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Alfa Romeo

Alfa Giulietta 1.4 TB 16V TCT

Die Zeiten, da sich nur ältere Herrschaften in großen Reiselimousinen an dem Komfort einer Automatik erfreuten, sind längst passe. So konnte die automatische Getriebe-Variante nicht nur den angestaubten Charme erfolgreich abstreifen, auch diverse Vorurteile wurden wiederlegt, wie beispielsweise die Tatsache, man wäre mit solch einem Getriebe träge unterwegs. Während Automatik-Getriebe heut zu tage schon bis zu neun Gänge vorweisen können, so ist es doch gerade das Doppelkupplungsgetriebe, das sportlich Ambitionierte davon überzeugen kann, schalten zu lassen. In der Alfa Romeo Giulietta geht eine vom Konzern eigens entwickelte Lösung „Twin Clutch Transmission“ an den Start. Das in diesem Falle trockene System, bringt dank fehlender Ölbadkühlung nicht nur einen Effizienzvorteil, sondern auch eine Gewichtsersparnis mit sich. Wie sich das DSG-Getriebe im Praxistest macht, haben wir für Sie erfahren.

Bevor wir jedoch den Motor starten, werfen wir einen Blick auf den Schaltwählhebel, dieser erinnert mit der Beschriftung P, R, N, D sowie dem „+“ und „-„-Zeichen zunächst an eine herkömmliche Automatik.

Wie von dieser gewohnt, muss auch hier der Hebel von P wie Parken auf R für Rückwärtsfahren oder D für Fahren (Drive) gewechselt werden. Doch sehen wir uns einmal die darunter steckende Technik etwas genauer an.

Ein Doppelkupplungsgetriebe besteht aus zwei automatisierten Teilgetrieben bzw. zwei Kupplungen, womit der Gangwechsel nicht nur vollautomatisch, sondern auch ohne Zugkraftunterbrechung vonstatten geht.

Fiat hat sich bewusst für ein trockenlaufendes 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe entschieden. Dieser Entschluss führt gegenüber einer nassen Variante zu einer deutlichen Energie- sowie Gewichtsersparnis, mit lediglich 81 Kilogramm bringt das System im Vergleich zur Handschaltervariante gerade mal ein Mehrgewicht von 15 kg auf die Waage.

Bezüglich Verbrauch soll das Doppelkupplungsgetriebe im Zusammenspiel mit der serienmäßigen Start-Stopp-Automatik sogar über einen halben Liter gegenüber dem manuellen Getriebe rausholen und so gibt der Hersteller einen Mixverbrauch von 5,2 Litern für den 1,4-Liter-Turbobenziner an. Ein Wert, den wir leider nicht einmalim Ansatz erreicht haben. Mit einer 7 vor dem Komma muss man sich im Alltag schon abfinden.

Wer die 170 Pferdestärken fordert, treibt natürlich auch den Verbrauch weiter in die Höhe, allerdings auch den Fahrspaß.

Wenn auch etwas brummig, so überzeugt das Aggregat mit tollem Durchzug. In jedem Fall sollte jetzt der D.N.A.-Schalter auf D gestellt werden, das Drehmoment von 230 Nm steigt nun nicht nur auf 250 Newtonmeter bei 2.500 Touren an, sondern es werden auch die Gänge weiter ausgedreht.

Die Gangwechsel der sechs Schaltstufen erfolgen nahezu immer ruckfrei und blitzschnell. Die Schaltcharakteristik erkennt dabei die sportliche Fahrweise und passt sich dieser an. An sich nicht nötig, kann der Fahrer wenn gewünscht die Gangwahl via Schaltwippen am Lenkrad oder per Wählhebel aber auch manuell übernehmen.

Im besten Fall spurtet der Kompaktwagen ohne merkliches Turboloch in spritzigen 7,7 Sekunden von Null auf Tempo 100. Womit er die Handschalter-Version knapp hinter sich lässt. Die Topspeed liegt mit 218 km/h bei beiden Getriebevarianten gleich auf.

Der aktivierte Dynamik-Modus nimmt nicht nur Einfluss aufdie Schaltcharakteristik und steigert das Drehmoment, mittels nur einem Tastendruck fährt ein wahrhafter Ruck durch die Giulietta und der Fahrwerkscharakter sowie die Lenkung versprühen absolutes Sportwagenflair.

Beeindruckend liegt die Giulietta in den Kurven, dank des serienmäßigen elektronischen Sperrdifferenzials Q2 können wir den Kompaktklassewagen souverän ausreizen, selbst im spät erreichten Grenzbereich bleibt das Fahrzeug sicher zu handeln.

Doch mittels D.N.A.-System stellt Alfa dem Fahrer nicht nur eine wunderbar sportliche Auslegung zur Seite, auch einen angenehm komfortablen Federungskomfort kann die Giulietta im „Natural“-Modus aufweisen.

Dieses wunderbare Feature ist dabei ebenso serienmäßig im Fahrzeug verbaut wie die Zweizonen-Klimaautomatik, das uconnect-Infotainmentsystem inklusive 5-Zoll-Touchscreen, die Cruise Control, ein Multifunktions-Lederlenkrad und noch einiges mehr.

Denn das TCT-Getriebe stellen die Italiener nicht nur ausschließlich den beiden 170 PS-Motoren sondern auch einzig der Turismo-Ausstattung zur Seite, womit der 1.4 TB MultiAir einen Preis von 26.550 Euro erreicht. Darausergibt sich ein Aufpreis von 1.800,- Euro für das TCT-Doppelkupplungsgetriebe. Nicht unbedingt ein Schnäppchenpreis, aber im Vergleich mit dem Wettbewerbsumfeld ein durchaus „normaler“ Aufpreis.

Stand: September 2013; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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