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Alfa Romeo Giulietta & MiTo Modelljahr 2014

Die Italiener starten motiviert und selbstbewusst in das neue Modelljahr 2014 und das nicht nur mit dem grandiosen neuen Mittelmotor-Sportwagen 4C. Mit der überarbeiteten Giulietta sowie dem MiTo möchte sich Alfa Romeo nun auch in den beiden hartumworbensten Segmenten, dem A- und B-Segment, deutlicher behaupten. Die Modellpflege nimmt dabei weniger Einfluss auf die ohnehin sehr gelungene Optik, sondern verzeichnet gerade in punkto Motoren und Getriebe Veränderungen sowie eine Aufwertung im Inneren, in Bezug auf Optik und Ausstattung. Künftig stets im Preis enthalten ist außerdem die von Alfa Romeo neu eingeführte Vier-Jahres-Garantie ohne Kilometerbegrenzung.

Giulietta

Die Giulietta 2014 wird für den Betrachter äußerlich einzig an dem schärfer gezeichneten Scudetto zu erkennen sein. Der für Alfa typisch dreieckige Kühlergrill ist dabei, wie auch jetzt die Nebelscheinwerfer, stets in Chrom gefasst und verleiht der Front den gewissen Glanz.

Mit den drei neuen Metallic-Lackierungen, „Perla Moonlight“, „Blu Anodizzato“ und „Bronzo“ erweitern die Verantwortlichen nicht nur das Farbangebot, sondern stellen dem Käufer zudem drei neue Felgendesigns in den Größen 16-, 17- und 18-Zoll zur Auswahl.

Individualität garantiert das Kompaktklassefahrzeug auch in dem im Detail überarbeiteten Innenraum, so verleihen nun Bi-Color-Ausführungen in „Schwarz“, „Rot“ oder „Tabak“ ein spürbar hochwertigeres Ambiente. Und auch das in Leder gehüllte Lenkrad hat dank neu gezeichnetem Pralltopf inklusive jetzt sehr schöner Chromspange merklich gewonnen.

Einzeln neu angeordnete Schalterelemente fallen rein im direkten Vergleich auf, wirklich gut macht sich in jedem Fall die Umplatzierung des Multifunktionsbildschirmes.Dieser klappt nun nicht mehr aus der Armaturentafel hervor (er wirkte mit seiner eckigen Ausführung zudem etwas altertümlich) sondern fügt sich harmonisch und modern in die Mittelkonsole ein.

Die uconnect-Infotainmenteinheit inklusive 5,0-Zoll-Touchscreen ist bereits ab der Ausstattungsvariante Veloce serienmäßig und bietet neben den Funktionen Radio und CD-/MP3-Player des weiteren eine Bluetooth-Schnittstelle inklusive Sprachsteuerung sowie Bluetooth-Audio-Streaming, eine Telefon-Freisprecheinrichtung, einen SMS-Reader für Smartphones und selbstverständlich weitere USB- und AUX-IN-Anschlüsse.

Die nächst höhere Ausstattungslinie ergänzt dieses Angebot um den digitalen Radioempfang DAB und die Topvariante ist nicht nur zusätzlich mit einem Navigationssystem inklusive 3D-Map-Darstellung ausgerüstet sondern auch mit einem 6,5-Zoll großen Touchscreen bestückt.

Das Gestühl ist im MY 2014 ebenfalls weiter optimiert worden und bietet neben vorbildlichem Seitenhalt auch einen sehr angenehmen Sitz. Stets bemängelt und leider immer noch nicht verbessert ist die schlecht erreichbare Sitzverstellung.

Unverändert präsentiert sich das Platzangebot, mit dem die Giulietta auch weiterhin nicht unbedingt Bestnoten unter den Kompaktklassefahrzeugen einfahren wird. So ist Passagieren jenseits der 1,80 Meter Vorsicht geraten, denn nicht nur beim Einstieg besteht Anstoßgefahr, auch in aufrechter Sitzposition ist die Kopffreiheit sehr eingeschränkt. Das dynamische Design fordert hier einfach seinen Preis.

Der Gepäckraum misst 350 Liter und lässt sich durch Umlegen der Rücksitzlehnen im Verhältnis 60:40 je nach Bedarf um weitere 695 Liter erweitern. Wie auch bei anderen Mitbewerbern, muss sowohl beim Be- als auch Entladen eine hohe Ladekante bzw. -schwelle überwundenwerden.

Vollkommen neu, ist dagegen der im Modelljahr 2014 erhältliche Zweiliter-Turbodiesel 2.0 JTDM 16V mit 110 kW / 150 PS. Die neue Motorisierung löst den bis dato 140 PS starken Vorgänger ab.

