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Der dynamische Mazda 3 mit i-stop

Das Kompaktmodell „3“ ist für Mazda ganz klar das Zugpferd im Stall und sorgt nun schon im achten Jahr für tolle Verkaufszahlen. Um diese auch in Zukunft einzufahren, stellte der japanische Hersteller 2009 nicht nur die aktuelle Version vor, sondern kombinierte den Zweiliter-Benziner mit einer Start-Stopp-Automatik, i-stop genannt. Effizienz und Umweltbewusstsein steht auch im kommenden Jahr wieder ganz im Fokus, denn dann wird Mazda ein komplett überarbeitetes Motorenportfolio vorstellen, das dem von uns getesteten 2.0 l MZR DISI i-stop folgen wird.

Dynamischer, gereifter und in sich noch stimmiger präsentierte sich 2009 die auch heute noch aktuelle Version des kompakten Japaners. Mit einer scharfen und markanten Linienführung strahlt das Fahrzeug bereits im Stand pure Sportlichkeit aus und lässt einige seiner Mitbewerber neben sich richtig blass aussehen.

Der Schwung zieht sich von der vordersten Spitze an, über die abfallende Dachlinie bis hin zum kraftvoll abschließenden Heck. Große LED-Leuchten setzen dabei schicke Akzente.
Wenn die Stufenheck-Version dem von uns getesteten Fünftürer auch in punkto Optik in nichts nach steht, so konzentriert sich hierzulande das Hauptaugenmerk auf das Fließheck-Modell.

Das fahrerorientierte Cockpit präsentiert sich ebenfalls im sportlichen Look, während der Materialmix reine Geschmackssache ist, bedarf es der verwendeten und teilskratzempfindlichen Materialien, u.a. auch reichlich Hartplastik, einer Verbesserung – zumindest um dem Wolfsburger Konkurrenten das Wasser reichen zu können.
Wer das optionale Navigationssystem ordert, muss sich mit einem recht kleinen 4,1 Zoll Bildschirm begnügen, das sich aber dank vielfachem Zoom gut ansehen lässt und mit einfacher Cursor-Steuerung – zumindest im Stand – gut heranziehen lässt, zudem bietet es eine gute Routenführung.

Die Steuerung jedoch gelingt ausschließlich über die Tasten am Lenkrad, das zudem noch diverse weitere Bedienelemente bereit hält, die aber dank guter Beleuchtung auch Nachts problemlos zu bedienen sind. Die restlichen Schalterelemente sind übersichtlich und in guter Reichweite in der Mittelkonsole platziert.

Das angenehm straff gepolsterte Gestühl hält uns dank optimalem Seitenhalt fest im Sitz und bietet auch Großgewachsenen optimale Sitzfläche. Während wir als 1,80 Meter großer Insasse auf den vorderen Plätzen ein sehr üppiges Raumgefühl vorfinden, sitzen wir im Fond zwar noch ausreichend bequem, doch im Gegensatz zur luftigen Kopffreiheit wird der Beinraum eng. Ebenso der Fußraum beim Ausstieg. Als Fünfsitzer konzipiert, jedoch nur für vier Personen wirklich bequem, ist der Mittelsitz eher nur als Notlösung anzusehen.

Diverser Kleinkram findet in zahlreichen Ablagemöglichkeiten seinen Platz, die größeren Dinge des Lebens wandern dann in den 340 Liter „großen“ Kofferraum. Hiermit muss sichMazda gegenüber seinen meisten Mitbewerbern geschlagen geben. Nur gut, dass sich das Ladeabteil mit nur wenigen Handgriffen und durch Umlegen der Rücksitzlehnen im Verhältnis 1/3 zu 2/3 auf 1.360 Liter vergrößern lässt, die entstehende Ladefläche ist dabei leicht ansteigend.

In der Regel finden wir unter dem Kofferraumboden weiteren Stauraum, ordert der Käufer jedoch das BOSE Audiosystem wie es bei unserem Testwagen verbaut war, muss er auf das 40 Liter große Staufach verzichten.

Das Beladen gelingt dank weit öffnender Heckklappe und einer angenehm niedrigen Ladekante problemlos, wie beim Entladen ist eine zehn Zentimeter tiefe Stufe zu überwinden.
Das Fahrwerk folgt ganz dem optischen Eindruck und trägt somit diese gewisse sportliche Note auch in sich. Wir empfinden die Auslegung als sehr angenehm, wenn wir auch eingestehen müssen, dass das agile Fahrverhalten teils zu Lasten des Komforts geht.
Dafür ist das Fahrvergnügen nicht nur groß sondern auch sicher. Während das Fahrzeug spielerisch um die Pylonen zu zirkeln ist und diesen Parcours mit nur geringen Karosserieneigungen meistert, hat die elektronische Stabilitätskontrolle den leicht untersteuernden Mazda3 sicher im Griff, ohne aber störend einzugreifen.

Harmonisch darauf abgestimmt, zeigt sich die ausreichend direkte und leichtgängig zu handelnde Lenkung, die geschwindigkeitsabhängig und elektro-hydraulisch arbeitet und damit auch hilft Kraftstoff zu sparen.

Dem positivenEindruck schließt sich ebenfalls die hydraulische Bremsanlage mit Bremskraftverstärker und Bremsassistent, ABS inklusive elektronisch geregelter Bremskraftverteilung EBD sowie Scheibenbremsen rundum, vorn innenbelüftet, an. Sie ist stets gut zu dosieren und packt, wenn auch reifenquietschend, fest zu, bringt den Kompakten aus Tempo 100 nach 39 Metern zum Stehen.

