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Citroën C4 Picasso – Kein Van wie jeder andere.

Dass Vans nicht bieder und konventionell daher kommen müssen, hat der Citroën C4 Picasso bereits in seiner ersten Generation nur zu gut aufgezeigt. Und auch wenn die Vorgängermodelle keineswegs einfallslos daher kamen, so übertrifft der neue Citroën C4 Picasso, nun basierend auf der neuen Plattform EMP2, diese mit einem unglaublich futuristisch und aufreizenden Design deutlich. Ohne aber die Tugenden eines Vans zu vernachlässigen, kann der Franzose mit weit mehr als nur einem extravaganten Blechkleid aufwarten. Flexibilität und Variabilität kennzeichnen den Picasso ebenso wie großzügige Platzverhältnisse und zahlreiche Ablagen. Hinzu kommt ein besonderes Bediensystem, diverse Annehmlichkeiten, ein ausgewogenes Fahrwerk und ein umfangreiches Motorenangebot, das bis hin zu dem von uns getesteten THP 155 reicht.

Der neue Citroën C4 Picasso trägt einen durchaus gewagten Anzug, der uns mit außergewöhnlichen Raffinessen regelrecht auf eine Reise in die Zukunft mitnimmt. Während andere Hersteller mit ihren Designexperimenten oft zur falschen Zeit am falschen Ort waren, scheint Citroën jedoch genau den Nerv der Zeit getroffen zu haben.

Der Picasso zieht nicht nur die Blicke auf sich sondern ruft auch Begeisterung hervor. Eine Reaktion, die wir während unserer Testphase immer wieder feststellen durften.
Eigenständigkeit kann man dem Van nun wahrlich nicht abstreiten, doch den absoluten Eyecatcher stellen die ungewöhnlich schmalen LED-Tagfahrleuchten in Verbindung mit den direkt darunter platzierten Scheinwerfern dar. Der Verlauf des Tagfahrlichtes bildet eine perfekte Einheit mit dem stolzen Doppelwinkel. Darunter thront der große Lufteinlass, der auch das Nummernschild aufnimmt.

Wem der tolle Ausblick durch die serienmäßige, weit nach hinten gezogene Panorama-Windschutzscheibe nicht ausreichen sollte, kann diesen mit dem optionalen Panorama-Glasdach zusätzlich krönen. Hinzu kommen auch große Fensterflächen an den Seiten, deren Grafik ebenso besonders ist,wie die im 3D-Effekt gehaltenen großen Rückleuchten.

Ansonsten hält sich die Heckansicht mit einer groß dimensionierten und eher schlicht gezeichneten Kofferraumklappe allerdings etwas zurück, was der gelungenen Optik jedoch keinen Abbruch tut.

Ein Ausblick auf kommende Fahrzeuge gibt auch das Interieur. Klar strukturiert, konzentriert sich das asymmetrisch geschnittene Armaturenbrett sehr auf die Mitte und präsentiert sich ebenso unkonventionell. Hier bilden ein 7-Zoll-Toucscreen und ein 12-Zoll-HD-Panoramabildschirm die zentrale Einheit.

Der serienmäßige 7-Zoll-Monitor dient zur Bedienung von Klimaautomatik, Audio- und Navigationssystem, Telefon, Assistenzsystemen oder CITROËN Multicity Connect. Das Internet-Anwendungsportal kann bei bestehender Online-Verbindung, via Apps Informationen zu Kraftstoffpreisen, Parkplätzen, Sehenswürdigkeiten oder dem Wetter abrufen.

Wenn auch mit sieben Tasten um das Display herum versehen, so verzichtet der C4 Picasso – mal ausgenommen vom klassischen Lautstärkedrehregler sowie den optimal erreichbaren Bedienelementen im Lenkrad – völlig auf herkömmliche Schalter.

Und wenn auch das Bedienkonzept zunächst einige Fragen aufwirft, so erweist es sich schon nach einer kurzen Eingewöhnungszeit als durchdacht. Uns hatte zwar die pfiffige Lenkradlösung des Vorgängers mit der festen Lenkradnabe durchaus zugesagt, doch nun kehren die Verantwortlichen hier wieder zu einer „klassischen“ Lösung zurück.

Auf die klassischen Rundinstrumente hat man aber auch weiterhin verzichtet. Und so setzt man in den höheren Ausstattungen auf einen 12-Zoll-HD Panoramabildschirm, der mittig auf dem Armaturenbrett platziert ist und neben den fahrrelevanten Informationen wie Geschwindigkeit und Drehzahl, auch die Daten des Bordcomputers sowie die Routenanweisungen des Navigationssystems anzeigt und sich zudem individuell konfigurieren lässt. So kann der Fahrer nicht nur je nach Bedarf zwischen den Funktionen auswählen, sondern auch mittels USB-Stick eigene Fotos auf dem Bildschirm abbilden.
Zwar füralle Insassen recht gut einsehbar, liegen die relevanten Fahrinfo´s für den Fahrer nicht unbedingt gut im Blick.

