// Fahrbericht / Citroën DS3 THP 150 SportChic

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Citroën DS3 THP 150 SportChic

DS, das war mal die Göttin, etwas ganz extravagantes, schönes, besonderes. Heute ist das ganz anders und doch genau so wie früher. Heute sind die DS Modellableger vom Hauptprogramm, die aber nicht minder extravagant sind. Und sie stellen Emotion, Individualität und im Falle des DS3 auch Sportlichkeit und Fahrfreude in den Vordergrund. Langeweile gibt es woanders, dieses Modell ist eine Spaßmaschine, schon wenn man sie nur ansieht. Und das gilt nicht nur für die Karosserie sondern auch für den Innenraum. Und dank unzähligen Ausstattungsmöglichkeiten können Sie sich Ihren ganz persönlichen DS3 zusammenstellen und sich damit selbst den Alltag verzaubern. Der THP 150 startet bei 20.300,- Euro.

Wie peppig oder sportlich Ihr DS3 aussieht, können Sie mit diversen Farbangeboten, unterschiedlich gefärbten Dächern, verschiedensten Felgen etc. weitgehend selbst bestimmen, langweilig sieht der extravagante Ableger des C3 aber wirklich nie aus. Die Dynamik der 156 PS aus der Kooperation mit BMW kommt im knalligen Gelb unseres Testwagens besonders gut zur Geltung.

Schick sind das in „Lüftungsschlitze“ integrierte LED-Tagfahrlicht, der mächtige Kühlergrill mit dem aus dem Doppelwinkel erwachsenden Chromrahmen, die dynamischen Scheinwerfer, die ebenfalls chromglänzenden Zierleisten an den Seiten, die wohl aus Rammschutzleisten entstanden sind, deren Schutzfunktion aber verloren gegangen ist.

Am knackigen Heck sorgt der Doppelrohrauspuff beim THP 150 noch mal für den kleinen Unterschied des derzeitigen Topmodells.

Der Innenraum des DS3 nimmt die Extravaganz der äußeren Hülle geschickt wiederauf und lässt Ihnen auch hier die ganz große Auswahl. Ob mit farbiger Blende am Armaturenbrett und farbigen Sitzen oder – wie bei unserem Sportmodell – alles in Schwarz, stets kommt gute Laune auf. Diesmal war nicht nur die Mittelkonsole in schwarzen Klavierlack gehüllt, auch das gesamte Armaturenbrett trägt glänzendes Schwarz.

Dazu in feinem Kontrast die diversen Chromteile wie Türgriffe und Ringe um die Instrumente oder die silbergraue Applikationen vom unten abgeflachten und griffgünstig ausgeformten Lederlenkrad aus glattem und gelochtem Leder bis hin zu den Alupedalen und der Alu-Fußstütze. Schön, wie sich eine Abdeckung über die drei ineinander verschachtelten Rundinstrumente schwingt.

Schön auch, wie die diesmal schwarzen Ledersitze das sportliche Bild komplettieren. Aber nicht nur optisch ansprechend ausgeformt und mit abgesetzten Nähten versehen, auch was die Sitzqualität angeht, kann sich das Gestühl sehen lassen. Man sitzt schön sportlich tief, die gut ausgeformten Seitenwagen halten einen auch in schnellen Kurven gut fest, die Polsterung ist angenehm straff und groß genug sind die Sitze auch noch. Die Verstellung geht einfach von der Hand, leider können die Gurte vorne nicht in der Höhe verstellt werden. Und den unpraktisch platzierten Schalter für die Sitzheizung könnte man bemängeln, dafür kann der Mix aus glattem und gelochtem Leder gut gefallen, das kostet aber extra.

Schaltet man die Zündung ein, drehen die Zeiger von Tacho und Drehzahlmesser erst mal bis zum Maximum hoch, um anschließen in die Nullstellung zurückzukehren. Die Instrumente sind gut ablesbar, mit Ausnahme des etwas weit unten links verstecktenESP-Schalters sind alle Bedienelemente gut zu erreichen.

