// / Der Jeep Grand Cherokee setzt zur Aufholjagd an.

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Der Jeep Grand Cherokee setzt zur Aufholjagd an.

Mit über 70 Jahren Allraderfahrung kann man der Marke Jeep seine hervorragenden Offroadfähigkeiten wahrlich nicht streitig machen, ebenso dem Grand Cherokee seinen Erfolg seit Einführung im Jahre 1993. Er zählte bereits zu den Luxus-SUV, als es Mitbewerber wie den X5, Q7 und Co. noch lange nicht gab. Der mittlerweile zum Italo-Amerikaner gewordene Offroader verkaufte sich noch im Jahr 2012 über 700.000 mal weltweit. Bevor sich nun die vierte Generation des Flaggschiffes im Modelljahr 2014 modern geliftet und technisch spürbar verbessert präsentiert. Von der adaptiven Geschwindigkeitsregelung mit Kollisionswarnung über den Eco-Mode und die digitalen Instrumente bis hin zur serienma¨ßigen Achtstufen-Automatik … der Jeep Grand Cherokee hat sich einem sehr gelungenen „Update 2.0“ unterzogen.

Ein altbackenes oder gar misslungenes Design können wir dem bis dato aktuellen Jeep Grand Cherokee keineswegs nachsagen. Dennoch müssen wir zugeben, die optischen Retuschen verleihen dem neuen Grand Cherokee einen noch stilvolleren und moderneren Auftritt.

Er mutet an wie aus dem Ei gepellt, der maßgeschneiderte Designeranzug spiegelt wieder: dieser Jeep spielt in der Liga der Premium-SUVs ganz vorne mit.

Grundlegende Änderungen zum vorherigen Modelljahr sind nicht nur am veränderten Kühlergrill auszumachen, der zwar weiterhin markentypisch mit sieben Kammern versehen, aber dafür flacher ausgeführt ist. Ebenfalls modifiziert wurde die gesamte Frontschürze sowie die jetzt schmal und markant gezeichneten Scheinwerfer, die sich mit ihrem schicken LED-Tagfahrlicht gekonnt in Szene setzen.

Ebenfalls in LED-Technologie erstrahlen die Rückleuchten des neuen Jeep Grand Cherokee. Diese, nun weicher geformt, treffen auf eine veränderte Heckklappe sowie einen kraftvolleren Stoßfänger.

Die verschiedenen Ausstattungsvarianten differrieren zudem auch optisch voneinander, so rollt die Basis Laredo auf 18-Zöllern daher und einzig die Scheinwerfer sind in Chrom gefasst. Der Limited glänzt wiederum mit reichlich Chromdetails wie auch der Jeep Grand Cherokee Overland,dessen Radläufe und Stoßfänger beispielsweise in Wagenfarbe gehalten sind. Außerdem sind hier 20 Zoll große Leichtmetallräder im Fünfspeichen-Design aufgezogen.

Das Niveau Summit legt noch eine Schippe drauf, optische Unterschiede zu den anderen Versionen sind dabei am Front-Stoßfänger mit schmaleren Projektor-Nebelscheinwerfern auszumachen. Die vergrößerten Kotflügelverbreiterungen in Wagenfarbe sowie die dezente Graulackierung für die Seitenschweller und den unteren Bereich des Heckstoßfängers verleihen dem SUV ein noch markanteres Aussehen. Ebenso fallen die rechteckigen Endrohre wie auch die polierten 20 Zoll großen Leichtmetallräder ins Auge.

Während bei dieser Variante ebenfalls Chrom dominiert, sind die zahlreichen exklusiven Designelemente des sportlichsten Modells Jeep Grand Cherokee SRT in schwarz gehalten.

