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Chevrolet Trax – Knuffig, pfiffig, schick!

Er sieht nicht nur gut aus, der Kleine, er ist auch innen pfiffig gemacht, hat so feine Gimmicks zu bieten wie die nach vorne umklappbare Beifahrersitz-Lehne, hat viel Platz auf feinen Sitzen in Reihe eins und ausreichend Platz für zwei Erwachsene in Reihe drei, der Mittelsitz ist nur eine Notlösung. Schnell umgeklappt passt richtig viel rein, nur wird da bisweilen die max. Zuladung nicht reichen. Der Motor mit 140 PS hat mit dem Trax leichtes Spiel, die straffe Fahrwerksabstimmung macht flotte Fahrten problemlos mit, lässt aber schnell mal den Komfort vermissen, Die Schaltung passt, nur die Kupplung ließ ruckfreies Schalten kaum zu. Mit dem Allradantrieb ist die Traktion bestens, so wirklich ins Gelände will der Trax aber nicht. Ab 19.990,- Euro geht es los …

Obwohl er zu den kleinsten SUV zählt, macht er echt was her. Bullig und imposant streckt er seinen großen, für Chevrolet typischen geteilten Kühlergrill in den Fahrtwind, auf dessen Spange das große Chevi-Kreuz thront. Die dynamische Frontschürze ist nach unten hin mit einer breiten dunkelgrauen Kunststoff-Leiste abgesetzt, in der noch eine in silbergrau gehaltene Andeutung eines Unterfahrschutzes für ein optisches Highlight sorgt.
Nach oben hin sorgen markante Sicken für eine kräftige Motorhaube, dazu passen die markant ausgestellten Kotflügel vorne wie hinten, analog zur Frontschürze sind auch die Seitenschweller in grauem Kunststoff gehalten.

Die flach stehende Frontscheibe geht in einen sanften Dach-Schwung über, die Dachreling greift die silbergraue Aluoptik wieder auf. Und auch am bulligen Heck ist im unteren grauen Teil der Schürze ein Unterfahrschutz in silbergrau eingearbeitet. Besonders bullig wirkt das durch die deutlich ausgestellten Kotflügel, die an ihrem Ende die Rückleuchten aufnehmen.
Für die nötige Sportlichkeit sorgt ein schwarzer Heckspoiler, der geschickt in die Heckscheibe integriert wurde und die dritte Bremsleuchte aufnimmt. Uns hat optisch eigentlich nur ein dicker Auspuffgefehlt, der dem ganzen noch den letzten sportlichen Touch gegeben hätte.

Die etwas erhöhte Bodenfreiheit sorgt für den nötigen Hauch von Freiheit und Abenteuer.
Im Innenraum zeigt sich eine gefällige Gestaltung die in der Mitte des Armaturenbrettes ein wenig die Form des Kühlers wieder aufleben lässt. Mehr der Optik denn einem echten Nutzen können dabei die beiden „Fächer“ neben dem Monitor und den Luftaustrittsöffnungen dienen.

Wir hätten uns gut vorstellen können, diese zu den eigentlichen Lüftungsdüsen gemacht und dafür den Monitor noch höher gesetzt zu haben. Na das kommt vielleicht beim nächsten Facelift … auch wenn das für den deutschen Markt wohl nicht mehr zu erwarten sein dürfte.

Das sieht sehr schick aus und findet in den türkisfarbenen Ziernähten der Sitze ihre Fortsetzung, nur im Lenkrad aus Leder hat man das bei den Nähten vergessen. Schade auch, dass sich das Türkis ein wenig mit dem breiten blauen Ring im Drehzahlmesser beißt. Zudem sorgt dessen Blau dafür, dass man die Kontrollleuchte fürs eingeschaltete Fernlicht schnell mal übersieht. Schade auch, dass im großen Monitor das Türkis auch nicht wieder auftaucht und man hier auf schlichtes Grau gewechselt hat. Insgesamt ist es im Fahrzeug ein bisschen dunkel, weil man auf ein Dimmerlicht von oben verzichtet hat.

Angenehm straff und im schicken Material-Mix gepolstert präsentieren sich die Sitze, zudem sind sie gut ausgeformt und obwohl eher Kleinwagen ist selbst die Länge der Beinauflage soweit okay, sehr schön macht sich die elektrisch verstellbare Lordosenstütze, und so werden auch lange Strecken nicht zum Schreckgespenst für den Rücken. Die Lehnenverstellung erfolgt zwar nur mittels Hebel, aber trotzdem schön feinrastrig.

Vorne kommt man sehr bequem rein und raus, auch die angenehme Höhe des Hüftpunktes macht den Einstieg leicht. Und das gilt auch dann, wenn wir hinten einsteigen. Beim Raus bleiben vor allem große Füße erst ein wenig an der B-Säule und dann an der Türverkleidung hängen. Der Rest ist okay.