Dass es in der zweiten Reihe enger wird sollte den Käufer dieses sportlichen Kleinwagens nicht stören, immerhin fahren die Sitze weit nach vorne und merken sich auch die ursprüngliche Stellung. So kommt man doch ganz gut nach hinten, allerdings sitzt man als 1,80 m Mensch hinter einem ebenso großen Fahrer mit beengtem Beinraum, während der Kopfraum noch in Ordnung ist, insgesamt steht aber die Rückenlehne hinten zu steil.

Vorne ist das Platzangebot üppig, auch wenn durch die niedrige Frontscheibe und das niedrige Dach der Kopfraum natürlich nicht mehr so groß wie beim C3 ausfällt, dass die Dachverkleidung zudem in Schwarz gehalten ist, unterstreicht den sportlichen Charakter und verkleinert ein wenig den gefühlten Freiraum.

Recht wenig Raum für den Rundumblick lassen die breiten B- und sehr breiten C-Säulen, und auch über die Motorhaube hinweg muss man das Ende der Front mehr erahnen. Etwas mehr Raum hält dann der Kofferraum bereit, zumindest für ein Sportcoupé der Kleinwagenklasse, denn 285 Liter sind erst mal gar nicht schlecht. Schlecht sind viel mehr die recht hohe Ladekante (Stoßstange ungeschützt) hinter der es dann über 20 cm tief nach unten geht. Und legt man die Rücksitzlehnen um, steht zwar deutlich mehr Volumen zur Verfügung, die Stufe im Boden und der starke Anstieg der Ladefläche trüben aber etwas das Bild. Unter dem recht lapprigen Boden steckt statt eines Reserverades ein Reifenreparaturset, ein Abschlepphaken, ein Gepäcknetz und ein zusätzliches Fach. Schon ab einer Körpergröße von 1,82 m kann man sich am Kofferraumschloss leicht mal anstoßen.

Bei einemSportwagen stellt sich die Frage nach dem Komfort eher erst an zweiter Stelle, und so passt das insgesamt straff ausgelegte Fahrwerk des DS3 auch gut zum Fahrzeug, verlangt von den Insassen aber gewisse Nehmerqualitäten. Vor allem grobe Schlaglöcher und Querrillen dringen zum Teil hart nach innen, schlechte Straßen mag der DS3 ohnehin weniger, hier fängt das Fahrwerk gerne an zu stuckern und man braucht stets beide Hände am Lenkrad um den kleinen Sportflitzer auf Kurs zu halten, denn wenn es die Straße hergibt, versetzt der Franzose auch schon mal.

Dafür lässt er sich prima auch mal richtig flott durch enge Kurven treibe, reagiert dabei exakt auf die Lenkung, die auch eine gute Rückmeldung an den Fahrer gibt. Das ESP hält sich angenehm zurück, nur in 180° Kurven bremst es das Fahrzeug ggf. enorm runter. Wäre eigentlich gar nicht nötig, denn mit leichtem Untersteuern und wenig Karosserieneigung bietet der DS3 THP 150 eine sportlich gute Straßenlage und macht fast alles mit. Das angenehm Straffe der Lenkung weicht erst beim Einparken und Rangieren einer feinen Leichtgängigkeit.

Eigentlich wichtiger als die Beschleunigung von Null auf Hundert ist die Verzögerung zurück auf Null. Und auch hier macht der DS3 eine gute Figur. Schon auf sanften Tritt aufs Bremspedal reagiert die ABS-Anlage mit elektronischer Bremskraftverteilung und Notbremsassistent sehr gut und packt im Notfall fest zu, bringt den Wagen mit nur wenig Reifenquietschen sicher, spurtreu und schnell zum Stehen. Aus Tempo 100 sind es nicht mal 38 Meter, Fading Fehlanzeige. Kein Wunder, gehen hier doch Scheibenbremsen rundum (vorne innenbelüftet) ans Werk.

Nicht so ganz komfortabelist dagegen die Tatsache, dass wenn man ein Seitenfenster öffnet, die Zugluft schnell zu wummern anfängt. Es will halt nicht jeder immer mit Klimaanlage rumfahren …

Schon im Stand hört man am herrlichen Blubbern des Motors, dass es sich nicht um irgendein Aggregat unter der Haube handeln kann. Und in der Tat entstand dieser THP 150 in Zusammenarbeit mit BMW. Doch schon beim Losfahren wird man – zumindest was den Sound angeht – enttäuscht, denn der Motor macht insgesamt viel zu dezent von sich reden, vor allem innen.