Mit mehr Leistung und einem um 30 Newtonmeter gesteigerten maximalen Drehmoment von 380 Nm prescht der Turbodiesel bereits ab 1.750 Touren durchzugsstark nach vorn. Ohne große Anstrengungen spurtet die Giulietta in 8,8 Sekunden von Null auf 100 km/h, meistert Überholmanöver souverän und zieht auf der Autobahn bis auf Tempo 210 hoch. Dabei arbeitet das Aggregat stets kultiviert, die verbesserte Geräuschdämmung macht sich hier bemerkbar.

Laut Datenblatt konnten die Verantwortlichen den Durchschnittsverbrauch trotz gesteigerter Leistung im Gegensatz zum Vorgänger um 0,3 Liter reduzieren, was einen Normverbrauch von 4,2 Litern und 110 g/km CO2-Ausstoß zur Folge hat.

Wer das gut geführte und präzise zu schaltende Sechsgang-Schaltgetriebe durch das Doppelkupplungsgetriebe Alfa TCT ersetzen möchte, muss jedoch den stärkeren Turbodiesel oder den 1.4 TB 16V MultiAir in Betracht ziehen.

Beim Fahrdynamiksystem DNA bedarf es keiner Verbesserung und so erfreut sie den Alfa-Fahrer auch in Zukunft mit seinen drei Fahrprogrammen, darunter dem „Dynamic“-Modus der spürbaren Einfluss auf die Kennfelder von Motor, Getriebe, Lenkung und ESP nimmt und stets serienmäßig im Fahrzeug eingebaut ist.

Die neue Ausstattungsstruktur positioniert die Alfa Romeo Giulietta zudem noch etwas attraktiver als zuvor. Die neue Basisausstattung Impression – allerdings dem kleinsten Benziner und Diesel vorbehalten – startet in Kombination mit dem 1.4 TB mit 105 PS weiterhin ab 19.250,- Euro, umfasst jetzt jedoch Annehmlichkeiten wie die elektrisch verstell- und beheizbaren Außenspiegel,Reifendrucksensoren, eine Mittelarmlehne in der hinteren Sitzbank sowie die manuelle Klimaanlage.

Darauf bauen die bekannten Niveaus „Veloce“, „Turismo“ und „Quadrifoglio Verde“ auf, die ebenfalls in ihrem Umfang aufgewertet wurden. Die Giulietta Quadrifoglio Verde bleibt dabei weiterhin der 235-PS starken Topmotorisierung vorbehalten.

Der neue 2.0 JTDM 16V ist somit als „Veloce“ für 25.900,- Euro und in der mit 26.200,- Euro angepriesenen „Turismo“-Variante erhältlich.

Während die klangvolle Version „Veloce“ serienmäßig auf 17-Zoll-Leichtmetallfelgen daherkommt, umfasst diese Ausstattung nun auch das uconnect-Infotainmentsystem, in Wagenfarbe lackierte Seitenschweller sowie Außenspiegelgehäuse in mattierter Aluminium-Optik.

Die Ausstattungslinie „Turismo“ wurde zum neuen Modelljahr um Features wie die Klimaautomatik, eine Mittelarmlehne mit Ablagefach, ein gekühltes Handschuhfach, Sitzbezüge im neuen Stoff „Competizione“, Multifunktions-Lederlenkrad und in Chrom gefasste Fensterrahmen erweitert. Auf diverse Assistenzsysteme, wie beispielsweise einen Toterwinkelwarner oder einen Notbremsassistent müssen Sie allerdings auch weiterhin bei der Alfa Giulietta verzichten.

MiTo

Im Vergleich zur Giulietta ziert den MiTo im Modelljahr 2014 nicht nur das in Chrom gefasste Scudetto, hinzu kommen die sportlich dunkel hinterlegten Scheinwerfer und die Farbe Anthrazit Grau vervollständig die bestehende Farbpalette. Neue Sitzbezüge, großflächige Dekorelemente an den Armaturen und in den Türen setzen dabei im Innenraum weitere Akzente.

Das Hauptaugenmerk in punkto Veränderungen fällt hier, wie auch schon bei der Giulietta, auf das neue Infotainmentsystem Uconnect. Das sowohl im Alfa Romeo MiTo Turismo wie auch dem QuadrifoglioVerde serienmäßig verbaut ist und ebenfalls über einen Fünf-Zoll-Touchscreen oder z.B. über praktische Drück-/Drehregler oder Schnellanwahl-Tasten gesteuert wird.