Wie derSitzkomfort in der zweiten Reihe. Die Kopfstützen sind auch hinten so ausgeformt/angepasst, dass sie schön nahe am Kopf stehen, die Kopffreiheit ist bei 1,80 m Körpergröße okay, die Beinfreiheit hinter einem 1,80 m Fahrer ebenso. Während die beiden hinteren Außensitze gut ausgeformt sind, ist der Mittelsitz eher als Notsitz geeignet, zu dritt wird es hinten ohnehin eng. Oder man klappt hier die Mittelarmlehne aus, was den Sitzkomfort weiter steigert, hier können dann Getränkebecher reingestellt werden, eine Durchrieche gibt es wider Erwarten aber nicht.

Soll Langes oder auch Großes eingeladen werden, muss die Sitzfläche hochgezogen werden, dann die Lehnen vorklappen und es entsteht eine nahezu ebene Ladefläche mit einem ganz kleinen Knick drin. Mehr stört da, dass beim Zurückklappen schnell mal der Gurt eingeklemmt wird. Praktisch erweist sich der Umstand, dass die Lehne des Beifahrersitzes nach vorne umgelegt werden kann und so auch längere Gegenstände problemlos Platz finden.

Werfen wir also noch einen Blick in den eigentlichen Kofferraum. Dazu schwingt die Heckklappe weit hoch und doch kommt man noch gut dran, um sie wieder zu schließen. Recht hoch ist auch die Ladekante, die aber ebenso wie die Stoßstange gut gegen Ladekratzer geschützt ist. Unter dem sehr soliden Klappboden steckt nochmals ein großes Fach, weil hier kein Reserverad drin steckt. Dafür wurde rechts in der Seite ein Reifenreparaturset verstaut. Und so gehen von 356 bis maximal 1. 370 Liter Ladevolumen rein in das kleine SUV, die Zuladung beträgt 497 kg.

Kommen wir noch mal schnell nach vorne. Etwas gewöhnungsbedürftig ist hier der Blick in die Außenspiegel, die sind durch ihre Form mit stark nach außen hin abfallendem oberen Rand etwas ungewohnt geformt.

Und noch was fällt ggf. negativ auf: Ist nur ein Fenster geöffnet, lässt bei Tempo 100 der Fahrtwind die Luft dermaßen wummern, dass man es nicht lange aushalten kann, dabei ist nur ein Fenster vorne etwas besser als nur eins hinten, hier geht es schon bei Tempo 60 los unangenehm zuwerden. Immerhin lassen sich auch die hinteren Seitenscheiben komplett versenken. Das kann manch Großer nicht, und dafür, dass es ja eigentlich ein kleines Auto ist, hat der Trax eine schöne, kräftige und klangvolle Hupe.

Das Fahrwerk ist ausgesprochen straff abgestimmt, dadurch sind zwar die Karosserieneigungen weniger stark ausgeprägt und fallen trotz des erhöhten Sitzens kaum ins Gewicht und man kann richtig flott mit dem Kleinen um die Ecken wieseln, aber der Komfort geht auf schlechten Straßen ganz schnell verloren. Kein Schlagloch, keine Querrille bleibt den Insassen verborgen, nicht nur akustisch, nein auch deutlich spürbar knallen sie zum Teil massiv ins Auto.

In Verbindung mit dem in unserem Testwagen verbauten Allradantrieb hat der Trax natürlich nicht nur jederzeit eine sehr gute Traktion und bei widrigen oder gar winterlichen Straßenverhältnissen eine gehörige Portion Sicherheit an Bord, in schnellen Kurven schiebt er nur ganz leicht über die Vorderräder, auch wenn es richtig flott dahin geht.

Dabei folgt der Trax willig der elektrischen Lenkung, die passend zur Fahrwerksabstimmung angenehm straff arbeitet. Entsprechend flott ging es auch im Test um die Pylonen, problemlos ist er gut zu manövrieren, und das verführt dann auch immer wieder mal dazu, dass man den Kleinen ordentlich hernimmt, einzig in langgezogenen Kurven waren hin und wieder kleine Lenkkorrekturen notwendig.

Auf Lastwechsel reagiert er mit dezentem Heckschwenk, das ESP hat aber alles gut im Griff. Wenn man ihn dann z.B. in ganz engen Kehren oder aus einem Kreisverkehr heraus richtig flott beschleunigt, dann spürt man nicht nur die Antriebskräfte auf den Achsen sondern auch eine leichte Verspannung im Antriebsstrang.

Der Allrad des Trax wird nur aktiviert, wenn es die Situation erfordert, und so ist man im Alltag zumeist mit Frontantrieb unterwegs. Und auch wenn die Optik des Trax eine gewisse Offroadtauglichkeit suggeriert, allein schon die geringe Bodenfreiheit von 168 mm lässt echte Geländeausflüge nicht zu.

Etwas unharmonischarbeitete bei unserem Testwagen die Kupplung, so war es kaum möglich ohne Geruckel zu Schalten, und das nicht nur wenn man unter Vollgas hochbeschleunigt. Vor allem beim Zurückschalten konnte man so sanft mit dem Kupplungsfuß agieren wie man wollte, es ruckelte.