Ebenso behutsam, aber durchaus wirkungsvoll fallen die Veränderungen im Innenraum aus. Das Ambiente des Jeep Grand Cherokee bietet eine Vielfalt an Auswahlmöglichkeiten, so stehen dem Kunden von der Interieur-Linie „Morocco“ in Schwarz und den verschiedenen Modellvarianten mit Dekor-Einlagen in schwarzem Holzdesign über die Version „New Zealand“ in der Farbkombination Schwarz / Light Frost Beige, die auf Dekoreinlagen aus dunkelbraunem Nador Walnuss-Holzdesign treffen bis hin zu den Welten „Nepal“ in Jeep Brown und „Vesuvio“ in Indigo Blue unterschiedliche Stilrichtungen zur Wahl. Das Bild der letzten beiden Ausstattungslinien wird von offenporigen Zebrano-Holz, wahlweise in Braun oder Schwarz, harmonisch abgerundet.

Ausschließlich im Jeep Grand Cherokee Summit erhältlich ist die Interieurvariante „Grand Canyon“. Feines Premiumleder Natura-Plus, in den Farben Jeep Brown oder Schwarz erhältlich, wird eins mit Kontrastnähten in kupferfarbenem Garn. Veloursleder kleidet zudem nicht nur die A-Säulen sondern auch den gesamten Dachhimmel.

Der SRT setzt nicht nur mit einem eigens designten und unten abgeflachten Lenkrad sondern auch mit Dekor-Einlagen aus echter Kohlefaser sowie den Interieur-Farben Schwarz und Sepia auf ein gehobenes Rennsport-Flair.

Für welche Farbkombination undAusstattung Sie sich letztlich auch entscheiden, Eyecatcher und zentrales Bedienelement stellt im neuen Jeep der 21,3 Zentimeter große Touchscreen des Infotainment-System uconnect in der Mittelkonsole dar. Im Gegensatz zur blauen optischen Ausrichtung wie beispielsweise noch beim Freemont, wirkt der schwarze Hintergrund hier deutlich hochwertiger.

Trotz der im Display integrierten zahlreichen Steuerungsmöglichkeiten bis hin zur Sitzheizung bewahrt sich der Grand Cherokee aber immer noch altbewährte Schalterelemente, die darunter groß dimensioniert und gut erreichbar platziert sind. Während das Bedienfeld des 8,4 Zoll großen Touchscreen durchaus eine Eingewöhnung verlangt, erklären sich die übrigen Elemente wie auch die sehr groß ausgeführten Tasten im Lenkrad von selbst.

Dem Hightech-Zeitalter entsprechend, kommt hinter dem neuen Dreispeichen-Multifunktionslederlenkrad kein analoges sondern ein neues, digitales Kombiinstrument zum Vorschein. Auch der neue lederbezogene Automatikwählhebel kommt nun nicht mehr so altertümlich wie noch beim Vorgänger daher.

Das in den Ausstattungen Overland, Summit und SRT serienmäßige zweiteilige Glaspanoramadach CommandView gibt eine sehr großzügige Sicht gen Himmel frei und garantiert bei geöffnetem vorderen Dachsegment sogar Frischluftgenuss.

Auf die üppigen Raumverhältnisse nimmt das Facelift keinen Einfluss und so sitzen nicht nur vorn zwei Großgewachsene sehr komfortabel, auch die Rückbank nimmt bis zu drei Passagiere wohlwollend auf.

Die Reisenden müssen dabei bezüglich des Gepäcks keine Zurückhaltung an den Tag legen, mit 782 bis maximal 1.554 Liter nimmt der Kofferraum einiges an Ladegut auf.

Abhängig von der Modellvariante ist der neue Jeep Grand Cherokee mit dem Allradsystem Quadra-Trac II, Quadra-Drive II oder dem Quadra-Trac ausgestattet. Letzteres bleibt wiederum der Topversion SRT vorbehalten.

Am Beispiel des 250 PS starken Diesel stehen je nach Ausstattungsniveau sowohl Quadra-Trac II mit variabler Kraftverteilung sowie die Variante mit elektronisch geregeltem Hinterachs-Sperrdifferenzial zur Wahl.

