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„Alter Schwede!“ Volvo V70 D5 AWD Ocean Race

Wenn der V70 auch hier zulande bei weitem nicht mit den Verkaufszahlen der deutschen Platzhirsche mithalten kann, so bieten die Schweden im Segment der oberen Mittelklasse einen sehr soliden, funktionalen und effizienten Kombi und das für weit weniger Geld. Wie beliebt der V70 tatsächlich ist, beweisen die Bestseller-Verkaufszahlen in seiner Heimat.

Das Modelljahr 2012 bringt zudem weitere Verbesserungen mit sich, sowie anlässlich der Segelregatta „Volvo Ocean Race“, die einmal um die ganze Welt verläuft, eine exklusive Edition. Inspiriert von diesem Thema, wollen diese Modelle die maritime Leidenschaft wiederspiegeln und vermitteln. Dabei ist die Sonderausstattung nicht nur mit allen Motorvarianten kombinierbar, sondern auch mit den Baureihen V60, XC60 und XC70.

Äußerlich sind die Volvo Ocean Race Modelle an den zwei Sonderlackierungen „Ocean Race Blau-Metallic“ oder „Electric Silber-Metallic“ sowie den an den Kotflügel platzierten Emblemen zu erkennen.

Das Felgendesign hebt sich ebenfalls von der Basis ab und orientiert sich nach Angaben der Designer an der Bewegung der Ozeanwellen.

Ansonsten alles ganz so, wie wir den “alten Schweden“ mittlerweile kennen: Der typische Kühlergrill mit der diagonalen Chromstrebe, die das Logo trägt, dynamisch gezeichnete Scheinwerfer in der zu Kotflügeln ausgestellten Sicke/Gürtellinie, di sich bis ins Heck zieht und hier den hohen, senkrecht stehenden Rückleuchten ihre charakteristische Form gibt.

Geradlinig verlaufen die seitlichen Fensterlinien und deuten schon mal an, dass man beim V70 mit eine richtig großen Laderaum rechnen kann. Vor allem die Chromeinfassungen der Seitenfenster und die mattverchromte Dachreling sorgen für densportlich-edlen Touch.

Die bereits angesprochenen Rückleuchten geben dem Heck sein typisches Aussehen, der schräg nach innen verlaufende untere Teil nimmt dem Heck das wuchtige Aussehen. Zum Glück folgt die Öffnung der Heckklappe nicht diesen Linien, sodass wir auch hier mit einer großer Klappe gute Einladmöglichkeiten haben.

Im Inneren macht sich das Sondermodell bereits durch die Aluminium-Einstiegleiste mit entsprechendem Schriftzug bemerkbar. Wer sich dem Fahrzeug von hinten nähert, blickt auf die farbangepasste Gepäckraumabdeckung mit Volvo Ocean Race Logo.

Das Gestühl, das ganz dem Anspruch entspricht und guten Halt sowie optimalen Komfort bietet, ist hier mit Leder in den Farben „Soft-Beige“ oder „Off-Black“ mit starken Nähten, wie man es vom Segelsport her kennt, bezogen. Die Verstellung geht dabei problem- sowie mühelos von der Hand.

Die Aluminium-Einlagen „Ocean Race Light“ an der Mittelkonsole sowie die Alumimium-Verstärkungen an den Fußmatten sind ebenfalls nur beim Sondermodell vorzufinden.

Der Volvotypische skandinavische Look wurde dagegen beibehalten und strahlt auch hier kühl, funktional und schlicht den Insassen entgegen. Die klaren Strukturen sind mit angreiffreundlichen Materialien versehen und stets solide verarbeitet.

Das Navigationssystem, besser gesagt dessen Bildschirm fährt nun nicht mehr aus der Armatur hervor, sondern ist fest integriert und wurde um das Infotainment-System „Sensus“ ergänzt.

Im Fond reisen wir nicht weniger bequem als auf den vorderen Plätzen, zudem nehmen kleinere Passagiere dank integrierter und zweistufig höheneinstellbaren Kindersitze problemlos und vor allen Dingen sicher Platz.

Außerdem ermöglicht der einfache Klappmechanismus schnelle und hervorragende Flexibilität. Diedreigeteilten Rücksitzlehnen lassen sich im Verhältnis 40/20/40 mühelos umlegen, die entstehende Ladefläche birgt keine Hürden und ist nicht nur großflächig, sondern auch eben. Klappen wir nun noch den Beifahrersitz um, bietet der V70 auch optimalen Raum für längere und sperrige Gegenstände.