Apropos, die bereits erwähnte große Panoramafrontscheibe sorgt natürlich für eine gute Sicht nach vorn, auch dank der geteilten und schmalen A-Säulen, die Front ist aber nicht einsehbar. Ab der B-Säule werden diese nach hinten immer breiter, die Rundumsicht daher mehr und mehr eingeschränkt, die Rückfahrkamera schafft hier erfreulicherweise Abhilfe.

Kein Anlass zur Kritik geben die hochwertigen und vorbildlich verarbeiteten Kunststoffe, deren Mix, trotz verschiedener Oberflächen und Farben sowie verschiedenen Dekors bis hin zu Zierleisten in seitenmattem Chrom und glänzendem Schwarz für ein sehr stimmiges Ambiente sorgen.

Die angenehm groß dimensionierten Sitze ähneln optisch einem Sportsitz, sind bis hin zur Kopfstütze markant ausgeformt, lassen letztendlich in schnellen Kurven aber doch den nötigen Seitenhalt vermissen.

Die Relax-Sitze, erhältlich im Lounge-Paket für 850,- Euro, verwöhnen aber nicht nur mit Relax-Kopfstützen sondern auch einer elektrisch ausklappbaren Unterschenkelauflage für den Beifahrer, sowie einer Massagefunktion, deren Schalter im Gegensatz zur Sitzheizung gut einzusehen sind.

Trotz kompakteren Abmessungen ist es den Verantwortlichen dank der neuen Plattform möglich gewesen, ein geräumigeren Innenraum zu schaffen. Der Einstieg fällt vorn wie hinten angenehm leicht, hier empfangen uns drei ebenfalls gut konturierte Einzelsitze. Während die Kopffreiheit für 1,80 Meter große Insassen stets ausreichend ist, variiert die Beinfreiheit je nach Einstellung der längs verschiebbaren Sitze von sehr üppig bis ausreichend für Kinder.

Unabhängig davon, nehmen hinten drei Personen nebeneinander bequem Platz, da im Fußraum des mittleren Sitzes kein Kardantunnel stört. Eine zusätzliche Neigungsverstellung, Ausklapptische und LED-Leseleuchten sorgen dabei im Fond für den besonderen Reisekomfort.

Mit 16 Ablagemöglichkeiten an der Zahl, kann der C4 Picasso Kleinkram bis zu40 Liter aufnehmen, beispielsweise in Form des großen Staufachs in der Mittelkonsole.
Um große oder sperrige Gepäckstücke zu transportieren, müssen die einzelnen hinteren Sitze mittels mehrfachem Laschenzug umgelegt werden. Der entstandene Spalt zwischen Sitzbank und Kofferraumboden verschwindet durch ein weiteres Umklappen der dort angebrachten Klappen.

Durch die ebenfalls nach vorn zusammenlegbare Beifahrersitzlehne, steigert sich die Variabilität nochmals und gibt eine Ladefläche von bis zu 2,50 Meter frei.

So passen je nach Bedarf 537 bis hin zu 1.709 Liter in den neuen C4 Picasso. Einkaufshaken, wie auch eine herausnehmbare Taschenlampe zählen zu den praktischen Ausstattungsdetails und lassen sich außerdem um zahlreiche Extras erweitern.

Da der Kofferraum – zumindest im Falle unseres Testwagens- manuell sehr schwergängig zu öffnen bzw. zu schließen war, empfiehlt sich auch die in der Topausstattung bereits serienmäßige elektrische Betätigung.

Ob per Hand oder Tastendruck, auf die großzügige Öffnung sowie die angenehm niedrige Ladekante hat das keinen Einfluss.

Die neue Plattform bringt nicht nur eine Gewichtsersparnis von allein 70 kg mit sich, insgesamt ist die neue Generation um 140 kg leichter, und auch das Fahrwerk wurde umfassend überarbeitet. Diese Voraussetzungen garantieren dem Citroën C4 Picasso sowohl agile wie auch komfortable Fahreigenschaften, die nicht nur für eine Familienkutsche sondern auch für einen Franzosen überraschen.

So meistert der C4 Picasso Kurven ohne das erwartete Schaukeln und zieht angenehm straff gefedert auch mit hohem Tempo souverän und gut beherrschbar durch die Kehren. Die elektrohydraulische Lenkung tut ausreichend präzise ihr übriges hinzu.

Dynamischer als noch beim Vorgänger erweist sich die neue Abstimmung aber keinesfalls als unkomfortabel. Nur die wirklichen Hauer in unseren Straßen sowie Querfugen kann der Picasso nicht all zu sanft abfedern.

Ein behutsamer Tritt aufs Bremspedal reicht bereits aus, um das Fahrzeug zuverlässig zu verzögern.

Einzig die Bremse und das Gaspedal müssen in Verbindung mit dem Park Assist betätigt werden und die aufpreispflichtige Einparkhilfe übernimmt nicht nur die Suche nach einem passenden Parkplatz, sondern auch das Einparkmanöver in selbige.

