum Einsatz.

Das Navigationssystem, ebenfalls steuerbar über den sieben Zoll großen Touchscreen inklusive Bluetooth-Schnittstelle, wurde überarbeitet, wie auch das ab Acenta serienmäßige Carwings-System.

Dankzusätzlicher Funktionen kann die Innenraumtemperatur beispielsweise vor Fahrtantritt per Smartphone vorgewählt werden. Zu einer weiteren Neuerung zählt außerdem die Send-to-Car-Funktion von Google.

Reisen können gelassen von zu hause aus per Tablet, PC oder Smartphone geplant werden und dann einfach an den Leaf geschickt werden. Mittels der Google Datenbank kann der Fahrer dann problemlos auf Informationen wie Sehenswürdigkeiten, Wetter, Restaurants oder Hotels zugreifen.

Dank integrierter Sprachsteuerung – die um weitere Sprachen ergänzt wurde – funktioniert die „Handhabe“ mühelos.

Keine Neuheit bei Nissan, allerdings erstmals für den Leaf erhältlich: der 360°-Around View Monitor sowie das nochmals speziell auf ein Elektrofahrzeug ausgelegte BOSE Soundsystem.

Sowohl Fahrwerk, Lenkung als auch die Bremsen wurden bei der neuen Leaf-Generation an die Kundenwünsche angepasst.

Dynamischer ausgelegt, ohne aber den Komfort außen vor zu lassen, stellt die Fahrwerksauslegung einen angenehmen Kompromiss dar. Wenn man letztlich mit einem Elektro-Fahrzeug auch mehr auf Ent- statt Beschleunigung setzt, so erfreut sich jeder an einer direkteren Lenkung und der besseren Rückmeldung.

Im Fokus steht natürlich stets die Effizienz, die dank Eco-Modi und dem darin neu enthaltenden aber einzeln anwählbaren Fahrprogramm B nochmals gesteigert werden kann.

Ist der Modus aktiv geht der Leaf nicht nur mitgeringerer Motorleistung und gesenktem Energiebedarf ans Werk, das Fahrzeug rekuperiert zudem spürbar stärker. Die Folge, eine höhere Reichweite.

Das Bremssystem spricht allgemein besser an und speist jetzt bereits ab drei Stundenkilometer (statt wie bisher 7 km/h) Energie zur Batterie zurück.

Während das Batteriegehäuse 30 Kilogramm an Gewicht verlor, konnte auch die Reibung der E-Maschine um fünf Prozent herabgesetzt werden. Die Wärmepumpe reduziert außerdem den Energieverbrauch der Klimatisierung um bis zu 70 Prozent.

Maßnahmen, die eine spürbar verbesserte Reichweite zur Folge haben. In Zahlen ausgedrückt, stieg diese von bisher 175 auf 199 Kilometer (europäischer Messzyklus NEDC) an.

Geht die Batterieleistung zur Neige, kann diese über einen der zwei Anschlussmöglichkeiten unter der Klappe an der Front wieder aufgeladen werden.

Je nach Ladebuchse kann der Leaf mit dem vorhandenen Ladekabel an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose in zwölf Stunden wieder aufgeladen werden, via Schnellladeanschluss lädt sich die Batterie in 30 Minuten zu 80 Prozent auf.

Die Batterieladung kann in der Instrumenteneinheit nun als Balkendiagramm oder in Prozente dargestellt werden. Eine pfiffige und vom Kunden gewünschte Erneuerung, stellt die leistungsstarke LED-Leuchte direkt am Ladeport dar.

Zusätzliche Sicherheit bietet die ebenfalls neue elektromechanische Verriegelung, die das Ladekabelsicher in die Steckdose zurückführt und einen unbefugten Zugriff von Außen verhindert.

Apropos, die Ladeport-Klappe lässt sich nicht nur von außen über den Intelligent Key öffnen, auch von innen lässt sich die Klappe per Schalter öffnen und sogar schließen.

Doch nun noch ein Wort zur Leistungsentfaltung, unverändert schöpft der Stromer 80 Kilowatt / 109 PS aus dem Aggregat, das Drehmoment wurde allerdings von 280 auf 254 Newtonmeter verringert.

Mit 11,5 Sekunden sprintet der an eine stufenlose Automatik gekoppelte Nissan Leaf aber dennoch etwas schneller aus dem Stand auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit von 144 km/h ermöglicht dem Fahrzeug immerhin ein Mitschwimmen auf der Autobahn.

Auf Sicherheit setzte bereits die erste Generation des Leaf und erhielt als erstes Elektro-Fahrzeug die Bestnote von fünf Sternen im EuroNCAP-Crashtest. An diesen Erfolg knüpft der neue Stromer selbstverständlich an.

Die neuen Farben, Felgen und Polsterungen zeigen bereits auf, dass Nissan den Kunden mehr Individualität bieten möchte. Statt nur einer Variante stellen die Japaner dem potentiellen Käufer jetzt außerdem drei Ausstattungsniveaus zur Auswahl.

Mit der neuen Einstiegsvariante Visia, die über 16 Zoll Stahlfelgen, schwarze Außenspiegelkappen, Halogen-Scheinwerfer, Nebellampen, ein Audio System mit vier Lautsprechern, eine Klimaautomatik wie auch den drahtlosen Intelligent Key verfügt,hat Nissan zudem einen erheblich günstigeren Einstieg geschaffen und unterbietet mit 29.690,- Euro die 30.000,- Euro-Marke. Wer die Batterie least statt kauft, reduziert den Preis sogar auf 23.790,- Euro.

Ein weiterer Anreiz: Beim Leasing-Angebot stellt Nissan dem Kunden in der Laufzeit von drei Jahren, 14 Tage einen Nissan Quashqai kostenlos zur Verfügung – beispielsweise für Urlaubsfahrten. Die 14 Tage kann der Käufer dabei am Stück belassen oder aber je nach Belieben splitten.

Auch die bekannte Acenta-Variante startet günstiger als zuvor und macht optisch mit 16-Zoll-Felgen in Aluminium, in Wagenfarbe lackierten und elektrisch anklappbaren Rückspiegelgehäusen sowie ab der B-Säule dunkel getönte Scheiben sogar noch mehr her.

Außerdem im Ausstattungsumfang enthalten: das Telematiksystem mit Klimatisierung über Carwings, eine Rückfahrkamera, ein Geschwindigkeitsregler inkl. -begrenzer, das CD mp3 AM/FM-Radio mit USB-, iPod- und Audioeingang, 6 Lautsprecher, ein Regensensor und automatische Scheinwerfer inkl. Follow-me-home-Funktion sowie ein Schnelllade-Anschluss.

Mit 17 Zoll-Leichtmetallfelgen bestückt, LED-Scheinwerfern sowie Ledersitzen und der 360-Grad-Kamera versehen, dem BOSE Sound System und dem Winterpaket, das eine Sitzheizung vorne und hinten, ein beheizbares Lenkrad und beheizbare Außenspiegel enthält, stellt die Version Tekna ganz klar die Topvariante dar und verlangt demKäufer 29.190,- Euro beim Leasing bzw. 35.090,- Euro beim Kauf ab.

Eine Metallic-Lackierung verbucht Nissan mit 550,- Euro, ein Solarspoiler ist allerdings (ausgenommen Basisversion) für 300,- Euro erhältlich.

Stand: Januar 2014; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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