Richtig sanft und doch kraftvoll geht die ABS-Bremsanlage zu Werke, selbst bei einer Vollbremsung, und so steht er aus Tempo 100 bereits nach 37 Metern, vor allem wenn die Straße gut ist. Ist diese welliger oder fährt man auf wechselndem Belag, wird das Fahrzeug zunehmend unruhiger und die Reifen fangen dann auch an zu quietschen – es bleibt aber alles im grünen Bereich. Vollbremsungen in Kurven machen das Heck etwas unruhig.

Neben innenbelüfteten Scheibenbremsen an der Vorderachse gehen auch an der Hinterachse Scheibenbremsen ans Werk, sie werden unterstützt von einer elektronischen Bremskraftverteilung und einem Notbremsassistenten. Die Dosierbarkeit ist ebenso gut wie das Ansprechverhalten, ein Nachlassen der Bremsleistung war auch nach der zehnten Vollbremsung nicht festzustellen.

In unserem Testwagen werkelte ein 103 kW/140 PS starker Vierzylinder Benziner und damit ist der Trax richtig gut bestückt, kann die dynamischen Fahrleistungen bieten, die das straffe Fahrwerk vermuten lassen. Er geht damit richtig gut los, spurtet in 9,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und wird auf der Autobahn bis 194 km/h schnell.

Vom Motor hört man nicht viel, selbst auf der Autobahn nicht, hier stehen die Umfeld- und Abrollgeräusche klar im Vordergrund. Erst jenseits der 160 meldet sich dann auch der Motor akustisch deutlicher zu Wort. Und auch wenn man ihn im unteren Geschwindigkeitsbereich voll hochzieht wird der Motor zunehmend kernig, um nicht zu sagen laut, das war für uns aber eher animierend denn störend.

Und natürlich steigt der Verbrauch. Flossen in unserem Autobahntest bei Tempo 130 je nach Verkehrsdichte und damit notwendigen Beschleunigungen zwischen 6,5 und 7,5 Liter auf 100 km aus dem Tank, waren es bei Tempo 160 schon 9,5 Liter. Und da der kleine Trax mitseinen 140 PS und dem agilen Fahrwerk stets Spaß macht wenn man ihn etwas fordert, lagen wir während unsere Testphase meist über den möglichen 6,6 Litern im Mix. Erfreulich ist auch, dass man selbst aus niedertourigem Dahinbummeln ohne Schalten zu müssen sofort gut hochziehen kann. Dafür ist auch das sehr gute Drehmoment von 200 Nm bei niedrigen 1.850 U/min verantwortlich, das klingt ja fast schon nach einem Diesel !

Chevrolet gibt für die Stadt 7,8 Liter, außerorts 5,6 Liter und im Mix 6,4 Liter an, dann stößt der Vierzylinder-Benziner 149 g CO2 pro Kilometer aus.

Kombiniert war unser Motor mit einer Sechsgang-Schaltung. Die zeigte sich passend abgestuft und angenehm straff geführt, auf ausreichend kurzen Wegen.

Alles Standard: Front-, Seiten- und Window-Airbags, dazu Dreipunktgurte auf allen Plätzen sowie höhenverstellbare Kopfstützen, die vorne auch neigungsverstellbar sind. Zudem helfen eine Berganfahrhilfe sowie auch eine Bergabfahrhilfe an steilen Rampen und beim Rangieren hilft die Einparkhilfe hässliche Kratzer zu vermeiden.

Viel mehr darf man aber auch nicht gegen Aufpreis erwarten, ob Kurven- oder Xenonlicht, ob Spurhalte- oder Toter Winkel-Assistent, ob Knieairbag oder aktiver Notbremsassistent, solche Features werden nicht angeboten, auskuppelnde Sicherheitspedale sind aber serienmäßig an Bord.

Der Chevrolet Trax geht in Verbindung mit dem von uns gefahrenen 1.4 Liter Vierzylinder Benziner mit 140 PS und Frontantrieb bei 19.990,- Euro los, mit Allrad und 6-Stufen-Handschalter startet er als LS bei 21.790,- Euro, geht weiter über den LT ab 22.790,- Euro und endet beim LT+ ab 23.990,- Euro.

Die serienmäßige Ausstattung ist stets sehr ordentlich, so gehört das Infotainmentsystem My Link mit 7″ Touchscreen, u.a. auch für Videos sowie einer Rückfahrkamera ab der LT-Ausstattung mit dazu. Außerdem 18 Zoll Alufelgen, Klimaanlage, Nebelscheinwerfer etc. Eine Klimaautomatik gibt es leider nicht.

Überhaupt gestaltet sich die Aufpreisliste recht kurz, hier finden sich z.B. die Metallic-Lackierung für490,- Euro und die Premium-Lacke kosten 640,- Euro. Der Trax verfügt u.a. über eine 3-Jahres-Garantie bis 100.000 km und seine Versicherungseinstufungen lauten 19 für VK und TK sowie 18 für die HPF.

Stand: Februar 2014; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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