// / Der Seat Leon SC ist ein alltagstauglicher Sportler.

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Der Seat Leon SC ist ein alltagstauglicher Sportler.

Dass der neue Leon zu einer der großen Hoffnungsträger bei Seat gehört, steht außer Frage. Die neue Kompaktklasse ist jedoch so vielversprechend, dass sich die Spanier dazu entschlossen haben, die Modellfamilie erstmals auch um eine Kombiversion, hier „ST“ genannt, sowie einen Dreitürer „SC“ zu ergänzen. Während der praktische Kombi noch bis Ende des Jahres auf sich warten lässt, rollte der dreitürige SC dieser Tage zum Händler. Dabei verzichtet die sportliche Karosserie nicht nur auf zwei Türen, sondern zeigt sich durchaus eigenständig, büßt aber dennoch kaum an seiner Funktionalität ein und liegt in Punkto Kofferraumvolumen sogar mit dem Fünftürer gleich auf.

Zweifelsohne die gleiche DNA in sich tragend, ist aber letztlich nur die Front der beiden Karosserievarianten identisch.

Beide sind scharf gezeichnet, jedoch hat der Seitenverlauf des Sport Coupé (kurz SC) nochmals deutlich an Dynamik zugelegt. So ist nicht nur die Grafik der Fenster im Fond dynamischer, auch die Heckscheibe steht bei weitem nicht so steil wie beim Fünftürer. Zudem verläuft die Dachlinie gute 15Millimeter niedriger und der Radstand ist um 35 Millimeter verkürzt. Besonders prägendes Designelement ist aber auch hier die unterbrochene „Línea Dinámica“.

Den athletischen Auftritt untermalt dabei die FR-Austattung auf perfekte Art und Weise, so rollt der dynamische Dreitürer auf 17 Zoll-Leichtmetallrädern, der Motorsound entströmt einem Doppelauspuffendrohr im „FR“-Design und der sportliche Charakter wird durch dunkel getönte Scheiben im Fond sowie LED-Rückleuchten nochmals hervorgehoben.

Das höchste Ausstattungsniveau setzt auch im Innenraum sportliche Akzente in Form von Aluminium-Einstiegsleisten vorne, einem lederbezogenen und unten abgeflachten Sportlenkrad sowie dem Ambientelicht, das bei sportlicher Einstellung von Weiß auf Rot wechselt. Das bereits sehr körperbetonte und komfortabel-straffe Basisgestühl, wird in der FR-Variante außerdem durch wunderbar passgenaue Sportsitze ersetzt.

Das klar strukturierte und aufgeräumte Cockpit teilen sich die beiden Karosserievarianten unverändert. Ebenso die hochwertige Materialanmutung und deren überzeugende Verarbeitung.Die im klassischen Leon vorgestellten Info- undEntertainmentsysteme vom Bediensystem SEAT Easy Connect inklusive 5,8 Zoll großem Touchscreen, der wie VW und Audi über eine Näherungssensorik verfügt bis hin zum Media System Plus inklusive Sprachbedienung steht dies alles auch dem SC zur Seite.

Der Einstieg in den Fondbereich ist natürlich schwerer als beim Pendant mit fünf Türen, dennoch birgt dieser dank Easy-Entry-System auch hier keine unüberbrückbaren Hürden. Wenn das Raumgefühl auf der Rückbank auch im Vergleich nicht ganz so üppig ist, nehmen wir mit 1,80 Metern noch bequem Platz.

Ohne Einbußen kommt überraschenderweise das Gepäckabteil aus. Mit ebenfalls 380 Litern ist dieses wunderbar großzügig und kann auf bis zu 1.150 Liter vergrößert werden. Während hierzu in der Basisversion die Rücksitzlehnen am Stück umgelegt werden, sind diese ab der nächsthöheren Variante asymmetrisch teilbar.

Es ist nicht so, dass es dem Fünftürer an Dynamik mangelt, doch tiefergelegt und abgespeckt, legt der Dreitürer eine noch agilere Performance an den Tag.

Straff aber dennoch leichtfüßig können wir den Spanier auch um die engste Kehre mit hohem Tempo jagen. Dabei folgt dasCoupé präzise jeder Lenkbewegung, die Rückmeldung der elektromechanischen Servolenkung ist dabei ebenso tadellos wie der Kontakt zur Straße.