Mazda präsentierte mit dem Start-Stopp-System „i-stop“ eine eigens entwickelte Technologie die an einen Katalysator mit Single-Nanotechnologie gekoppelt ist. Während i-stop bei Aktivierung des Motors stets angeschaltet ist, kann der Fahrer wenn gewünscht dieses mittels Tastendruck auch deaktivieren. Wer jedoch vom Sparpotenzial profitieren möchte, nutzt das in unserer Testphase sehr gut funktionierende Start-Stopp-System.

Je nach Situation, z.B. bei angeschaltetem Radio ist das automatische Abstellen sowie Anlassen des Motors nur minimal und kaum wahrzunehmen. Beim Blick auf die Tachoanzeige fällt uns jedoch ein grün aufleuchtendes „i-stop“ ins Auge, welches das Abschalten des Motors signalisiert. Wie bereits erwähnt, ist im Mazda 3 derzeit nur der Zwei-Liter-Benziner DISI mit Benzin-Direkteinspritzung mit dem Start-Stopp-System erhältlich.
Das Aggregat leistet 111 kW / 151 PS sowie ein maximales Drehmoment von 191 Nm bei 4.500 Touren. Nur bei voller Beschleunigung zerrt die Kraft etwas an der Lenkung, wie beispielsweise beim Spurt von null auf Tempo 100, der ihm in guten 10,4 Sekundengelingt. Stets kultiviert, hält sich der Motor selbst bei seiner Höchstgeschwindigkeit von 206 km/h angenehm im Hintergrund.

Wenn der Otto-Motor auch nur über 1-Mehr-PS und ein minimal angestiegenes Drehmoment verfügt, konnten die Ingenieure den Verbrauch um bis zu 14 Prozent senken. Was in Zahlen ausgedrückt einen Mixverbrauch von 6,8 Litern zur Folge hat. Der die Euro5-Norm erfüllende Motor stößt dabei 159 Gramm CO2 im Schnitt aus. Somit ist der 2.0 DSIS i-stop zwar im direkten Vergleich mit der Vorgängermotorisierung effizienter, aber durchaus noch kein wirklich Spritsparer, zumal im Alltag meist mit gut einem Liter mehr zu rechnen ist.

Im Gegensatz zum japanischen Markt ist der Mazda 3 i-stop bei uns nur mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombinierbar und nicht mit einer Fünfgang-Automatik. Der Handschalter ist aber angenehm leichtgängig in der Führung und fast ohne Holperer zu schalten. Überraschenderweise verzichtet der Kompakte jedoch auf eine Schaltempfehlungsanzeige.

Der neue Mazda3 ist nicht nur mit einer crashoptimierten Karosserie und energieabsorbierenden Strukturen ausgestattet, sondern beinhaltet diverse Maßnahmen die dem Schutze der Insassen sowie der Fußgänger dienen.

Hier sind die aktiven Safety-Plus Kopfstützen an den Vordersitzen, Front-, Seiten- und Kopf-Airbags, Sitzgurte mit zweistufigen Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern, wegklappende Pedale, eine energieabsorbierende Lenksäule wie aber auch die SystemeABS, die dynamische Stabilitätskontrolle DSC, der Bremsassistent und die Notbrems-Warnblinkautomatik ESS zu erwähnen. Zudem bietet Mazda dem Kunden einen Spurwechsel- sowie einen „Toten Winkel“-Assistent an.

Der fünftürige Mazda 3 in der i-stop-Variante ist ausschließlich in den Top-Ausstattungen Exclusive- und Sports-Line erhältlich, wobei letztere mit 25.090,- Euro zweitausend Euro über dem Exclusive liegt.

Beide Varianten verwöhnen mit etlichen Annehmlichkeiten und einer sehr umfangreichen Serienausstattung. Ob es die hintere Einparkhilfe, die Cruisematic, die Klimatisierungsautomatik, eine wärmedämmende Colorverglasung, ein Reifendruck-Kontrollsystem, elektrisch anklapp-, einstell- und beheizbare Außenspiegel, ein 3-Speichen-Sport-Lederlenkrad, eine höhen- und längeneinstellbare Lenksäule, eine Lendenwirbelstütze für den Fahrersitz, elektrische Fensterheber rundum sowie eine Lenkradbedienung für das Mazda Audio-System mit Radio und CD-Player ist. Außerdem enthalten ist das Gute-Sicht-Paket, das mit Nebelscheinwerfern, Regen- und Lichtsensor mit automatischem Lichtsystem und automatisch abblendendem Innenspiegel, Sitzheizung für Fahrer- und Beifahrer sowie einer beheizbaren Frontscheibe versehen ist.

Die Sports-Line beinhaltet zudem eine sportliche Front- sowie Heckschürze, Sportsitze, Xenonscheinwerfer und das Bose-Soundsystem. Letzteres ist aber auch inklusive einer Freisprecheinrichtung mit Spracherkennung und Bluetooth mitAudiostreaming für 930,- Euro für die andere Ausstattungslinie verfügbar. Ebenso finden wir in der Aufpreisliste ein 720,- Euro teures Navigationssystem mit Multi-Informations-Display und Lenkradbedienung.

Stand: April 2011; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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