Während der 1,6-Liter e-HDi 90 der sparsamste Motor im Angebot ist, stellt der von uns getestete THP 155 das stärkste Zugpferd dar. So ist es natürlich nur wenig überraschend, dass der turbogeladene 1,6-Liter-Benziner mit stolzen 156 PS und 240 Newtonmetern Drehmoment für souveränen Vortrieb sorgt.

In gerade mal 9,9 Sekunden ist die Familienkutsche von Null auf Tempo 100 geprescht. Mit 209 km/h maximaler Höchstgeschwindigkeit liegt auch dieser Wert über den erwarteten Van-Leistungen. Wenn gefordert natürlich spürbar kernig, agiert der Motor ansonsten aber angenehm laufruhig.

Geschaltet wird über ein an sich gut und knackig abgestuftes Sechsgang-Getriebe. Einzig die auftretenden Ruckler in den ersten zwei Gängen sind bei dieser Motor-Getriebe-Kombination selbst nach einer Eingewöhnung nur schwer bis gar nicht auszumerzen.

Gegenüber dem e-HDi 90 Airdream, der mit dem neuen ETG6 ausgerüstet ist und lediglich 98 g CO2/km ausstößt und mit 3,8 Litern auskommen soll, können sich auch durchaus die vom Hersteller unter bestmöglichen Voraussetzungen ermittelten sechs Liter sowie 139 g/km CO2 des THP 155 sehen lassen. Letztlich ist der stärkste Benziner jedoch eher fahrspaßorientiert und so lassen wir den möglichen Verbrauch mal außer Acht und nehmen bei agiler Fahrweise einen Verbrauch von acht Litern hin.

Der Dienst „Citroën eTouch“, der unter anderem Notrufe absetzt und die örtliche Pannenhilfe informiert, ist je nach Variante Standard oder ausgenommen von der Einstiegsversion Attraction gegen einen Aufpreis erhältlich.

Eine optimierte Generation des AFIL-Spurassistenten sowie der Fernlichtassistent stehen in Form eines Sicherheitspaketes für 500,- Euro wiederum einzig der höchsten Ausstattung zur Wahl.

In einem weiteren Paket stehen dem Intensive für 700,- Euroein Toter-Winkel-Warner, ein Park-Assist der selbstständig einparkt sowie eine Einparkhilfe vorn und eine Rückfahrkamera hinten zur Seite. In der Variante Exclusive sind diese Annehmlichkeiten dagegen Serie.

Mitlenkende Bi-Xenon-Scheinwerfer stehen beiden Varianten für 990,- Euro zur Wahl.

Ein Blick in die Preisliste zeigt sehr umfassende Kombinationsmöglichkeiten auf, da die sechs Motorisierungen nahezu in jeder Getriebevariante und in allen Ausstattungen verfügbar sind.
So reichen die Preise von 19.990,- Euro in der Benzinereinstiegsvariante VTi 120 Attraction bis hin zu 32.390,- Euro für den BlueHDi 150 in der Topvariante Exclusive. Hier reiht sich der von uns getestete C4 Picasso THP 155 Intensive mit 26.390,- Euro ein.

Die dritthöchste Ausstattung umfasst dann solch Komfortmerkmale wie den 12-Zoll-HD-Bildschirm, Leichtmetallräder, Chromeinsätze, eine Einparkhilfe und Rückfahrkamera, das Keyless-System, LED-Tagfahrlicht, Nebelscheinwerfer mit statischem Abbiegelicht, ein Lederlenkrad und sogar ein Navigationssystem inklusivem zweitem USB-Anschluss und Jukebox sowie das Kinder-Paket mit Kinderspiegel, Sonnenrollos in der zweiten Sitzreihe, die hier außerdem in der Länge verstellbar ist.

Ein Geschwindigkeitsregler bzw. -begrenzer, eine automatische Klimaanlage, die Weitwinkel-Panorama-Frontscheibe oder aber die umklappbare Rückenlehne des Beifahrersitzes sind bereits in der Basis oder aber in der Variante Seduction im Preis enthalten.

In der Topvariante arbeitet außerdem der Abstandstempomat radarbasiert, die Heckklappe vollelektrisch und der Park-Assist parkt das Fahrzeug selbstständig ein. Ein Innenraumparfümspender sorgt für wohligen Geruch, während der Käufer von der Massage-Funktion verwöhnt wird oder gleich auf dem Relax-Beifahrersitz Platz nimmt. Citroen eTouch sowie die aktiven Sicherheitsgurte erhöhen nochmals die Sicherheit. Außerdem im „Exclusive“ enthalten: das 3D-Style-Paket. Mit 3D-Rückleuchten und stärker getönten Seitenscheiben hebt sich der Picasso dadurch optisch nochmals ab.

DiesesFeatures ist, wie auch das ein oder andere, für die anderen Varianten auch gegen Aufpreis erhältlich – wie unser Testwagen aufzeigt. Zahlreiche Extras sind jedoch nur in Paketen geschnürt erhältlich.

Stand: April 2014; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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