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Alfa Romeo Giulietta schaltet nun auch mit TCT.

Im Gegensatz zum klassischen Automatikgetriebe, das seit jeher dem komfortablen Anspruch gerecht wird, setzt das Doppelkupplungsgetriebe ohne Zugkraftunterbrechung auf sportlichen Charakter und das bei nochmals geringerem Verbrauch. Gerade den Markt der Kompaktklassewagen konnte diese Getriebealternative für sich erobern. Während zahlreiche Mitbewerber bereits seit geraumer Zeit mit dieser Kombination aufwarten, springt Alfa Romeo mit der Giulietta zwar etwas spät auf diesen Zug auf, dafür jedoch mit einem eigens entwickelten und patentierten System.

Anstelle eines nassen Systems verbauen die Italiener bei der Twin Clutch Transmission (TCT) ein trockenes Aggregat. Dieses wiegt dank fehlender Ölbadkühlung nicht nur weniger und arbeitet schneller, sondern spart auch bis zu zehn Prozent Sprit ein. Eine Reduktion, die außerdem durch den serienmäßigen Verbau eines Start-Stopp-Systems sowie der Schaltempfehlung „Gear Shift Indicator“ erreicht wird.

Derzeit verfügbar ist das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe Alfa TCT für die 170-PS-Motorisierungen der Giulietta, den 1,4-Liter-Turbobenziner und den 2.0 JTDM.

Souverän ziehen beide Aggregate los und lassen mit 7,7 Sekunden bzw. 7,9 Sekunden beim Diesel den Handschalter um eine Zehntelsekunde hintersich. Während die Höchstgeschwindigkeit unverändert bei 218 Stundenkilometer liegt, konnte der Verbrauch beim Ottomotor sogar um einen halben Liter auf 5,2 Liter laut Hersteller reduziert werden – was einem absoluten Bestwert im Segment entsprechen würde. Mit 4,5 Liter Normverbrauch kann das Dieselaggregat eine Reduzierung von 0,2 Liter verbuchen.

Aber auch beim CO2-Ausstoß fährt das Doppelkupplungsgetriebe eine Einsparung ein. So begnügt sich der Benziner mit 13 g/km weniger und kratzt mit 121 g/km an der Marke die der Diesel dank TCT mit 119 Gramm pro Kilometer sogar unterschreitet.

Die Bedienung eines Doppelkupplungsgetriebes ähnelt einer herkömmlichen Automatik, so auch im Falle der Giulietta. Mittels Schalthebel lassen sich die Stufen D, N, R und P einlegen oder aber die Gänge manuell im sequenziellen Modus ansteuern. Optional besteht sogar die Möglichkeit über Wippen am Lenkrad zu schalten, die Elektronik lässt einem hier erfreulicherweise absolut freie Hand.

Wirklich nötig ist der manuelle Eingriff jedoch nicht, denn das TCT schaltet nicht nur unglaublich sanft und ruckfrei sondern dank der zwei Kupplungen blitzschnell und übergangslos.

Mittels dem serienmäßigen und viel gelobten DNA-System können wir per Knopfdruck nicht nur auf das Drehmoment, den Fahrwerkscharakter oder die LenkungEinfluss nehmen, sondern auch das Schaltverhalten des TCT-Getriebes verändern.

So kann der Alfa Romeo im Dynamic-Modus nicht nur einen Drehmomentanstieg von 20 (Benziner) bzw. 30 Newtonmeter (Diesel) verzeichnen, sondern dreht bei sportlicher Fahrweise die Gänge auch deutlich weiter aus.

Aktiviert der Fahrer den Modi „Natural“ schaltet das Getriebe früh und stets mit Fokus auf den optimalen Verbrauch, bei „All weather“ passt sich das System ganz der gegebenen Situation an.

Die 1.800,- Euro Aufpreis, die Alfa Romeo für das neue Doppelkupplungsgetriebe TCT verlangt, sind zwar nicht ohne, aber bewegen sich ganz auf Niveau der Mitbewerber. Ausschließlich in der Turismo-Ausstattung erhältlich, liegt die Giulietta 1.4 TB MultiAir bei runden 26.000 Euro und der 2.0 JTDM bei 28.900,- Euro.

In Anbetracht der im Fahrzeug enthaltenen Annehmlichkeiten wie z.B. der Klimaautomatik, einer Audioanlage mit CD/MP3-Player und 6 Lautsprechern, den 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Nebelscheinwerfern und einigen anderen Positionen kann Alfa Romeo in punkto Preis wieder voll überzeugen.

Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass sich bei der Guilietta in Verbindung mit den 170 PS Motoren bis zu 50 Prozent der Käuferschicht für das TCT-Getriebe entscheiden werden.

Davon, dass dieses Doppelkupplungsgetriebe in Zukunft auch beiFiat und Lancia sowie anderen Baureihen der Marke (wie es bereits beim MiTo der Fall ist) Einzug halten wird, ist stark auszugehen. Derzeit machen die Verantwortlichen hierzu jedoch noch keine Angaben.

Stand: März 2012; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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