Overland und Summit verfügen nicht nur überQuadra-Drive II, sondern sind außerdem mit der Luftfederung Quadra-Lift bestückt. Hiermit kann die Bodenfreiheit auf bis zu 28 Zentimeter erhöht werden, was die Performance im Gelände zusätzlich verbessert. Neben den wählbaren Geländeuntersetzungen „4WD High“ und „4WD Low“ kommt auch ein Berganfahr- und ein Bergabfahrassistent zum Einsatz.

Mal ausgenommen von der sportlichen SRT-Version, die zweifelsohne nicht den Weg ins Gelände sucht, ist der Jeep Grand Cherokee serienmäßig mit der Traktionsregelung Selec-Terrain ausgestattet und stellt in Verbindung mit dem „Off-Road“-Paket fünf Fahr-Programme vom „Auto“-Modus über „Sand“ für optimale Fahrleistung auf losem Untergrund und „Mud“ auf matschigem Untergrund bis hin zu „Snow“ und „Rock“ für Felsenkriechen bereit.

Zu einer weiteren Neuigkeit zählt auch die Geschwindigkeitsregelanlage Selec-Speed Control die im Gelände ein Bergauf- und Bergabfahren ohne Betätigung des Gas- oder Bremspedals ermöglicht, das Tempo lässt sich dabei mittels Schaltwippen am Lenkrad regulieren. Wenn uns letztlich das schicke Blechkleid auch viel zu schade für den harten Geländeeinsatz war, so ist und bleibt ein Jeep ein Jeep und bietet hervorragende Offroad-Fähigkeiten.

Überzeugen kann der neue Grand Cherokee aber auch auf der Straße und sticht, wie es sich für ein Flaggschiff gehört, mit gutem Komfort hervor. Andererseits macht sich Gewicht und Größe natürlich beim sportlichen Ritt bemerkbar. Dennoch lässt sich das schwere Gefährt auch sicher durch engere Kurven zirkeln.

Nachbesserung ist aber in jedem Fall bei der Lenkung erwünscht. Nicht all zu direkt, ist es aber gerade das große Spiel um die Mittellage, das uns negativ aufstößt.

Das Motorenangebot des Jeep Grand Cherokee deckt mit zwei 3.0 V6 MultiJet II Turbodiesel, einem 3.6 V6 Benziner, dem 5.7 L V8 HEMI Ottomotor und dem vor Kraft strotzenden SRT bestückt mit der 6.4 LV8 Maschine ein Leistungsspektrum von 140 kW (190 PS) bis 344 kW (468 PS) ab.

Für nähere Details haben wir uns heute den 3,0 Liter Turbodiesel-V6 herausgepickt, der sowohl als 140 kW (190 PS) Variante mit einem maximalen Drehmoment von 440Newtonmetern als auch in der von uns gefahrenen 184 kW (250 PS) Version erhältlich ist.
Letzteres Aggregat legt nicht nur ein im Vergleich zum Vorgänger gesteigertes Drehmoment von maximal 570 Nm ab 2.000 Touren an den Tag, sondern geht auch um neun PS gestärkt ans Werk.

Laut Datenblatt liegen die Messwerte aber auch weiterhin bei 8,2 Sekunden für den Spurt von Null auf Tempo 100 und bei einer Höchstgeschwindigkeit von 202 km/h.

Der kultivierte Diesel tritt unter diesen Bedingungen zwar deutlicher aber keineswegs störend in Erscheinung. Wenn auch mit ordentlichen Kraftreserven versehen, liegt dem Jeep schlussendlich aber gerade das gelassene Cruisen, ganz american like eben.

Zu einer der größten Neuheiten zählt zweifelsohne die neue Achtgang-Automatik. Hiermit schafft es der Jeep Grand Cherokee mit einem Sprung auf das Premium-Niveau der deutschen Mitbewerber.

Während die vergangenen Automaten mit lediglich fünf oder sechs Schaltstufen nicht nur betreffend des Schaltkomforts nicht mit dem neuen Getriebe mithalten konnten, so passte sich die Schaltlogik auch nicht an die jeweilige Fahrsituation an.