Insgesamt fasst die aktuelle Generation bis zu 1.600 Liter, bei Nutzung aller Sitzplätze sind es immer noch 575 Liter. Unterhalb des Laderaumbodens finden wir eine weitere Ablagemöglichkeit bzw. Stauraum vor.

Ob beim kleinen Einkauf oder dem Transport von größerem Ladegut, Aluminium-Schienen sowie verstellbare Halteösen sichern jegliches Gepäck. Bei Bedarf oder Interesse finden Sie im Zubehörprogramm außerdem diverse multifunktionale Halterungen, faltbare Matten, Trägersysteme, Fahrradhalterungen und, und, und.

Die Möglichkeit der Wahl geht auch weiter in Sachen Fahrwerk/Antrieb, denn zum Einen bietet Volvo frontangetriebene aber auch Allrad-Varianten (AWD) an.

Das elektronisch gesteuerte Allradsystem verteilt dabei die Kraft je nach Fahrsituation variabel auf Vorder- und Hinterachse. Bei der elektronischen Haldex-Kupplung handelt es sich um die vierte Generation, die in Verbindung mit der Fahrdynamikregelung DSTC arbeitet.

Bewegen wir uns auf trockener Straße im alltäglichen Verkehr, überträgt das System die Motorleistung zu 95 Prozent an die Vorderräder, womit ein unnötiger Spritkonsum verhindert wird. Sobald Nässe oder Glätte auftritt, wird stufenlos die Kraft bis zu 65% an die Hinterräder weitergeleitet. Kommen wir dann auch noch ins Rutschen, verteilt das System die Antriebskraft stets auf die Räder mit der bestmöglichen Traktion.

Des weiteren kann das aktive Four C-Fahrwerk geordert werden. Dieses passt die Stoßdämpfer der jeweiligenFahrsituation sowie dem gefahrenen Tempo an. Umso sportlicher der Ritt, desto straffer die Abstimmung. Zudem kann mittels Tastendruck zwischen drei unterschiedlich konfigurierten Fahrwerkseinstellungen gewählt werden.

Bei unserer kurzen Ausfahrt konnten wir uns von einer sicheren und souveränen Straßenlage überzeugen und das auch bei höheren Geschwindigkeiten. Die gegen Aufpreis verfügbare geschwindigkeitsabhängige Servolenkung harmonierte dabei sehr gut mit dem Fahrzeug und ermöglichte ein präzises und spielerisches Handling.

Wiederum serienmäßig an Bord, die elektromechanische Parkbremse. Ebenso die solide Bremsanlage, die darüber hinaus mit einigen Funktionen verknüpft ist, zu denen unter anderem die hydraulische Bremsunterstützung HBA, die Bremssystem-Erweiterung OHB und die „Ready Alert Brakes“ zählen. Letzteres erkennt frühzeitig bremsrelevante Situationen und legt dementsprechend die Bremsbeläge an die Bremsscheiben und erhöht somit den Bremsdruck spürbar, was wiederum eine Verkürzung des Bremsweges zur Folge hat.

Fordern wir die Bremsanlage mit mehreren aufeinanderfolgenden Bremsmanövern heraus, kommt die Funktion FBS zum Einsatz und baut zusätzlichen hydraulischen Druck im Bremssystem auf.

Der Fünfzylinder-Common-Rail-Turbodiesel D5 stammt aus dem eigenen Haus und geht im neuen Modelljahr mit einer um 7 kW bzw. 10 PS gesteigerten Leistung ans Werk, was nun 158 kW / 215 PS entspricht.

Zugleich wurde jedoch der Verbrauch gesenkt und das bis zu acht Prozent. Diese Reduzierung resultiert unter anderem aus den Maßnahmen der Bremsenergie-Rückgewinnung sowie der Verbauung des Start-Stop-Systems.

Während der frontangetriebene D5 serienmäßig über ein manuelles Sechsgang-Getriebe verfügt ist die AWD-Variante stets mit der sonst auchgegen Aufpreis erhältlichen adaptiven Sechsstufen-Automatik inklusive Geartronic-Funktion erhältlich.

Demnach differieren die einzelnen Verbrauchs- und Beschleunigungswerte etwas, zeigen sich aber stets von ihrer effizienten und spritzigen Seite.