Dabei hängt der 1,6 Liter Vierzylinder Ottomotor gut am Gas und schiebt den nur 1.240 kg schweren DS3 mächtig nach vorne, schon nach guten 7,3 Sekunden ist die 100er-Marke erreicht und weiter geht es wenn gewünscht bis Tempo 214. Schließlich stemmt der Motor 115 kW/156 PS und ein maximales Drehmoment von 240 Nm (und das schon bei 1.400 Touren) auf die Kurbelwelle.

Und so erwischt man sich immer wieder mal dabei, wie man z.B. nach Ortschaften einen Gang zurück schaltet und dem Kleinen die Sporen gibt. Das ist auch nötig, wenn man im gemischten Stadt-Land-Verkehr die Marke von 6,6 Litern überschreiten will, denn mehr braucht der Flitzer aus Frankreich nicht, zumindest wenn man sich an die geltenden Verkehrsvorschriften hält.

Dabei kann der THP 150 auch herrlich niedertourig und so waren in unserem Test im Mix auch 5,7 Liter drin, ohne dass wir jetzt gerade langsam gewesen wären. Reine Außerortsfahrten sind sogar mit 5,1 Litern möglich, für die Stadt gibt Citroën 9,4 Liter an. Dabei benötigt der DS3 Super bleifrei und stößt im Mix 155 g/km CO2 aus.

Wie auch immer, ob hoch- oder niedertourig, stets entwickelt der THP 150genügend Biss und vermittelt so Fahrfreude pur. Nicht zuletzt auch wegen der exakt und straff geführten Schaltung, bei der der Schalthebel mit dem dicken Knauf auf kurzen Wegen durch die Kulisse gleitet, mit nur einem kleinen Holperer über die Leerlaufstellung. Okay, ein klein wenig hölzern fühlt es sich dabei bisweilen an, aber was soll’s, die Abstimmung des serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebes harmoniert gut mit dem Motor.

Neben den mittlerweile üblichen sechs Airbags (Fahrer-, Beifahrer- sowie Seiten- und Kopfairbags) sind auch Dreipunktsicherheitsgurte rundum, vorn mit pyrotechnischen Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern aber leider nicht höhenverstellbar, Kopfstützen auf allen Plätzen und ISOFIX-Befestigungen auf den Rücksitzen serienmäßig an Bord.

Los geht der DS3 mit dem 70 kW-Einstiegsmotor bei 15.300,- Euro, den Spaßmacher THP 150 mit seinen 115 kW und der Top-Aussstattung SportChic bekommen Sie ab 20.300,- Euro. Und dann ist eine sehr umfangreiche Serienausstattung inklusive.

So gehören elektrische Fensterheber und elektrisch verstellbare Außenspiegel ebenso zur Grundausstattung wie Nebelscheinwerfer, Radio-CD mit MP3, zweifach verstellbares Lenkrad, 17 Zoll Alufelgen, LED Tagfahrlicht, Lederlenkrad mit Alueinsätzen, Ambiente-Beleuchtung, Alcantara-Stoff-Polsterung, Sportsitze, Alu-Pedale, zweifarbige Karosserie, Klimaautomatik, Doppelrohr-Auspuff, höhenverstellbarer Fahrer- und Beifahrersitz und vieles mehr.

Selbst die HiFi-Anlage ist schon mit an Bord, trotzdem bleibt noch viel Raum für Individualisierung. Ob diverse Dekorsets für 100,- Euro, eine Metallic-Lackierung für 430,- Euro oder das Leder-Style-Paket für1.200,- Euro. Oder Sie investieren in zusätzliche Sicherheit wie z.B. Garantie PLUS Angebote bis zu 36 Monate und 120.000 km, Service PLUS oder FreeDrive-Angebote – fragen Sie am besten Ihren Citroën-Händler.

Stand: Februar 2012, Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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