Käufer der anderen Ausstattungen müssen jedoch keineswegs darauf verzichten, allerdings einen Aufpreis von 500,- Euro mit einberechnen. Darüber hinaus lässt sich uconnect um ein Navigationssystem, den digitalen Radioempfang (DAB) sowie den SMS-Reader erweitern.

Zu einem weiteren Novum im neuen MiTo-Modelljahr zählt das aus der Giulietta bekannte Doppelkupplungsgetriebe TCT. So ist dieses nun auch mit dem Alfa Romeo MiTo 1.4 TB 16V MultiAir mit 99 kW (135 PS) kombinierbar.

Die Neuheit unter den Motoren bezieht sich allerdings auf den 0.9 8V TwinAir, der jetzt in der 105 PS-Leistungsstufe seinen Einzug in den kleinsten Alfa findet. Mit gesteigerter Kraft schöpft der Zweizylinder-Turbomotor nicht nur aus 77 kW sondern bringt im aktivierten Dynamic-Modus des tollen Alfa Romeo D.N.A.-Systems ein maximales Drehmoment von 145 Newtonmeter ab 2.000 U/min an die Räder (gegenüber dem Normal-Modus verzeichnet der MiTo so ein Plus von 25 Nm).

Unter diesen Voraussetzungen versetzt der TwinAir-Motor den MiTo in 11,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit beträgt letztlich 184 km/h. Gerade im geforderten Zustand tritt der Motor akustisch in typischer Zweizylinder-Manier in den Vordergrund, eine Tatsache, die manch einem negativ aufstoßen mag. Wir persönlich vernehmen das Knattergeräusch jedoch als „niedlich und animierend“.

Ausgenommen der Basismotorisierung 1.4 8V mit 51 kW (70 PS), sind alle Aggregate serienmäßig mit einem Start&Stopp-System versehen, die Schaltempfehlung (Gear Shift Indicator GSI) ist wiederum in allen Varianten an Bord.

Das auch hier die Praxis von dentheoretischen 4,2 Litern auf 100 Kilometer (entspricht 99 g/km CO2-Ausstoß) abweichen wird, zeigt bereits eine erste Ausfahrt auf. Da der Motor letztendlich mehr eine fahrspaßorientierte als eine effiziente Fahrweise in uns weckt.

Wer davon ausgeht, mit dem Verzicht von zwei Zylindern auch Geld einzusparen, den müssen wir leider eines Besseren belehren. Denn der 0.9 8V TwinAir Junior liegt mit 16.450,- Euro ganze 2.350,- Euro über dem Einstiegs-MiTo „1.4 8V (70 PS) Impression“. Fairerweise muss jedoch gesagt werden, dass der Zwei-Zylinder 35 PS mehr leistet und zudem in der nächst höheren Variante über eine Klimaanlage, 15-Zoll-Leichtmetallräder und der Fahrdynamikregelung Alfa Romeo D.N.A verfügt.

Weitere 900,- Euro Aufpreis verlangen die Varianten Turismo sowie der Alfa Romeo MiTo SBK. Diese Variante stellt eine Hommage an die Motorradkategorie Superbike (abgekürzt SBK), in deren Weltmeisterschaft Alfa Romeo das Safety Car stellt, dar und ist im Modelljahr 2014 um getönte Fondscheiben und Sportpedale aus Aluminium erweitert. Außerdem zieren diese Variante schicke 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, ein verchromtes Auspuffendrohr, ein in Wagenfarbe lackierter Dachkantenspoiler sowie ein Heckstoßfänger mit Diffusor-Optik. Im Interieur hebt sich die Linie SBK durch Armaturen-Applikationen in Kohlefaser-Optik ab.

Doch nicht nur mit den einzelnen weiter aufgewerteten Ausstattungslinien bietet Alfa reichlich Individualität, unterschiedliche Ausstattungspakete zu attraktiven Preisvorteilen stehen dem Kunden zusätzlich zur Wahl. Erwähnenswert wäre hier in jedem Fall das für den MiTo Junior erhältliche neue „Sport 1″ Paket inklusive 16-Zoll-Leichtmetallrädern, Sport-Heckstoßfänger und getönten Scheiben im Fond.

Oder aber auch das für die Ausstattung SBKverfügbare gleichnamige Paket mit den zusätzlichen Extras wie rot lackierten Bremssättel, den Heckstoßfänger „Supersport“, Seitenschweller in Wagenfarbe und 18-Zoll-Leichtmetallrädern.

Stand: November 2013; Test: Redaktionsbüro Lind; Fotos: Redaktionsbüro + Alfa Romeo

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