Der D5 mit Frontantrieb und manuellem Schaltgetriebe schafft den Spurt von 0 – 100 Stundenkilometer in 7,8 Sekunden und zieht bis 225 km/h souverän durch. Laut Hersteller begnügt sich das Aggregat im Schnitt mit vorbildlichen 5,1 Litern und stößt lediglich 134 g/km CO2 aus.

Die Automatik-Variante treibt hier den Konsum auf 6,2 Liter hoch, ebenso den Abgasausstoß, der mit 165 g/km beziffert ist. Bei der Beschleunigung hinkt der komfortable Automat mit 0,2 Sekunden nur minimal hinterher und muss sich mit einer möglichen Endgeschwindigkeit von 220 km/h auch nur knapp geschlagen geben.

Während die AWD-Variante mit letzteren Werten mithalten kann, liegt sie mit 6,6 Liter Durchschnittsverbrauch etwas höher und stößt auch 11 Gramm CO2 pro Kilometer mehr aus.

In jedem Fall sorgen zwei verbaute Turbolader für ein spontanes Ansprechverhalten und während der Handschalter weiterhin auf ein maximales Drehmoment von 420 Nm zurückgreift, steigerten die Ingenieure die Automatik-Variante um weitere 20 Newtonmeter.

Neben den bereits bekannten Motorisierungen bieten die Schweden dem Kunden nun auch zwei neue Vierzylinder-Turbomotoren mit Benzin-Direkteinspritzung sowie den V70 T4F an. Letztere 186 PS starke FlexiFuel Variante kann wahlweise mit Benzin oder Bio-Ethanol (E85) betrieben werden.

Volvo hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine Fahrzeuge so sicher wie möglich zu machen. So geben sich die Schweden auch im Falle des V70 nicht nur mit Features wie dem Schleudertrauma-Schutzsystem WHIPS, der Sicherheitspedalerie,zweistufigen Frontairbags, Gurtstraffer und Gurtwarner auf allen Plätzen sowie Gurtkraftbegrenzer vorn, Seitenaufprall-Sitzverstärkungen und einer vorbildlichen Kindersicherheit zufrieden.

So optimierten die zuständigen Ingenieure nicht nur die Kopf-Schulterairbags sowie das Seitenaufprall-Schutzsystems SIPS, sondern bieten dem Kunden diverse – wenn auch teils nur gegen Aufpreis erhältliche– Sicherheitsausstattungen an.

Um den Rahmen nicht zu sprengen, wollen wir an dieser Stelle „nur“ die Fußgänger-Erkennung mit automatischer Notbremsfunktion, das Blind Spot Information System (Überwachung des toten Winkels), den Driver Alert (Warnung bei Übermüdung und unbeabsichtigtem Verlassen der Fahrspur), das aktive Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystem mit Bremsassistent Pro und das Sicherheitssystem „City Safety“ erwähnen.

Dieses bringt je nach Geschwindigkeit (aktiv bis Tempo 30) das Fahrzeug vollständig zum Stehen oder reduziert die Geschwindigkeit erheblich und verhindert somit eine schwere Kollision. Nicht unerwähnt bleiben darf selbstverständlich auch das nun weiter verbesserte Kommunikationssystem Volvo on Call (VOC).

Hiermit garantiert der Hersteller dem Kunden rasche „Rund-um-die-Uhr-Hilfe“ sowohl bei einer Panne als auch bei einem Verkehrsunfall. Via neuer VOC-App ermöglicht Volvo dem Fahrer auch per Smartphone auf verschiedene Fahrzeugfunktionen zurück zu greifen und diese zu kontrollieren.

Die ohnehin sehr attraktiv bestückten Ausstattungslinien sind nicht nur spürbar aufgewertet und zudem durch das umfassende Zubehörprogramm individuell erweiterbar, sondern nun auch um das Sondermodell „Ocean Race“ ergänzt worden. Dieses preist Volvo in Verbindung mit dem V70 D5 derzeit ab 43.490,- Euro an.

Die exklusive Editionzeichnet sich durch zahlreiche eigens dafür vorgesehenen Ausstattungs-Features aus, von den Außenlackierungen angefangen, über Leichtmetallräder, Lederpolsterungen bis hin zu den speziellen Dekoreinlagen und Chromapplikationen.

Stand: September 2011; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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