Während die Heckkonstruktion je nach Motorisierung differiert, ist die FR-Variante außerdem mit einem knackigen Sportfahrwerk versehen. Dieses stellt dem Fahrer dank dem Seat Drive Profile die Modi Eco, Comfort und Sport zur Seite. Das Abstimmungssetup nimmt dabei nicht nur Einfluss auf die Lenkunterstützung und Gasannahme sondern auch auf das optional erhältliche Doppelkupplungsgetriebe.

Im Sport-Modus entströmt dem Leon SC – angetrieben vom 1.8 TSI oder 2.0 TDI – außerdem ein deutlich kernigerer Motorensound und die weiße Instrumentenbeleuchtung wechselt auf ein animierendes Rot.

Die stets zuverlässig agierende, sogenannte Multikollisionsbremse verzögert den Leon nicht nur vorbildlich, sondern verhindert nach Eintreten eines Aufpralls das Weiterfahren des Fahrzeuges und somit weitere Kollisionen.

Die Motorenpalette ist bereits aus dem fünftürigen Leon her bekannt und somit ebenso umfangreich. Neben fünf Benzinmotoren, die sich über ein Leistungsspektrum von 86 bis 180 PS erstrecken, reichendie vier Dieselaggregate von 90 über 150 Pferdestärken bis hin zur stärksten 184-PS-FR-Variante.

Mit Fokus auf Sportlichkeit, stellen die beiden Topmotorisierungen natürlich die Krönung dar, wobei uns gerade der 2.0 Liter TDI rundum erobern konnte.

Denn er bietet nicht nur enormen Fahrspaß sondern schont zugleich den Geldbeutel. Wenn auch die vom Hersteller angegebenen 4,2 Liter im realen Verkehr nicht umsetzbar sind. Zu sehr locken einfach die 135 kW (184 PS) sowie das Drehmoment von 380 Nm, das zwischen 1.750 und 3.000 Touren voll zur Verfügung steht.

Dennoch sind wir selbst bei flotter Fahrweise sparsam unterwegs, im Stand profitieren wir sogar vom serienmäßigen Start-Stop-System, das den Motor schnell und ruckfrei abstellt und ebenso wieder startet.

Ist dies der Fall, vergehen lediglich 7,4 Sekunden und der spanische Dreitürer hat die Tempo 100 erreicht. Ohne Schwächen zieht der Leon souverän weiter hoch bis er die Höchstgeschwindigkeit von 228 km/h erreicht.

Das im 150 PS starken 2.0 TDI verfügbare Doppelkupplungsgetriebe DSG steht dem stärksten Selbstzünder leider nicht zur Seite. Das serienmäßige Sechsgang-Getriebe gibtaber dennoch keinen Grund zur Kritik und sorgt für butterweiche und sehr exakte Gangwechsel.

Dass die Spanier in Punkto Sicherheit zwischen Drei- und Fünftürer keinen Unterschied machen, beweist ein Blick in die Ausstattungsliste. Das heißt, auch im Dreitürer sind die bekannten Airbags, Gurtsysteme und Kopfstützen verbaut.

Und so kann auch der SC ab der Variante Reference um die aufpreispflichtige Müdigkeitserkennung sowie den Fernlicht- und Spurhalteassistenten ergänzt werden.

Und auch sonst ist das Angebot des Leon SC ebenso umfassend wie das des Fünftürers. So stehen nicht nur die genannten Aggregate zur Wahl sondern auch die vier stets aufeinander aufbauenden und gut bestückten Ausstattungsvarianten Leon SC, Reference, Style und die sehr beliebte Sportvariante FR. Wobei zu beachten ist, dass nicht für jede Variante auch jeder Motor zur Verfügung steht.

Im Gegensatz zum klassischen Kompaktmodell startet die Coupé-Variante 500,- Euro günstiger und so erstreckt sich die Preisspanne von 14.890,- Euro für den Seat Leon SC 1.2 TSI bis hin zum Topmodell Leon FR 2.0 TDI für 26.760,- Euro.

Neben optionalen Einzelfeatures, wie einerEinparkhilfe oder einem elektrischen Panorama-Glas-Schiebedach hat Seat auch attraktiv geschnürte Pakete, Audio- und Kommunikationssysteme sowie die im Segment noch sehr seltenen Voll-LED-Scheinwerfer im Angebot.

Stand: Juli 2013; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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