Des weiteren soll das neue Automatikgetriebe inklusive Eco-Modus eine Verbrauchsersparnis von bis zu zehn Prozent einbringen. Was einem Durchschnittsverbrauch von 7,5 Litern auf 100 Kilometer entspricht. Real gesehen sollte aber mit einem höheren Verbruch gerechnet werden, der ein bis zwei Liter darüber liegen dürfte.

Ist das Fahrzeug zusätzlich mit der Quadra-Lift Luftfederung ausgestattet, wird im aktivierten Modus auch die Karosserie automatisch in die Stellung „Aero“ abgesenkt. Mittels einfachem Tastendruck lässt sich der Eco Mode auch deaktiveren.

Schon dem Vorgänger mangelte es nicht an der nötigen Sicherheit. Das Sicherheitspaket umfasst sieben Airbags, die elektronische Überschlagsvermeidung ERM, eine Anhänger-Pendelstabilisierung, ein Bergan- und -abfahrassistent, das Reifendruck-Kontrollsystem sowie die Kindersitzbefestigung ISOFIX und wird ab der Ausstattung Overland zudem um die adaptive Cruise Control, einen Toter-Winkel-Assistent sowie das Auffahrwarnsystem ergänzt.

Im Modelljahr 2014 wirddie Funktion des Kollisionswarners außerdem um eine Aufprallvermeidung erweitert. Diese erkennt drohende Gefahrensituationen und warnt den Fahrer bei nicht reagieren zunächst akustisch und mit kurzen Bremsimpulsen. Bei weiterhin ausbleibender Reaktion bremst das System das Fahrzeug automatisch ab und versucht Kollisionen zu verhindern, aber in jedem Fall den Aufprall zu mindern.

Die Basisausstattung Laredo ist zwar in Kombination mit der kleinen Leistungsstufe des Dreiliter-Diesel (ab 45.500,- Euro) erhältlich, die 250 PS-Variante wiederum nicht. Diese startet mit 52.900,- Euro in der nächst höheren Ausstattung Limited.

Die drei Benzinervarianten reichen je nach Motorisierung und Niveau preislich von 46.500,- bis hin zu 76.900,- Euro für das Topmodell Jeep Grand Cherokee SRT.

Während bereits die Einstiegsvariante mit zahlreichen Premium-Features wie Bi-Xenonscheinwerfern, LED-Tagfahrlicht, Keyless Enter-N-Go, einer Klimaautomatik und so einigem mehr aufwarten kann, verwöhnt die Linie Limited mit einer ParkSense Einparkhilfe rundum inklusive Rückfahrkamera, in Leder gehüllte Sitze die sowohl vorn wie auch hinten beheizt werden können, ebenso das Lenkrad. Neben der umfangreichen elektrischen Sitzverstellung beinhaltet diese Ausstattung außerdem eine Memoryfunktion oder auch das Alpine Sound System.

Das noch Luft nach oben ist, beweist die Variante Overland ab 62.300,- Euro. Diese zählt zudem ein Auffahrwarnsystem, den Totwinkel-Assistent, das Quadra-Drive II Allradsystem sowie die Quadra-Lift Luftfederung, Nappa-Leder inklusive Belederung der Armaturen, belüftete Vordersitze, Echtholz-Dekoreinlagen, abgedunkelte Scheiben ab der B-Säule und nicht zu vergessen die uconnect Smarttouch Navigation, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, das CommandView Panorama-Glasdach sowie optische Raffinessen bereit.

Ausgenommen von der 468 PS starken SRT-Variante stellt der Summit die höchste Ausstattung dar und bietet für weitere 3.200,- Euro Highlights wie adaptive Bi-Xenonscheinwerfer inkl. Kurvenlicht, polierte 20-Zoll-Leichtmetallräder und weitere optische Hingucker, eine Sitzpolsterung in Natura-Plus-Leder,Velours-Applikationen am Dachhimmel und für hervorragenden Klanggenuss das Harman Kardon 7.3 Surround Sound System.

Als einzige gemeinsame Option bleibt einem da nur noch die Metallic-/Perleffekt-Lackierung für 850,- Euro.

Stand: August 2013; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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